Es ist wieder da, vor allem in #Berlin #Neukölln #Neukoelln +Leitkommentar | #Frontpage #Corona Lage | #Lauterbachluegt #Covid19 #Inzidenz #DeltaVariante

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Wir haben lange nicht mehr über Corona geschrieben, weil wir fanden, der Lagebericht ist vor allem wichtig, wenn es nicht darum geht, Alarmismus in eher ruhigen Zeiten zu machen, sondern einer Beunruhigung Ausdruck zu verleihen, die objektiv angebracht ist.

Ich schaue mir selten Talks im Fernsehen an, ich lese lieber, weil ich dabei mehr Fakten pro Zeiteinheit aufnehmen kann. Aber dieses Mal war ich mehr oder weniger zufällig dabei, als Sandra Maischberger in ihrer Wochenshow Karl Lauterbach befragte. Da hat sie ihn ganz schön rangenommen und heute trendet #Lauterbachluegt. Das tut er nach meiner Ansicht nicht, aber er ist schon immer sehr schnell, wenn es darum geht, ein Worst-Case-Szenario zu verbreiten und muss sich vorhalten lassen, dass Übertreibung nicht unbedingt dabei hilft, die Menschen zum Beispiel zur Impfstation zu bringen. Vor allem, weil sich dieser Kassandra-Modus nach nunmehr 1,5 Jahren Corona abnutzt, nicht, weil Lauterbach überwiegend falsch liegen würde. Wie die meisten Politiker:innen der aktuell Macht ausübenden Generation hat er es nicht drauf, den Menschen auch eine positive Vision mitzugeben auf dem Weg durchs dunkle Tal. Das ist nicht die Aufgabe von Wissenschaftler:innen, wohl aber von Politiker:innen, selbst dann, wenn sie sich auch als Wissenschaftler:innen verstehen.

Die reale Lage ist allemal bedenklich genug und dabei können wir uns auf Fakten stützen. Auf Fakten, die uns besonders in Berlin bedenklich stimmen müssen. Der Bezirk Neukölln hat aktuell die höchste Inzidenz bundesweit, Kreuzberg-Friedrichshain folgt nur wenige Plätze dahinter, mit Spandau findet sich ein dritter Bezirk dieser Stadt in den Top-Ten, mein eigener Wohnbezirk liegt ebenfalls schon bei über 60 und hält immer noch einen besonders traurigen Rekord: In „TH-SB“ kam es zur höchsten Zahl an corona-bedingten Todesfällen von allen zwölf Bezirken der Stadt (gestriger Stand: 479). Das ist schlimm und ich denke an die Opfer und ihre Angehörigen. Berlin liegt im Durchschnitt seiner Bezirke doppelt so hoch wie die bundesweite Inzidenz von etwas über 30.

Und ich bin in einem Dilemma. Darüber mehr nach der aktuellen Grafik mit den höchsten Inzidenzwerten in Deutschland nach Bezirken. Berlin ganz vorne, das ist für die Dokumentation, für die Chronologie:

„Anfang Juli kehrte ich vollständig ins Präsenz-Office zurück, sehr spät, sehr zögerlich. Und ich schrieb meinem Vorgesetzten, damals hatten wir eine Inzidenz von etwa 10, dass ich bis 100 bereit bin, wieder zum Vor-Corona-Modus zurückzukehren. Innerhalb weniger Wochen haben wir nun die 100 fast erreicht, in einem Bezirk namens Neukölln gestern sogar überschritten. Wir alle am Arbeitsplatz sind zweimal geimpft, das ist mein Informationsstand, daher kann man vielleicht noch etwas zugeben. Aber was, wenn die Inzidenz weiter steigt? Ich habe mich immer restriktiv, solidarisch verhalten, habe Corona wirklich ernst genommen. Weil ich das bezüglich der Arbeit getan und vertreten habe, konnte ich auch nicht alle paar Tage zu Events rennen oder fahren und für den Wahlberliner darüber berichten. Das hätte Fragen aufgeworfen, auch das Verhältnis von Hobby und Beruf betreffend. Nun hat es sich ergeben, dass ich eine Terminarbeit fertigstellen muss, für die wir eine Deadline Ende September haben und für diesen Job habe ich zu Hause nicht die vollständige Infrastruktur. Die Sache muss im Büro in Wilmersdorf erledigt werden, zumindest teilweise. Umgezogen sind wir im vergangenen Jahr auch noch, sodass ich in den für meinen persönlichen Geschmack in diesen Zeiten zu vollen Öffentlichen fahren muss, um den nunmehr doppelt so langen Arbeitsweg zeitlich in Grenzen zu halten. Mit anderen Worten, ich bin in der Zwickmühle. Ich könnte den Auftrag notfalls abgeben, aber will ich das und kann ich es mir leisten? Welche Konsequenzen hätte es, wenn ich der erste wäre, der wieder ins Homeoffice will, während einige von uns sogar während des letzten Lockdowns eine Mindestbesetzung aufrechterhielten? Gewisse Kolleg:innen sind da cooler als ich, keine Frage. Und ich bin mir ganz sicher, die Inzidenz wird weiter steigen und auch in den beiden für mich im Moment am meisten relevanten Bezirken meinen selbst gesetzten Grenzwert von 100 bald übersteigen.“

