Die nackten Tatsachen (Don’t Make Waves, USA 1967) #Filmfest 509

Filmfest 509 Cinema

Die nackten Tatsachen ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1967 von Alexander Mackendrick mit Tony Curtis, Claudia Cardinale und Sharon Tate in den Hauptrollen.

Der von Metro-Goldwyn-Mayer produzierte Film handelt von Beziehungsverwicklungen zwischen verschiedenen Figuren in Kalifornien. Dabei spielen komödiantische Aspekte sowie die Pop- und Strandkultur eine wichtige Rolle.

Claudia Cardinale spielte ein Jahr später eine herausragende Rolle in „Spiel mir das Lied vom Tod“, das klingt integral; mit der kalifornischen Strandkultur hätte ich sie nicht ohne Weiteres in Verbindung gebracht. Nicht uninteressant klingt es hingegen, wie man den üblichen Komödien jener Zeit, die einige Jahre zuvor durch Doris Day und Rock Hudson eine über mehrere Jahre hinweg gültige Form erhielten, einen aktuellen Hintergrund verpassen wollte. Vielleicht etwas zum Regisseur, weil sein Name nicht einer der heute noch berühmten ist.

Alexander Mackendrick (* 8. September 1912 in Boston, Massachusetts; † 22. Dezember 1993 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Regisseur. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen Der Mann im weißen Anzug (1951), Ladykillers (1955) und Dein Schicksal in meiner Hand (1957).

Es handelt sich also durchaus um einen kunstfertigen Regisseur, wobei der Übergang von der klassischen Ära Hollywoods in die späten 1960er auch den herausragenden Kräften ebenjener klassischen Ära nicht leichtgemacht wurde und viele große Karrieren endeten nicht nur aus Altersgründen oder klangen aus. „Don’t Make Waves“ war Mackendricks letzter Film.

Als der Film Don’t Make Waves 1967 in die Kinos kam, war die Kalifornien-Welle in Musik und Film bereits dabei abzuklingen, ebenso wie Tony Curtis’ Status als Sex-Symbol. Die Kritik am Film war durchwachsen.[1] In American Prince, Curtis’ Autobiographie, schrieb Tony Curtis, dass die Handlung entsetzlich lächerlich gewesen sei, er aber prozentual an den Einnahmen beteiligt war und die Rolle daher annahm.[2] Der Film spielte 1,25 Millionen US-Dollar ein.[3] Sharon Tate schrieb ihrem Mann Roman Polanski, dass die Atmosphäre am Filmset unangenehm war, vor allem, nachdem ein Stuntman bei einem Stunt mit einem Fallschirm gestorben war.[4]

Die heutige Bewertung der IMDb-Nutzer*innen und meine aus dem Jahr 1988 sind deckungsgleich, auch die Voteskala in der weltführenden Kinodatenbank steht exakt auf 6/10. Das eigentlich Schöne an diesen jugendlichen Filmverzeichnissen ist, dass ich Hintergründe wie die unten beschriebenen nicht kannte und damit zwangsläufig fast ausschließlich werkimmanent kommentieren musste. Heute, wo ich die Biografie von Tony Curtis kenne und dass Sharon Tate kurz nach dem Film ermordet wurde, würde das in einer Weise in eine Rezension einfließen, auch wenn ich mich noch so sehr bemühen würde, es nicht mitzudenken und vielleicht gerade durch den Versuch, dieses Wissen auszublenden.

TH

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv: Wikipedia

Regie Alexander Mackendrick
Drehbuch George Kirgo,
Maurice Richlin,
Ira Wallach
Produktion John Calley,
Martin Ransohoff
für Metro-Goldwyn-Mayer
Musik Vic Mizzy
Kamera Philip H. Lathrop
Schnitt Rita Roland,
Thomas Stanford
Besetzung

 

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