Die Kanonen von Navarone (The Guns of Navarone, USA 1961) #Filmfest 523

Filmfest 523 Cinema

Zwei dicke Bertas und der Beginn des dick Auftragens

Die Kanonen von Navarone (Originaltitel: The Guns of Navarone) ist ein britischamerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahre 1961. Der im Zweiten Weltkrieg spielende Film wurde von Regisseur J. Lee Thompson nach einer Romanvorlage von Alistair MacLean und einem Drehbuch von Carl Foreman verfilmt. Ein alliiertes Geheimkommando soll auf der fiktiven griechischen Insel Navarone zwei gigantische Kanonen der deutschen Wehrmacht in die Luft sprengen.

Die Kanonen von Navarone wurde zu einem der größten Kassenschlager der frühen 60er Jahre und gilt als Klassiker seines Genres. Das Handlungsschema „Geheimkommando gegen Wehrmacht“ wurde in den 60er und 70er Jahren in mehreren Filmen erfolgreich variiert, unter anderem in Das dreckige Dutzend (1967), Agenten sterben einsam (1968) nach einem Originaldrehbuch von Alistair MacLean und Stoßtrupp Gold (1970).

„Agenten sterben“ einsam habe ich bereits rezensiert, die Veröffentlichtung des Textes wird demnächst erfolgen. Mit „Die Kanonen von Navarone“ begann auch ein Spin Raum zu greifen, den man mögen kann oder nicht, aber man muss doch auf einige Dinge hinweisen, die damit zusammenhängen. Wir tun das in der –> Rezension, nebst der Besprechung anderer Aspekte dieses Kriegs-Abenteuerfilms.

Handlung

November 1943: Auf der fiktiven ägäischen Insel Navarone hat die deutsche Wehrmacht zwei riesige Kanonen in Stellung gebracht, um eine strategisch bedeutsame Meerespassage zu kontrollieren. Da die Passage eine Woche später von einem alliierten Schiffskonvoi befahren werden soll, um 2000 britische Soldaten von der Insel Kheros zu retten, müssen die Geschütze unbedingt außer Gefecht gesetzt werden. Der Versuch, sie durch den Angriff einer Bomberstaffel zu zerstören, scheitert kläglich. Somit bleibt Commodore Jensen auf Vorschlag von Major „Glückspilz“ Roy Franklin als letzter Versuch, einen Kommandotrupp loszuschicken.

Die beiden stellen ein internationales Team zusammen, bestehend aus dem neuseeländischen Bergsteiger Captain Keith Mallory, dem britischen Sprengstoffexperten Corporal John „Dusty“ Miller, dem griechischen Offizier Andrea Stavros sowie dem kampferprobten „Schlächter Brown“ und dem aus Navarone stammenden Spyros Pappadimos. Der Plan sieht vor, die schwerbewachte Insel Navarone mit einem alten Fischerboot im Schutz der türkischen Küste bei Nacht über die als unerklimmbar geltende Südklippe zu erreichen. Anschließend soll sich der Trupp mit Hilfe von einheimischen Widerstandskämpfern zu der Festung mit den Kanonen durchschlagen, diese zerstören und sich dann absetzen.

Der Kommandotrupp hat von Anfang an mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zuerst einmal verfolgt Stavros eine Vendetta gegen Mallory, weil dieser indirekt für den Tod von Stavros’ Familie verantwortlich ist, obwohl das gemeinsame Ziel sie vorerst verbindet. Nachdem die deutschen Gegner schon frühzeitig durch das arrogante Verhalten von Major Baker von dem Unternehmen erfahren haben, müssen die Männer in einem blutigen Gefecht ein deutsches Patrouillenboot versenken. In einer regnerischen Sturmnacht schafft Mallory dann den Aufstieg über die Südklippe; Franklin stürzt jedoch ab und erleidet einen komplizierten Beinbruch. Die Truppe schlägt sich weiter über die schneebedeckten Berge zu den Ruinen von St. Alexis durch, wo sie auf die beiden Widerstandskämpferinnen Maria, die Schwester von Spyros, und die Lehrerin Anna treffen. Mit deren Hilfe gelangen sie, ständig von deutschen Soldaten verfolgt, nach Mandrakos, um einen Arzt für Franklin aufzusuchen. Sie werden jedoch verraten und von den Deutschen festgesetzt.

