Briefing, Economy, Wirtschaft, Erdöl, Erdölförderung, G7, Evian2026, USA, Saudi-Arabien, Saudi Arabai, Russland, Russia, Iran, Irak, China, Kanada, Canada, Oil, Mineral Oil, Oil Production, Drill Baby, Fracking, Nachhaltigkeit, Sustainability, Renewables, Erneuerbare Energien, Strait of Hormuz, Straße von Hormus, USA-Iran-Krieg, IranWar
Gestern hatten wir im Rahmen unserer G7-Berichterstattung auch das USA-Iran-Abkommen kurz angerissen, dass den Markt für Erdöl wieder normalisieren soll. Heute schauen wir auf die weltweite Erdölförderung – und sehen dabei die eine oder andere Überraschung, die uns zur Weiterrecherche angeregt hat, denn wir sind ja ein Mehrwert-Medium.
Grundlage der Darstellung ist diese aktuelle Statista-Grafik:
Infografik: Welche Länder fördern am meisten Erdöl? | Statista

Begleittext
Die USA dominieren die weltweite Ölförderung deutlich. Mit 902 Millionen Tonnen im Jahr 2024 vereinen sie rund ein Fünftel der globalen Produktion auf sich. Damit fördern die Vereinigten Staaten fast doppelt so viel Öl wie Russland mit 516 Millionen Tonnen und 11,3 Prozent Anteil sowie Saudi-Arabien mit 510 Millionen Tonnen und 11,2 Prozent Anteil. Das zeigt die Statista-Grafik mit Daten des Londoner Energy Institutes. Diese Dominanz einzelner Staaten hat erhebliche Bedeutung für die globalen Energiemärkte. Politische Entscheidungen oder Produktionsänderungen in diesen Ländern könnten das Angebot spürbar beeinflussen und damit auch die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt prägen.
Hinter dem Spitzentrio folgt bereits mit deutlichem Abstand Kanada mit 290 Millionen Tonnen, was 6,4 Prozent entspricht. Auch Länder wie Iran, Irak und China bewegen sich mit Anteilen zwischen 4,7 und 5,1 Prozent auf einem ähnlichen Niveau, bleiben jedoch klar hinter den führenden Produzenten zurück. Die Struktur des Marktes zeigt damit eine starke Konzentration auf wenige große Förderländer.
In Deutschland spielt die Erdölförderung dagegen nur noch eine marginale Rolle. Mit 1,6 Millionen Tonnen liegt der Anteil bei unter 0,05 Prozent der weltweiten Produktion. Gefördert wird vor allem noch in Niedersachsen sowie in geringem Umfang in Schleswig-Holstein. Der Beitrag zur eigenen Versorgung ist entsprechend gering: Nur ein sehr kleiner Teil des deutschen Ölbedarfs wird durch heimische Förderung gedeckt, der überwiegende Anteil muss importiert werden. Diese Abhängigkeit könnte die Anfälligkeit gegenüber Preisschwankungen und geopolitischen Entwicklungen weiter erhöhen.
Vor diesem Hintergrund wird in Deutschland immer wieder über den Einsatz von Fracking diskutiert. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, die heimische Förderung zu steigern und die Importabhängigkeit zu verringern. Kritiker verweisen hingegen auf Umwelt- und Klimarisiken, insbesondere für Grundwasser und Landschaft. Eine Lockerung der Regeln könnte die Fördermengen erhöhen, würde jedoch voraussichtlich weiterhin nur einen begrenzten Beitrag zur Versorgung leisten.
Zwischenkommentar
Wir gehen jetzt nicht auf die absurde Idee ein, durch Fracking die Ökologie Deutschlands noch mehr zu ruinieren, ohne dass dabei ein nennenswerter Anstieg der Fördermengen zustande kommen kann. Aber hätten Sie gedacht, dass die USA die weltweite Ölförderung so deutlich anführen? Wir nicht. Wir sind nämlich vor dem Fracking-Zeitalter aufgewachsen und in den Zeiten des arabischen Öl-Booms, der dann auch zwei Ölkrisen ausgelöst hat, weil die arabischen Staaten endlich vernünftige Preise für ihr Öl erzielen wollten (1973 und 1979). Seitdem kennt jeder den Begriff OPEC, die Abkürzung für die Vereinigung der erdölfördernden Staaten – der allerdings nicht alle großen Förderländer angehören. Hierzu unsere erste Zusatzrecherche. Wer ist OPEC und wer nicht und wie viel Anteil an der Weltförderung haben heute noch die OPEC-Länder, wenn die USA, die nicht zu dieser Gemeinschaft gehören, allein ein Fünftel der weltweiten Förderung verantworten?
