Cotton Club (USA 1984) #Filmfest 618

Filmfest 618 Cinema

Cotton Club ist ein US-amerikanischer Gangster– und Musikfilm des Regisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1984. Schauplatz ist der Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem während der US-amerikanischen Prohibition.

„Cotton Club“ war ein kommerzieller Misserfolg. Angeschaut hatte ich ihn erstmals im Rahmen eines ersten Re-Release vier Jahre nach dem eigentlichen Kinostart und die lange Verpixelung resultiert daraus, dass ich ihh mit mehreren Personen zusammnen im Kino genossen habe, die am Beginn einem wichtigen neuen Abschnitt meines Lebens eine Rolle spielten. Geprägt ist meine heutige Sicht auf den Film aber von einer späteren Fernsehausstrahlung, zu der es eine längere Rezension geben wird (als Filmfest 618.1). Die IMDb-Nutzer:innen vergeben gegenwärtig für den Film nur durchschnittlich 6,5/10. Das halte ich für zu wenig und beziehe mich dabei nicht auf die besondere Situation Ende 1988, sondern auf die Alleinsichtung im Fernsehen. Dummerweise wird F. F. Coppola immer an „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ gemessen, aber einzig bei Letzterem kann ich das weitgehend nachvollziehen, während ich „Der Pate“ und „Der Pate II“, die auf den Plätzen 2 u nd 3 der aktuellen IMDb Top 250 stehen, nicht so sehr technisch, aber bezüglich des Gesamtkonzepts für (leicht) überbewertet halte. Dabei spielt die Tendenz, die Mafia zu glorifizieren, eine Rolle. Eine solche Romantisierung des Gangstertums an sich zeigt „Cotton Club“ z. B. weitaus weniger, obwohl er als Musikfilm-Gangsterfilm eine gewagte Kombination ist, zumindest für die 1980er und ein wenig an Werke aus der klassischen Hollywood-Ära wie „The Roaring Twenties“ (1939) erinnert, der ebenfalls schon einen Blick zurück wirft. Außerdem ist der Cotton Club historisch, in ihm sind Größen wie Duke Ellington und Cab Calloway aufgetreten.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch William Kennedy
Francis Ford Coppola
Produktion Robert Evans
Dyson Lovell
Silvio Tabet
Musik John Barry
Kamera Stephen Goldblatt
Schnitt Barry Malkin
Robert Q. Lovett
Besetzung

 

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