Stavros versucht die Deutschen zu täuschen und gibt sich als unschuldiger Fischer aus, der zwangsrekrutiert wurde, weil er den Überfall auf das Patrouillenboot mitangesehen hatte. Oberleutnant Meusel hat jedoch bereits ein Dossier über ihn als ehemaligen griechischen Offizier. Trotzdem kann Stavros die Deutschen soweit ablenken, dass seine Kameraden wieder die Oberhand gewinnen. Sie lassen den todkranken Franklin zur Behandlung zurück und flüchten. Später aber stellt Miller fest, dass seine Sprengstoffausrüstung sabotiert wurde und der Sprengstoff nur noch ohne die notwendige zeitliche Verzögerung gezündet werden kann. In einer anschließenden Rekonstruktion der vergangenen Ereignisse entlarvt er die Lehrerin Anna als eine Spionin für die Deutschen; diese wird daraufhin von Maria erschossen.

Der Trupp teilt sich auf: Mallory und Miller sollen in die Festung eindringen und versuchen, die Kanonen zu zerstören; die anderen wollen so viel Unruhe wie möglich erzeugen, um die deutschen Bewacher abzulenken. Dank des Improvisationtalents von Miller gelingen das Anbringen und die „kontrollierte“ Zündung von Sprengladungen. Der halbe Berg fliegt in die Luft, und die Kanonen von Navarone versinken im Meer. Die Schiffe der alliierten Rettungsmission können Kheros ungehindert anlaufen.

Bei den Scharmützeln mit den deutschen Soldaten verliert Spyros sein Leben. Maria und Brown beschaffen ein Boot, wobei Brown getötet wird. Mallory, Miller und Stavros können sich auf das Boot retten. Stavros bleibt danach bei Maria auf Navarone, während Mallory und Miller auf ein alliiertes Kriegsschiff übersetzen und nach Hause zurückkehren.

Rezension

Dass auch das Drehbuch von „Agenten sterben einsam“ mit seinem die Verhältnisse ziemlich auf den Kopf stellenden deutschen Titel vom selben Autor stammt, wirkt stimmtig. Denn mit „Die Kanonen von Navarone“ setzte verstärkt die Tendenz ein, Deutsche nur noch als Kanonenfutter für heldenhafte Alliierte darzustellen, die Nazis mindestens im Verhältnis 50:1 erledigen können. Das mag dem Selbstbewusstsein guttun und war im Zweiten Weltkrieg moralisch unterlegt, aber realistisch war es bei Kampfhandlungen nicht; schon gar nicht, wenn nicht die materielle Überlegenheit der USA eine Rolle spielte.

  • „Die Kanonen von Navarone“ war ein Wendepunkt im Drehen von Streifen über den Zweiten Weltkrieg. Weg von halbwegs historischer Genauigkeit hin zu immer größeren fiktiven Anteilen am Geschehen, weg von der Realität und und einem gewissen, manchmal auch übertriebenen Respekt vor dem militärischen Gegner hin zu großer Action mit großen Star-Ensembles. „The Great Escape“ und „The Dirty Dozen“ sind Nachfolgefilme dieser Art, die, ebenso wie „Die Kanonen“ (wie wir den Film im Folgenden nennen) sehr erfolgreich waren. Nicht einmal den Kriegsschauplatz, der hier gezeigt wird, hat es wirklich gegeben, außerdem klingt der Name der Insel eher italienisch als griechisch.