Ja, ich werde zunehmend sauer auf die Ungeimpften, die einen erheblichen Anteil daran haben, dass es wieder so anzieht. Natürlich können sich mit Delta auch Geimpfte anstecken und ich kann es mir persönlich so zurechtlegen: Ich kann mehr Inzidenz riskieren, weil ich, falls ich mich anstecke, vermutlich keinen schweren Verlauf zu gewärtigen haben werde. Aber eigentlich will ich mich nicht anstecken und ich finde es nicht witzig, dass die Wahrscheinlichkeit wegen des Verhaltens anderer viel höher ist, als wenn alle sich wie vernünftige und am Gemeinwohl orientierte Menschen verhielten. Ich habe lange überlegt, bevor ich zum Thema „Wie wird mit Ungeimpften umgegangen“ etwas schreibe. Ich bin dagegen, dass Menschen mit Impfprämien angelockt werden. Falls das doch kommen wird: Ich hätte diese Prämie nachträglich auch gerne. Es kann nicht sein, dass diejenigen, die sich fair verhalten, in dieser Gesellschaft aber auch wirklich immer die Dummen sind und sich die vollmundigen Corona-Leugner und Impfgegner die Impfresistenz sozusagen abkaufen lassen.

Es wird, und das dürfte ohnehin bereits nicht so selten sein, dann auch zu der Konstellation kommen, dass Leutchen munter bei den Querdenker-Demos mitmarschieren, in sich jedoch haben impfen lassen, ohne dass die Kombattant:innen davon wissen. Es gibt in der Bevölkerung einen gewissen Prozentsatz an falschen Fuffzigern, das wird so lange so bleiben, wie Tricksen, Täuschen und andere aufs Kreuz legen, gierig und knallhart egoistisch sein gegenüber positiven Eigenschaften systematisch privilegiert werden.

Aber wie steht es mit Einschränkungen für Impfverweigerer? Mit den kostenlosen Tests soll demnächst Ende sein, heißt es. Die Maskenpflicht wird nicht fallen, auch nicht für Geimpfte. In Berlin zumindest nicht, angesichts der neuesten Zahlen, da bin ich mir relativ sicher. Es wäre in Betrachtung der oben angesprochenen Werte auch unverantwortlich. Aber was haben wir als Geimpfte nun davon, wenn das schon so ist und wir es akzeptieren, dass wir mitgemacht haben? Ja, dass wir auch ein gewisses Risiko eingegangen sind, denn die mRNA-Impfstoffe sind nun einmal etwas Neuartiges und die Erfahrungswerte waren gering, als ich meinen ersten Impftermin hatte. Langzeitfolgen könnten immer noch eintreten. Aber die meisten von uns waren der Meinung, wir müssen etwas tun, um die Pandemie zu besiegen, und das ist nicht naiv und schlafschafmäßig. Krude ist es hingegen, zu unterstellen, dies alles sei eine Inszenierung. Okay, wir reden in ein paar Jahren noch einmal darüber, aber im Moment ist es so, dass schon vor Corona kränkliche Weltwirtschaft nur noch mit massiven Stützungsmaßnahmen funktioniert, dass selbst bei anziehender Inflation sich keine Notenbank traut, die Zinsen endlich anzuheben und weiterhin eine unglaubliche Kapitalflut in die Welt kippt, weil man das Platzen verschiedener Blasen fürchtet. Die Armen werden dadurch rasant ärmer. Dieses Platzen der Aktien-, Kryptowährungs- und Immobilienblase würde aber auch die Reichen und ihre politischen Handlanger:innen treffen, denen im verschwörungstheoretischen Sinne ebenjene Corona-Inszenierung zugetraut wird.

