Update #b2305 (1) Ein solidarischer Gruß an die kämpfenden Mieter*innen auf der großen Demo am 23.05.2021, 13 Uhr, Potsdamer Platz! +++ Eindrücke +++ | #Frontpage #Housing #Häuserkampf #Mietenwahnsinn #Enteignung #Vergesellschaftung #Leerstand #WohnenistMenschenrecht

Frontpage Update 15:45 | Häuserkampf | Berlin, 23.05.2021, 13 Uhr, Potsdamer Platz

Damit das Update nicht nur aus der unter (1) erklärten Korrektur besteht, aktuelle Impressionen vom Bündnis Mietenwahnsinn. Was uns richtig anfixt: Dass #b2305 auf Twitter überwiegend mit einer erneuten Querdenker-Demo zu sehen ist.

Aber es gibt ja kaum noch einen Tag ohne Schwurbelei im öffentlichen Raum dieser Stadt. Welchen Schaden das für die Wahrnehmung ernsthafter Anliegen wie dem Erzielen einer besseren Wohnungspolitik anrichtet, muss nicht mehr erklärt werden. Die eigentlichen Systemlinge sind die Querdenker, die so wunderbar dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit von echten Missständen abgelenkt wird. Umso mehr unsere Solidarität mit den Menschen, die heute gegen den Mietenwahnsinn auf der Straße sind! Im gezeigten Video vom Bündnis Mietenwahnsinn kommt die Demo durch eine Hauptstraße unseres Wohnbezirks:

Frontpage 12:45 | Häuserkampf | Berlin, 23.05.2021, 13 Uhr, Potsdamer Platz

Gleich geht es los: 10.000 bis 30.000 Menschen werden zur Demo gegen Mietenwahnsinn am Potsdamer Platz erwartet. Wir senden solidarische Grüße und zeigen noch einmal die wesentlichen Tweets des Bündnisses Mietenwahnsinn zum heutigen Tag (1).

Mich erinnert das heutige Event an den 20. Juni 2020, meine erste Demo nach dem ersten Lockdown, die ebenfalls auf dem Potsdamer Platz startete. Sie endete vor der Potse, also vor dem Haus Potsdamer Straße 180, denn schon damals besetzte das Kollektiv dieses autonomen Jugendzentrums seine Räume. Daran hat sich bis heute, fast ein Jahr später, nichts geändert.

Man glaubt es kaum, aber die Politik hat immer noch keine Lösung für diese wichtige Institution der Jugend- und Sozialkultur gefunden. Viele andere wurden schon geräumt, zuletzt das Syndikat, die Meuterei und die Liebigstraße 34, von den vielen Verdrängungsvorgängen, die Privatpersonen betreffen, gar nicht zu reden. Bisher hat die Politik auch für den gesamten Mietenwahnsinn keine Lösung. Die Atempause namens Mietendeckel wurde in einem rüden Akt von der kapitalistischen Macht- und Geldelite gekippt, damit ganz klar ist: Die Mietenden haben nichts zu erwarten.

Die sozialen Unruhen nehmen zu, wie man auch am Ersten Mai wieder gesehen hat und Demonstrationen wie die heutige sind Ausdruck davon, dass der Protest breite Schichten der Bevölkerung erreiht hat.

Es ist eine große Leistung der Beteiligten und Organisator*innen, wenn es dabei friedlich bleibt. Kreativ wird der Protest ohnehin wieder sein. Die Art, wie die Menschen sich dabei zeigen, wie engagiert und innovativ vieles ist, was man sieht, wie gut man diese Mentalität auf mehr partizipativ angelegteFormen der Wohn- und Gewerberaumbewirtschaftung übertragen könnte, überzeugt mich immer wieder davon, dass wir es nicht zulassen dürften, dass diese Stadt zur Betonwüste verkommt, denn nichts anderes sind die Spielwiesen des Kapitals letztlich. Soziale Wüsten aus Beton.

Der Hintergrund der Proteste ist ernst: Die anhaltende Gentrifizierung in Berlin muss endlich gestoppt werden. Ich persönlich bin sehr von dem enttäuscht, was die Berliner Stadtregierung R2G in fünf Jahren alles nicht erreicht hat (von wegen „Wir geben euch die Stadt zurück!“ und dergleichen), obwohl jetzt so viel neu gebaut wird. Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass gerade unter dieser Regierung, der viele von uns ins Amt geholfen haben, die Verwertungslogik des Kapitals, die keine Rücksicht auf Menschen nimmt, immer größere Dimensionen erreicht und viel Trauer, Leid und Wut verursacht hat (2).

Deswegen kann ich auch verstehen, dass das außerparlamentarische Bündnis Mietenwahnsinn ausdrücklich keine Werbefahnen und -transparente von Parteien auf der Demo sehen möchte: Nicht die Symbolik, sondern die Taten!

Deswegen heute unsere Solidarität mit allen, die nicht aufgeben, die sich nicht mit der Situation abfinden und die bei der Demo gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn sind!

TH

(1) Korrektur: Der Monat war in der Überschrift falsch geschrieben, also fkt. das Hashtag nicht, sorry. Weil WordPress bei einer Korrektur das aber nicht zeigt, mussten wir den Artikel neu setzen und neu veröffentlichen. Deshalb haben wir ein Update daraus gemacht, in dem aktuelle Videos und Bilder von der Demo gezeigt werden.
(2) Ich wende mich damit nicht gegen die Erfolge, die durch einzelne bezirkliche Vorkäufe und durch ein paar größer angelegte Rekommunalisierungen erzielt worden sind, über einige davon haben wir ausführlich geschrieben – aber eine zukunftsorientierte Lösung auf Gesamtebene ist eben bisher nicht geschaffen worden.

Hier noch einmal mit Begründung: (16) Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn – Beiträge | Facebook

2021-05-23 Mietenwahnsinn 23.05.2021 Facebook - www.facebook.com

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