That’s Entertainment – das gibt’s nie wieder (That’s Entertainment, USA 1974) #Filmfest 551

Filmfest 551 Cinema

Was ich oben in knappen Worten beschrieben habe, ist nicht mehr und nicht weniger als eine kulminierte Begründung für mein Interesse am Medium Film, basierend auf meiner damaligen Faszination für Muscials. Da darf auch mal ein Ididioten-Apostroph sein, der ja nur der amerikanischen Schreibweise folgt. Schon, als „That’s Entertainment“ herauskam, war der Rückblick auf 50 Jahre Studiogeschichte eine Sicht auf ein abgeschlossenes Kapitel, das in den 1950ern endete. Die schönsten je gefilmten Musiknummern sind in diesem Werk enthalten, aber nur die ca. 90 Prozent davon, die bei MGM entstanden, anders als beim zehn Jahre später aufgelegten „That’s Dancing“, das u. a. unvergessliche Performances wie die von James Cagney in „Yankee Doodle Dandy“ enthält (Warner Bros.):

That’s Entertainment! ist ein amerikanischer Kompilationsfilm aus dem Jahr 1974,der von Metro-Goldwyn-Mayer anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Studios veröffentlicht wurde. Der Erfolg der Retrospektive veranlasste 1976 eine Fortsetzung, den dazugehörigen Film That’s Dancing! und eine dritte Folge im Jahr 1994 .

Der Film (…) richtete das Rampenlicht auf MGMs Vermächtnis von Musikfilmen aus den 1920er bis 1950er Jahren, wobei Dutzende von Nummern aus den Filmen des Studios ausgewählt wurden und mit Archivmaterial von Judy Garland , Eleanor Powell , Lena Horne , Esther Williams , Ann Miller , Kathryn Grayson , Howard Keel , Jeanette MacDonald , Cyd Charisse , June Allyson , Clark Gable ,Mario Lanza , William Warfield und vielen anderen ergänzt wurde.

Verschiedene Segmente wurden von einer Reihe legendärer Stars des Studios moderiert: Frank Sinatra , Gene Kelly , Fred Astaire , Peter Lawford , Debbie Reynolds , Bing Crosby , James Stewart , Elizabeth Taylor , Mickey Rooney , Donald O’Connor und Liza Minnelli [ 1] vertritt ihre Mutter Judy Garland .

Inzwischen sind fast weitere 50 Jahre vergangen und ich bin gespannt, ob es etwas zum Hundertjährigen des einst mächtigsten Filmstudios der Welt geben wird. Keiner der Stars aus der großen Ära ist noch am Leben, zu einer ähnlich hochkarätigen Moderation kann es nicht mehr kommen, denn nicht nur diese Menschen, die dem Publikum so viel Freude mit ihrem Können bereitet haben, sind Geschichte, sondern auch die Art der umfassenden Show-Ausbildung, die sie repräsentierten. Kein Kinostar ist heute noch in der Lage, auf hohem Niveau gleichzeitig zu spielen, zu singen und zu tanzen.

Nur wenige der damaligen Musicals gelten heute auch als große kinematografische Würfe, allen voran „Singin‘ in the Rain“ (1952), aber die Nummern aus diesen Filmen sind hinreißend choreografiert und ausgestattet, exzellent performt und ausgeleuchtet und zeigen die Pracht und das damalige Selbstverständnis von MGM als führende Unterhaltungsfabrik der Welt. „Beginning our next 50 Years“ stand im Vorspann des Films zu lesen. MGM hat in der Tat überlebt, aber der deutsche Zusatztitel ist mehr als berechtigt: Das, was in dieser Megashow gezeigt wird, gab es seitdem und wird es nie wieder geben.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv und folgende Infos: US-Wikipedia

Ausnahmsweise listen wir anstatt der Besetzung die verwendeten Filmsegmente, einige davon haben Legendenstatus erreicht und sie covern große Teile des American Songbook:

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