Man kann auf dieser Schiene immer weiterdenken, die Pharmaindustrie, diejenigen, welche die Welt ohnehin für überbevölkert halten etc. in den Blick nehmen, aber was hilft es? Es ist durchaus vernünftig, darauf zu vertrauen, dass immer noch gewisse Grenzen gibt, die von Seiten der Politik nicht überschritten werden. Wenn wir diese Einstellung bewahren, können wir auch besser gegen die vielen tatsächlichen Missstände ankämpfen. Sonst müssten wir resignieren, weil wir nicht David wären, der gegen Goliath kämpft, sondern Fliegen, die nur in diesem Tag leben und sich mit dem Kapitalisten-Staubsauger einfangen lassen. Sollte sich eines Tages herausstellen, dass alles anders war, dann bin ich der Letzte, der nicht zugeben würde, dass er sich geirrt hat. An eine negative Variante des „Great Reset“ glaube ich erst, wenn es seriöse Hinweise dafür gibt. Es ist immer schwierig, derlei absurd zu finden, wenn man sieht, wie sich die letzten Krisen zulasten der ohnehin Schwächeren ausgewirkt haben und die Reichen immer reicher werden, aber dagegen muss die Zivilgesellschaft angehen und sich nicht daran aufreiben, ob Corona real ist oder nicht. Letzteres darf man langsam als erwiesen ansehen, auch wenn man noch so sehr quer anstatt geradeaus denkt.

Ich finde nun, diejenigen, die es mit Engagement für gute Zwecke und für die Zukunft und mit logisch denken versuchen, sollten belohnt werden, indem ihnen in der Tat die eine oder andere Erleichterung gegenüber denjenigen zugesprochen wird, die weiterhin auf Kosten anderer ihr egozentrisches Ding machen wollen. Warum soll es nicht so sein, dass wir mit einem Impfass in Restaurants dürfen und ansonsten nur Getestete das dürfen, die aber nun endlich für die Tests auch bezahlen dürfen? Das Gleiche gilt für Kulturveranstaltungen. Es kann nicht sein, dass weite Teile der städtischen Infrastruktur brachliegen müssen, weil wir alle gleichermaßen davon ferngehalten werden; die Mehrheit, obwohl sie alles tut, um sich an der Bewältigung der Pandemie zu beteiligen. Nein, Freiheit ist nicht umsonst. Freiheit muss man sich manchmal auch verdienen. Man muss für sie einstehen, anstatt sie bloß auszunutzen für persönliche Zwecke und schlimmstenfalls auch noch zur Propagierung einer Art von angemaßtem Heldentum, das mir besonders dann Brechreiz verursacht, wenn Imfgegner:innen mit Judensternen etc. herumlaufen und damit Holocaust-Opfer und deren Angehörige beleidigen. Jeder darf seine Meinung haben, aber nicht jedes Reden oder Handeln, das daraus resultiert, kann ohne im rechtsstaatlichen Sinne ausgefasste Konsequenzen bleiben. Das gilt für solche Status-Okkupationen, es gilt auch für das, was geht, wenn man selbst alles getan hat, damit so viel Krisenbewältigung wie möglich stattfinden kann.