Plus

  • David Niven als kritischer Sprengstoffexperte Miller liefert die klar beste Schauspielleistung in diesem Film. Skeptisch, misstrauisch sowohl die Aktion wie den Krieg und den Kommandeur Mallory (Gregory Peck) hinterfragend, hoch loyal gegenüber seinen Freunden und gleichzeitig ein hervorragender Analytiker, der als einziger den Maulwurf um Team benennen kann. Er wirft die Frage auf: Was ist das Leben eine Einzelnen gegen das vieler, wenn der Einzelne persönlich so wichtig ist? Mallory entscheidet das Dilemma auf beinahe zynische Art. Am Ende versöhnen sich die beiden und Miller entschuldigt sich bei Mallory. Dieser Wermutstropfen musste in einem konventionellen Kriegsfilm wohl sein, der alles andere als ein Antikriegsfilm ist. Man merkt durchaus, dass David Niven tatsächlich in der britischen Armee war, während Gregory Peck aufgrund einer Verletzung vom Einsatz im Zweiten Weltkrieg freiegestellt wurde und sein Aufstieg auch damit zu tun hatte, dass die meisten männlichen Topstars zu der Zeit für die USA (meist ungefährliche, in Einzelfällen allerdings auch heroische) Kriegseinsätze leisteten.
  • Irene Papas als Original-Partisanin und natürlich Griechin wirkt ikonisch und bildet mehr oder weniger ein Duo mit Anthony Quinn, der hier eine gute Rolle spielt, aber in diesem Ensemble-Stück nicht ganz so zur Geltung kommt wie in anderen Filmen. Ihr Glaubwürdigkeit als Kämpferin für die Freiheit, die sogar eine Gefährtin erschießt, damit Captain Mallory, von Miller quasi dazu genötigt, dieser Aufgabe gegenüber einer jungen Frau, in der sich ansatzweise verliebt hat, nicht nachkommen muss und damit in ein Dilemma gerät.
  • Anthony Quayle als vom Glück verlassener Glückspilz Lt. Franklin, bis zu seiner Verletzung eigentlicher Kommandant der Mission und guter Freund von Miller. Die meisten Schauspieler im Film sind Briten und er kommt einem bestimmten Typus von britischem Offizier, solide, gefasst und nicht die snobistische Variante, sondern maßvoll heorischer, Frontkämpfer mit dem Schicksal im Blick sehr nah.

