Falsches Spiel mit Roger Rabbit (Who Framed Roger Rabbit, USA 1988) #Filmfest 647

Filmfest 647 Cinema

Falsches Spiel mit Roger Rabbit (Originaltitel: Who Framed Roger Rabbit auf deutsch: Wer hat Roger Rabbit etwas angehängt) ist ein Mischfilm des Regisseurs Robert Zemeckis aus dem Jahr 1988.

Für den Zeichentrickbereich wurde mit Richard Williams ein zweiter Regisseur engagiert und für Tricks und Effekte verließ man sich auf Industrial Light and Magic, die renommierte Spezialeffekt-Firma von George Lucas. Das Ergebnis markiert den wahrscheinlich bis heute gültigen Höhepunkt der Filmindustrie vor dem beginnenden Computerzeitalter, denn Roger Rabbit kommt tatsächlich ohne Computeranimationen aus. 

Das Interessante an diesem Film ist auch, dass Toons (abgeleitet von Cartoon) von mehreren Zeichentrickstudios vorkommen, so zum Beispiel Betty Boop (von Max Fleischer), Donald Duck (Disney) und Daffy Duck (Warner Bros.). Warner Bros. erkannte das Potenzial des Films frühzeitig und gewährte gegen eine feste Lizenzgebühr uneingeschränkten Zugriff auf ihre Trickcharaktere, mit der einzigen Auflage, Bugs Bunny und Micky Maus müsse gleich viel Zeit bei ihren Auftritten eingeräumt werden. Die Lizenzinhaber Terrytoons, Fleischer Studios und Walter Lantz Productions dagegen gewährten nur die Nutzung einiger ihrer Figuren gegen eine Lizenzgebühr pro Charakter.

Der Aufkauf der Straßenbahn und der versuchte Kauf der Toonstadt durch Cloverleaf lehnt sich an den Großen Amerikanischen Straßenbahnskandal der 1930er bis 1960er Jahre an, bei dem verschiedene große Autofirmen Straßenbahngesellschaften aufkauften und stilllegten, um den Autoabsatz zu fördern.

Der Film stammt von Robert Zemeckis, dem vielleicht talentiertesten Protegé von Steven Spielberg, der drei Jahre zuvor mit „Zurück in die Zukunft“ einen der bekanntesten Blockbuster der 1980er inszeniert hatte und war mit ca. 70 Millionen Dollar Produktionskosten eines der teuersten Werke der 1980er. Heute erhält „Roger Rabbit“ eine Durchschnittswertung von sehr guten 7,7/10 seitens der IMDb-Nutzer:innen, ohne je in den Top 250 enthalten gewesen zu sein. Ich habe ihn vor fünf Jahren noch einmal angeschaut, es wird also zu einer 647.1-Erweiterung dieser Rezension kommen. Spoiler: Bei 9/10 wird es nicht bleiben, aber die Wertung wird über dem aktuellen Stand in der IMDb liegen.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Robert Zemeckis
Drehbuch Jeffrey Price
Peter S. Seaman
Gary K. Wolf
Produktion Frank Marshall
Robert Watts
Musik Alan Silvestri
Kamera Dean Cundey
Schnitt Arthur Schmidt
Besetzung

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