Wer zum Beispiel der Ansicht ist, er habe das persönliche Recht, immer doppelt so schnell Auto zu fahren wie erlaubt, der muss irgendwann mit Führerscheinentzug bestraft werden. Das ist der Staat denen schuldig, die sich an die Regeln halten und seiner Schutzpflicht gegenüber der Allgemeinheit. Es passiert auch auf dem Gebiet zu selten, dass durchgegriffen wird, daher kann ich verstehen, dass sich die Ansicht eingeschlichen hat, dass Freiheit immer das ist, was jemand selbst für sich als Freiheit definiert. Dies ist aber grundfalsch, denn die eigene, individuelle Freiheit begrenzt sich an der Freiheit der anderen. Nur so ist ein gesellschaftliches Miteinander möglich. Das wurde in den letzten Jahrzehnten zu häufig vernachlässigt und die Auswirkungen der neoliberalen Egomanie zeigen sich jetzt auch bei den Querdenker:innen-Demos. Würde jeder für sich die maximale Freiheit beanspruchen, gäbe es keine Freiheit, schon gar nicht in eng besiedelten Räumen wie Europa. Gäbe es keine Regeln, gäbe es keinen Schutz der Schwächeren oder von Minderheiten und keine Zivilisation. Wollen wir das oder wollen wir den endlos nervenden Querdenker:innen zeigen, dass auch sie Grenzen unterworfen sind, genau wie wir alle? Jede Aktion kann eine Reaktion zeitigen, das ist normal. Nicht normal ist, dass wir alle darunter leiden, dass einige in die falsche Richtung treiben. Wollen wir, dass die Welt nachhaltiger wird und fairer? Dass man mehr auf andere schaut und nicht nur auf das eigene, manchmal wenig erfreuliche Mindset? Dass man lernt, anstatt alle für blöd zu halten, welche auch in Corona-Zeiten die Contenance wahren und sie dafür auch noch beschimpfen? Sogar tätlich angreifen? Es ist nicht zu fassen, dass in den Flutgebieten sogar Helfer:innen von Subjekten aus dem Querdenker-Milieu angegriffen wurden, der Irrsinn beginnt offenbar schon, sich thematisch zu verselbstständigen, auch diese Entwicklung ist ja nicht neu, so etwas passiert, wenn man es einfach laufen lässt und damit suggeriert, dass diese Menschen sich im Recht fühlen dürfen. Wie lange wollen wir dahingehend noch tolerant sein?

Sie haben sicher mitbekommen, dass die FDP im laufenden Bundestagswahlkampf „Aus Liebe zur Freiheit“ plakatiert und dass Plakate dieser Art mit „Aus Liebe zum Geld“ übersprüht wurden. So ist es leider, der oder die Sprayer:innen liegen richtig, nicht die FDP. Aus Liebe zum Mammon. Aus Liebe zu den Stärkeren, die Schwächere gnadenlos marginalisieren dürfen, zugunsten der Konzerne, damit sie uns möglichst gut und ohne Corona-Ausfallzeiten verwerten dürfen. Und die Corona-Gegner:innen sind leider genau das, was sie anderen vorwerfen: Schlafschafe, die nicht merken, wem ihr Freidrehen tatsächlich nützt, nämlich den Propagandisten einer einseitig an Kapitalinteressen orientierten Freiheit. Unter diesen echten Schlafschafen sind kurioserweise auch einige, die sich selbst für links halten.

Meine Einstellung ist solidarisch, dies umfasst auch: Keine Toleranz den Intoleranten gegenüber, sonst werden wir alle zusammen die Freiheit verlieren, das Maß an Freiheit, das wir immer noch haben und das, was wir uns zurückerobern und neu erobern wollen, wenn es um partizipative Wirtschaftsmodelle der Zukunft geht, die ein hohes Maß an ethischer Bildung erfordern. Dieses Ende der Toleranz gilt übrigens nicht nur für Querdenker:innen, Corona-Leugner:innen, Nazis, sondern für alle, die anderen ihre Ansichten und ihre Lebensweise aufoktroyieren wollen und mit ihren Ansichten und erst Recht mit deren Durchsetzung fundamentale freiheitlich-demokratische Prinzipien verletzen. Das gilt für die wuchernde OK und das gilt für einen aus dem Ruder laufenden Kapitalismus, mit dem sich immer weniger Menschen immer superreicher machen, weil es keine globalen Regeln der wirtschaftlichen Vernunft und des Ausgleichs mehr gibt, das gilt für Fanatismus jeder Art, der sich gegen Andersdenkende richtet, sofern die Andersdenkenden keine Nazis sind.

