„Noch 2,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit“ (Statista) | #Timeline #Corona Lage | #Kurzarbeit #Arbeitslosigkeit #Beschäftigung #Wirtschaft

Timeline Juni 2021 | Corona Lage | Kurzarbeit

Wir nachveröffentlichen innerhalb der Rubrik Timeline heute eine wichtige Information zu Corona: Die Zahl der Menschen, die nach dem Ende des 3. Lockdowns in Deutschland noch in Kurzarbeit waren, hier nach Branchen geordnet.

Eine weitere Grafik ordnet die Kurzarbeit nach Bundesländern, bezieht sich dabei jedoch auf den Stand im November 2020. Die dritte Grafik (siehe unten) weist die Entwicklung der Kurzarbeit in Deutschland seit 2009 aus, als die Bankenkrise sie kurzfristig ebenfalls stark ansteigen ließ. Die von Statista aufbereiteten Daten stammen vom Ifo-Institut.

Hier geht’s zur Infografik und zum folgenden Begleittext von Statista

In Deutschland sind immer noch 2,3 Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des ifo Instituts (PDF-Download). Das sind noch 6,8 Prozent der abhängig Beschäftigten. Das schätzt das ifo Institut auf der Grundlage seiner Konjunkturumfrage und von Daten der Bundesagentur für Arbeit. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Arbeitnehmer aus dem Gastgewerbe, der Industrie und dem Handel.

Die wegen der Corona-Pandemie vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu am heutigen Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor. Heil hatte den Schritt bereits im Mai angekündigt und von Planungssicherheit für die Unternehmen gesprochen.

Beschäftigte erhalten 60 Prozent des Netto-Entgelts als Kurzarbeitergeld (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 67 Prozent). Ab dem 4. Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld erhöht werden – vorausgesetzt, der Entgeltausfall beträgt im jeweiligen Monat mindestens 50 Prozent. Beschäftigte können Kurzarbeitergeld unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 21 Monate lang erhalten.

Hier geht’s zur Grafik und zum folgenden Begleittext

Das aktuelle Jahr bricht alle bisherigen Rekorde beim Thema Kurzarbeit. Wie die Bundesagentur für Arbeit in einem aktuellen Bericht mitteilt, haben während der Corona-Krise von Januar bis April im Schnitt 268.570 Betriebe in Deutschland Kurzarbeit angemeldet.

Wie die Statista-Grafik zeigt, waren das fast fünfmal so viele wie im Jahr der Finanzkrise 2009. Auch im November sind noch immer zahlreiche Erwerbstätige in Kurzarbeit.

Nicht nur das Einkommen, auch die Psyche vieler Kurzarbeiter leidet, weil sie sich nicht mehr so gebraucht fühlen und Angst um den Arbeitsplatz haben. Gleichzeitig ist Kurzarbeit für viele Betriebe die letzte Möglichkeit, Arbeitsplätze überhaupt zu erhalten. Doch die zwangsläufig reduzierte Arbeitszeit kann auch als Chance genutzt werden: Sei es, um sich beruflich neu zu orientieren oder endlich einmal Zeit für Familie und Hobbys zu haben.

Man sieht auf der unteren Grafik, dass während der Corona-Krise die Kurzarbeit erheblich mehr zugenommen hat als während der Finanzkrise 2008-2009, wohingegen der BIP-Rückgang in etwa gleich hoch ausfallen wird. Der Grund: Während der Bankenkrise brach vor allem die hoch wertschöpfende Industrie ein, während aktuell vor allem der Dienstleistungssektor und hier vor allem das Gastgewerbe betroffen sind, die insgesamt in Deutschland weniger zum BIP beitragen als z. B. in sehr am Tourismus orientierten Ländern, Branchen allerdings, in denen gleichwohl sehr viele Menschen beschäftigt sind.

TH

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