Neutral 

  • Gregory Peck als Lt. Mallory. Er wirkt im Ausdruck einen Tick zu soft für den Einsatzleiter, für jene Position, die ihm während der Aktion “Navarone” zuwächst, weil Franklin sich beim Besteigen der Klippe im nächtlichen Sturm verletzt hat. Vor allem vollzieht er in dem Moment, in dem er das Kommando übernimmt, nicht die Wandlung, die es benötigt hätte, um die Brutalität glaubhaft zu machen, mit welcher er Franklin opfert und als eine Art trojanisches Pferd einsetzt. Auch die Vabanque-Haltung, mit welcher er das Sprengstoff-Attentat ausführen lässt zeigt er zu wenig. Das Beruhen der Sprengung auf einer gar nicht so wahrscheinlichen Variante der vorausgedachten Abläufe während des Einsatzes der Kanonen durch die deutschen Truppen ist riskant und „alles auf eine Karte“. Auch der einzige romantische und zugleich mysteriöse Moment im Film, den er mit einer jungen griechischen Lehrerin hat, wird von jener Anna (Gia Scala) dominiert. Peck wirkt in Rollen, in denen er nachdenklich und humanistisch sein darf, wie in seiner Paraderolle ein Jahr später („Wer die Nachtigall stört“ als Anwalt Atticus Finch) besser als in den harten Parts. Wir können verstehen, dass der gut beobachtende Miller Probleme hat, Mallory durch dick und dünn zu folgen.
  • Die übrigen Schauspieler, allen voran Anthony Quinn. Wenn die Szene, in welcher er sich als jammerndes Bündel präsentiert, das nur zufällig bei der Unternehung dabei ist, quasi zwangsrekrutiert wurde, um die Wehrmachts- und SS-Leute abzulenken, welche das Sonderkommando gefangen gesetzt haben, wenn die nicht so unglaubwürdig wäre, hätten wir vielleich auch ein Plus für Quinn gegeben. So wird er Opfer der Tatsache, dass der Film eine Menge Anti-Logik-Mumpitz erhält und am Beginn der Entwicklung steht, in der die Wehrmacht und besonders die SS ihrer Gefährlichkeit behoben werden, so dass man sie mit wirklich rudimentären Aktionen komplett überrumpeln konnte. Ganz gewiss hatteen die deutschen Truppen Verluste durch Partisanen in Süd- und Südosteuropa, aber nicht auf die Art, wie sie im Film gezeigt wird und fragwürdig ist es immer, wenn man totalitäre Regimes unterschätzt, gerade im Sinne der Demokratie.
  • Die Handlung. Einerseits originell, gut getimt, trotz zweieinhalb Stunden Spielzeit nicht langweilig. Die Idee des Sondereinsatzkommandos als einer kleinen Elitetruppe, die massenweise Feinde vernichtet, kommt hier erstmalig voll zur Geltung („Agenten sterben einsam“ haben wir erwähnt, der allerdings noch mehr auf die Pauke haut als „Die Kanonen von Navarone“ und auch später entstanden ist). Das Problematische an der Grundkonstellation ist, dass ein paar besondere Charaktere (hier ist „Das dreckige Dutzend“ der genuine, viel weiter entwickelte Nachfolger) in der Lage sind, eine eingespielte Kriegsmaschinerie lahmzulegen. Wäre das wirklich der Fall gewesen, hätte der Zweite Weltkrieg mit erheblich weniger Verlusten geführt werden können und hätte viel kürzer gedauert, zumal die deutsche Seite erhebliche strategische Fehler begangen hatte. In dem Zusammenhang einzelne Knackpunkte des Films:
    • Die Grundannahme, dass eine so wichtige militärische Anlage wie die beiden Ferngeschütze vom Ausmaß mindestens „dicke Berta“, Variante Marine-Kanone, so schwach gesichert sind, dass man mit ein paar Mann ein solches Kommando wie hier gezeigt wirklich durchführen kann. Obwohl die Klippen als unbezwingbar gelten, patrouillieren trotzdem deutsche Wachmannschaften darauf, was spannender wirkt, weil man so früher in Feindkontakt kommt, aber inkonsequent.
    • Dass die Klippe, die selbst nach vorher geäußerter Meinung von Mallory bei Tag kaum zu erklimmen ist, nachts und bei Sturm genommen wird, wo sie durch die Nässe noch weniger griffig ist als sonst. Das lässt darauf schließen, dass die Unbezwingbarkeit eine amateurhafte Ansicht ist, und das Sonderkommando nicht solchermaßen exorbitante Skills haben muss, wie es dargestellt wird.
    • Die erwähnte Befreiungszene.
    • Dass die kleine Truppe sich auch noch spaltet, damit ein Teil „im Dorf Verwirrung stiften“ und die Deutschen ablenken kann.
    • Die Eroberung der festungsartigen Kanonenstellung im Felsen gegenüber einer erheblichen Überzahl und mit billigsten Tricks wie dem Austausch der eigenen Kleidung gegen Wehrmachtsuniformen (die im Gegensatz zur Darstellung im Film wohl in wesentlich besserem hygienischem Zustand gewesen sein dürften als die Kleidungsstücke des SEK, die über Tage nicht gewechselt werden konnten).
  • Bei einer Militärklamotte à la „Ein Käfig voller Helden“ würden wir sicher keine Logikanalyse betreiben, aber hier soll es sich um ein Abenteuer und echte Kriegsaction handeln. Die Konsequenz des Erfolgs dieses Films war allerdings, dass man sich in der Folge immer unwahrscheinlichere Szenarien einfallen ließ, um ein paar Helden gegen einen unfähigen Haufen zu stellen. Dieser Aspekt ist uns eine besondere Betrachtung wert.

Jeder echte Antikriegsfilm, wie die gerade anlässlisch „100 Jahre Ausbruch des ersten Weltkrieges“ angesehenen und rezensierten Werke, allen voran „Wege  zum Ruhm“ verdient unsere höchste Anerkennung, weil er Werte verkörpert. Jede echte Militärkomödie kann die Deutschen durch den Kakao ziehen oder irgendwen, solange dies nicht auf billigem Nationalismus fußt, sondern der Erkenntnis dient, dass Krieg und Militär doof sind und jede faschistische Ideologie verwerflich ist.

