Die Corona-Impfpflicht: Unsere Stellungnahme (Spin-off aus dem Corona-Report) | Frontpage | Corona Meinung | Impfpflicht

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Grundsätzliche Darstellung unserer Ansicht zum Impfen in den Zeiten von Omikron (Stand 14.01.2022). Diese Darstellung übernehmen wir aus dem „Corona-Report“ unverändert und gliedern Sie in einen eigenen Artikel aus. Wir aktualisieren diese Darstellung, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.

Wir haben vor einigen Tagen ein wenig Ordnung geschaffen. Die Kakophonie verschiedener Stimmen zum Thema Impfen wird immer unerträglicher und deshalb halten wir zu Beginn fest: Wie immer man zu einer Impfpflicht stehen mag, es gibt zwei Hauptlinien der aktuellen Argumentation, die wir darstellen und an denen wir uns orientieren:

  • Impfen, speziell Boostern, hilft generell auch gegen die Ansteckung mit Omikron. Dann ergibt eine Impfpflicht auf jeden Fall Sinn.
  • Impfen, speziell Boostern mit noch nicht für Omikron entwickelten Impfstoffen, hilft nicht oder in nur sehr geringem Maße gegen die Ansteckung, wohl aber gegen schwere Verläufe. Dann ergibt eine Impfpflicht auf einer ersten Ebene weniger Sinn, auf einer weiteren muss man sagen: „Es kommt darauf an.“
  • Variante 1.) bedeutet, dass Impfen, wie in den Wellen 2 bis 4, nicht nur Selbstschutz, sondern auch Fremdschutz bedeutet, also einen Akt der Solidarität darstellt bzw. der Nicht-Solidarität, wenn man das Impfen verweigert, und bei fortgesetztem Mangel an Solidarität zu großer Bevölkerungsanteile muss eine Regel kommen, welche die Schäden dieses Mangels eingrenzt. Wie eigentlich überall, wenn das gesellschaftliche Zusammenleben funktionieren soll. Unter diesen Umständen wäre eine Impfpflicht u. E. verfassungsrechtlich unbedenklich. Allerding ist derzeit nicht gesichert, dass Variante 1.) zutrifft und die hohen Omikron-Infektionszahlen in Bundesländern, in noch stärkerem Maße diejenigen von Ländern außerhalb Deutschlands mit hohen Impfquoten sprechen dagegen.
  • Variante 2.) hingegen betrifft auf der ersten Ebene den Selbstschutz: Welche Folgen will ich riskieren, falls ich mich anstecke? Das ist mir selbst überlassen, wie bei allen anderen Aspekten, welche die persönliche Lebensführung betreffen. Das gilt insbesondere beim Umgang mit der eigenen Gesundheit. Deswegen kann man, wenn man nur den Selbstschutz im Blick hat, sehr wohl argumentieren, ich stecke mich lieber an, als mich mit diesem mRNA-Zeugs abfüllen zu lassen. Ob diese Abwägung objektivierbar ist, spielt dabei keine Rolle.
  • Es gibt aber einen weiteren Aspekt: Die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-Patient:innen. Wir haben in unserer Darstellung vom 14.01. gesehen, dass in Berlin die Ungeimpften weitaus häufiger symptomatisch erkranken und auch deren Hospitalisierungsquote dürfte höher liegen.
  • Spätestens dann, wenn Geimpfte und Patient:innen, die nicht wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten, darunter leiden, dass zu viele Ungeimpfte eingeliefert werden, die zu viele Betten belegen, dann tritt nach unserer Ansicht wieder dieselbe Maßgabe wie in Variante 1.) in Kraft: Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist höher zu bewerten als die individuelle Entscheidung, sich nicht impfen lassen zu wollen. Es geht exakt darum, wie Menschen, die diese Entscheidung nicht getroffen haben, beeinflusst und dadurch benachteiligt werden, bis hin zum nicht selbst verschuldeten Tod; z. B., falls eine Operation verschoben werden musste, weil zu viele ungeimpfte Covid-Patient:innen die Kapazitäten binden. Deswegen ist die korrekte Erfassung des Impfstatus von aufgrund Covid-19-Infektion Hospitalisierten für weitere politische, rechtssichere Entscheidungen u. E. sehr wichtig.

TH

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