Die #Corona-Schäden werden sichtbar: Gastgewerbe, Umsätze von 2011 bis 2020 | #Frontpage #Corona Lage | #Wirtschaft #Statistik #Statista #Covid19 #Covid–19

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Die berüchtigte Inzidenz liegt derzeit in Deutschland nur noch bei 5, das ist nach alle Kriterien ein Grund zum Freuen, denn man könnte nun über eine weitere Normalisierung nachdenken. Allein, vor Delta wird gewarnt. Deswegen sind wir auch dafür, die MNS-Tragepflicht noch zu verlängern. Die Schäden, welche die Krise angerichtet hat, werden aber nun sichtbar, weil Branchenzahlen vorliegen, die Auskunft geben über die Umsatzveränderungen während der Krise, besser, des ersten Krisenjahres. Das Gastgewerbe hat demnach gegenüber 2020 gegenüber 2019 mehr als ein Drittel an Umsatz verloren:

https://de.statista.com/infografik/25242/umsatzentwicklung-im-deutschen-gastgewerbe/?utm_source=Statista+Newsletters&utm_campaign=7dd7929f35-All_InfographTicker_daily_DE_AM_KW27_2021_Di&utm_medium=email&utm_term=0_662f7ed75e-7dd7929f35-314693817

Bei den Beherbergungsbetrieben, so steht es im Begleittext zur Statista-Grafik, habe sich der Umsatz sogar fast halbiert. Unter Berücksichtigung dessen sind wir geradezu überrascht, dass die Gastronomie nicht noch stärker eingebrochen ist. Die überwiegend mittelständischen Betriebe in diesem Bereich zählen jedenfalls zu den großen Verlierern der Krise und haben einige Gründe, sich über das Corona-Management der Politik zu beklagen. Es wäre nun interessant, zu sehen, wie viel von den Umsatzrückgängen durch staatliche Hilfsmittel ausgeglichen werden konnte. Nicht akzeptabel hingegen ist es, wenn Angehörige anderer Branchen, die sogar von der Krise profitiert haben, uns erzählen wollen, „Corona trifft uns alle gleich“. Nein, Corona hat soziale Unterschiede noch mehr hervortreten lassen. Die Gastronomie wird zum Normalbetrieb zurückkehren, aber die Umsätze aufzuholen, die verloren gingen, wird nicht möglich sein. Wer, aus welchen Gründen auch immer, nicht genug Hilfe bekommen hat, der wird es schwer haben, in den nächsten Jahren.

Was wir sehen, wirkt gar nicht so dramatisch. In unserem Berliner Umfeld haben die meisten Restaurants die Krise offenbar und zumindest grundsätzlich überstanden und außerdem die Preise teilweise deutlich erhöht, aber es wird ein Kampf bleiben, diese weiter durchzusetzen, wenn der erste Nach-Corona-Ansturm vorbei ist. Immer mehr günstige Angebote gehen hingegen verloren, wo es sie zuvor noch gab. Wir hoffen nun erst einmal, dass es nicht durch die Virusvariante Delta oder was nach ihr kommen mag, einen erneuten Lockdown geben wird. Exemplarisch ist das Schicksal der Gastronomie nicht, aber da der Austausch zwischen Kund:innen und Gastronom:innen sehr öffentlich ist und man diese Branche im Stadtbild wahrnimmt wie kaum eine andere, bestimmt die Art, wie sie die Corona-Krise bewältigen muss, zu einem nicht geringen Anteil auch über das Wohlbefinden von uns allen in dieser Zeit.

TH

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