Dies alles kann man nur kohärent und auf Gerechtigkeitsaspekten basierend ablehnen oder gar bekämpfen, wenn man all Erscheinungsformen mangelnder Solidarität daran bemisst, was sie für unseren Zusammenhalt und unsere Zukunftsfähigkeit als Spezies bedeuten. Manche davon müssen dringend durch Regeln und vor allem durch deren Durchsetzung eingedämmt werden, bei anderen kann man es vielleicht noch im Guten versuchen und mit Überzeugungsarbeit. Je nachdem, wie groß der Schaden für die Allgemeinheit und für einzelne unter diesen Phänomenen Leidende ist, der aktuell angerichtet wird, wo die Prioritäten liegen sollen. Niemand kann alles auf einmal regeln, was jahrzehntelang von der Politik versäumt wurde. Corona ist aber nun einmal eine dringende Angelegenheit und wir sollten versuchen, die Opferzahlen nun wirklich so gering wie möglich zu halten. Zum Glück gibt es relativ wenige Menschen, denen Klimaschutz am Herzen liegt und die gleichzeitig Corona-Leugner:innen sind, sonst hätten wir hier noch einen weiteren Graben und eine weitere Abspaltung zu besprechen.

Wir brauchen eine höhere Impfquote. Wenn es keinen Zwang gibt, dann muss es zumindest Unterschiede in der Spitze geben, was die Freiheitsrechte angeht. Im Grunde geht es nur ein paar kleine Belohnungen für diejenigen, die vorangehen in Sachen Schutz und Sicherheit, selbst wenn sich diese Belohnung nicht in Geldprämien, sondern nur durch bestimmte Erleichterungen im Alltag ausdrückt. Wir wollen ja an der Krise nichts verdienen, uns nicht bereichern, wir sind nicht solche Typen, nicht solche CDU-Politiker:innen, nicht solche Plattformökonomie-Ausbeuter:innen, hätte ich beinahe geschrieben. Aber wir wollen, dass irgendwann einmal unsere konsequent am Schutz aller, auch der eigenen Person und damit der Erhaltung von deren Einsatzfähigkeit im Sinne eines Systems, das uns nicht gerade gerecht vorkommt orientierte Haltung wenigstens auf dieser niederschwelligen Ebene anerkannt wird. Wir werden am 26. September auch danach wählen, wer aus populistischen Gründen versucht, uns dieses Recht auf Schutz und Anerkennung zu verweigern, wie zum Beispiel (wer staunt?) CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet es versucht. Nun ja, welcher zivilgesellschaftlich elaborierte Mensch wählt schon diese Partei des Versagens, das Lachens über die Krisen der anderen und des, im Unterschied zur FDP, hinter wohlfeiler, inhaltsleerer Rhetorik versteckten Klassismus?

Sie wissen also, falls Sie noch nicht dabei waren, was Sie zu tun haben, während wir schon übers Auffrischen nachdenken: Gehen Sie bitte zur ersten Impfung und dann schön zur zweiten. Geben Sie sich einen Ruck, seien Sie Mensch und nicht Schwurbler oder AfD-nah bezüglich ihrer Ansichten. Gehen Sie nicht mit diesen Typen gemeinsam auf Demos, seien Sie nicht blind für das, womit Sie sich gemein machen, gehen Sie nicht über Los, nicht ins Gefängnis der eigenen Begrenztheit, sondern direkt zum nächsten Impfzentrum. Zeigen Sie echten Mut und echten Gemeinsinn! Verbergen Sie Feigheit nicht hinter blödsinnigen Spins, sondern beenden Sie diesen Zustand, mit dem Sie offenbar selbst nicht zufrieden sind, sonst wären Sie ja nicht so aggressiv in den sozialen Netzwerken und auf der Straße unterwegs. Sie und wir alle werden uns danach besser fühlen, denn wenn es alle hinter sich haben und merken, dass sie trotzdem weiterleben und die Ansteckungsgefahr endlich dauerhaft sinkt, müssen wir auch keine Corona-Lageberichte mehr schreiben, von denen Sie vielleicht genervt sind.

TH

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