Hier aber greift etwas anderes Raum, das selbst heute noch in Filmen wirkt. Erstens: Die Nazis werden benutzt, um sich selbst reinzuwaschen. Weil die Fronten und moralischen Verhältnisse so eindeutig sind. In „Die Kanonen“ wird es nur einmal ins Spiel gebracht, als Mallory, der Fuchs, sagt, er nimmt für sich in Anspruch, dass er für die Zivilisation kämpft und daher die Mittel doch den Zweck heiligen sein dürfen. Damit kann man aber nicht alles rechtfertigen und die Worte, dass er Angst hat, schlimmer als die Feinde zu werden, wirken ein wenig lippenbekenntnismäßig. Die einfache Konstellation im Zweiten Weltkrieg gab es nie zuvor und nie danach wieder, deshalb wird sie insbesondere von den Amerikanern immer wieder gerne verwendet, um durch einen ständigen Katalyseprozess angesichts der immer schmutziger werdenden eigenen Weste zu gehen. Es ist zweifelhaft, ob die Nazis dafür auf Dauer herhalten können – im Jahr 1961 aber war das noch eine Sichtweise, die gerade erst in Mode kam und das kann man bei einem Zeitraum von 16 Jahren, die nach dem Kriegsende vergangen waren, als psychologisch stimmig ansehen.

Dass das Aufkommen dieser Filme in den 1960er Jahren angesiedelt ist, versteht man sofort, wenn man sich zwei Dinge vor Augen hält: Der Krieg verblasste langsam als gegenwärtiger Schrecken und der freiere Umgang damit war kein Tabu mehr, das einfache Publikum in den alliierten Ländern liebte außerdem diese Heldendarstellungen. Dass wenige Personen, die keine gelernten Militärs waren, Tausende von professionellen Soldaten auf diese Weise düpieren konnten, wie es hier gezeigt wird und noch eindeutiger in weiteren Filmen (von aktuelleren Parodien wie „Inglourious Basterds“ sehen wir ab, wenn wir vergleichen), lässt einen weiteren Rückschluss zu: Dass die Alliierten sich der Tatsache bewusst waren, dass sie nur aufgrund ihrer erheblichen zahlenmäßigen und materiellen Überlegenheit gegen die Wehrmacht bestehen konnten (und dank des russischen Winters). Um diesen Makel quasi ins Gegenteil zu verkehren, erfand man jene Heldenfiguren, als ob man zu beweisen hätte, dass man auch individuell den Deutschen weit überlegen sei. Amerikanische Analytiker haben betont, dass die rasch geschulten Freiwilligen, die für die U. S. Army in den Krieg zogen, genau dies nicht waren – in einer Szene von „Die Brücke von Remagen“, einem der letzten etwas ernsteren Filme über den Zweiten Weltkrieg aus alliierter Sicht, wird das auch angedeutet.  

Finale

Ob man sagt, der Film hat echte Schwächen, hängt von den Maßstäben ab, die man bezüglich Logik und Glaubwürdigkeit anlegt. Da wir häufig Krimis rezensieren, in denen die diese Aspekte eine wichtige Rolle spielen, wollen wir nicht so tun, als ob uns das bei einem heute noch so bekannten Film wie „Die Kanonen von Navarone“ egal sei. Klar profitiert das Werk von seinen Schauspielern, vor allem von David Niven, von der pittoresken Szenerie mit steilen Klippen, Nachtstürmen, Hochzeitsfeierlichkeiten in griechischen Dörfern (gedreht wurde auf Rhodos) und von der Grundidee mit den beiden mächtigen Kanonen. Eine kritiklose Begeisterung können wir uns nicht abringen, aber ein schlechter Film in der Summe der Eigenschaften ist „Die Kanonen von Navarone“ nicht – vor allem, wenn man bedenkt, wie sich das Genre später entwickelt hat. 

68/100

© 2021, 2014 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie J. Lee Thompson
Drehbuch Carl Foreman
Produktion Carl Foreman,
Cecil F. Ford,
Leon Becker
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Oswald Morris
Schnitt Alan Osbiston
Besetzung

 

 

 

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