Recherche 1
Heute gehören zwölf Länder der OPEC an, und gemeinsam fördern sie etwas mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Erdöls; damit liegen sie klar hinter der US‑Dominanz, bleiben aber ein entscheidender Block am Ölmarkt.[1][2]
Aktuelle OPEC-Mitglieder
Laut aktuellen Angaben (u. a. Auswärtiges Amt, Statista) umfasst die OPEC derzeit folgende zwölf Staaten:[2][3][1]
• Saudi-Arabien
• Irak
• Iran
• Kuwait
• Vereinigte Arabische Emirate
• Algerien
• Libyen
• Nigeria
• Äquatorialguinea
• Gabun
• Republik Kongo
• Venezuela
Diese Zusammensetzung deckt sich mit aktuellen OPEC/OPEC-plus-Übersichten, wobei etwa Länder wie Russland zwar in OPEC‑Plus kooperieren, aber kein OPEC-Mitglied sind.[4][2]
Anteil der OPEC an der Weltförderung
Die Statista-Begleittexte und weitere Quellen beziffern den OPEC-Anteil aktuell auf „etwas mehr als ein Drittel“ der globalen Erdölfördermenge, also grob etwas über 33 Prozent. Andere Analysen und Lehrtexte sprechen ebenfalls von rund 40 Prozent Marktanteil, sodass sich seriös ein Korridor von etwa einem guten Drittel bis knapp 40 Prozent der Weltförderung angeben lässt.[5][6][7][8][2]
Die Statista-Grafik zeigt für 2024, dass die USA allein rund ein Fünftel (ca. 20 Prozent) der globalen Förderung stellen (902 Mio. Tonnen), während Russland und Saudi-Arabien jeweils gut 11 Prozent beitragen. Damit wird klar, dass der größte Einzelproduzent außerhalb der OPEC sitzt, die OPEC aber als Gruppe weiterhin eine gebündelte Fördermacht ist.[1][2]
Einordnung der OPEC-Rolle im Lichte der Grafik
Die Grafik macht deutlich, wie stark die Ölförderung heute auf wenige große Produzenten konzentriert ist: USA, Russland und Saudi-Arabien stehen an der Spitze, danach folgen Kanada sowie Iran, Irak und China mit jeweils rund 5 Prozent Anteil. Für Ihre Leser ist spannend, dass nur ein Teil dieser Spitzengruppe OPEC-Mitglied ist (Saudi-Arabien, Iran, Irak), während der wichtigste Produzent – die USA – und Russland außerhalb des Kartells stehen und damit die OPEC-Marktsteuerung begrenzen.[2][1]
OPEC ist weiterhin ein machtvoller Block mit etwas mehr als einem Drittel der Weltförderung und einem Großteil der Reserven, aber sie dominiert den Markt nicht mehr allein, weil Nicht-OPEC-Staaten, insbesondere die USA, die globale Förderlandschaft deutlich verschoben haben. Gerade für ein deutsches Publikum lässt sich daran gut erläutern, warum Ölpreise heute nicht nur von OPEC-Entscheidungen, sondern ebenso von US-Förderpolitik, Russland-Sanktionen und der Nachfrageentwicklung in China abhängen.[9][5][1][2]
Zwischenkommentar 2
Noch vor wenigen Jahren galt, dass zum Beispiel die USA nicht so viele Reserven haben, dass es klug ist, dermaßen viel Öl zu produzieren, wie wir das mittlerweile sehen – und 2024 war noch kein Jahr des „Drill, Baby, drill“-Präsidenten Donald Trump, sondern das letzte der Biden-Regierung, die versucht hat, die Energie-Transformation anzuschieben. Wir dürfen also davon ausgehen, dass die USA bald mehr als eine Milliarde Tonnen Erdöl pro Jahr fördern werden. Auch China auf Platz 7 ist übrigens erstaunlich, während potenzielle Giganten wie Venezuela unter den Top 7 nicht (mehr) auftauchen. Das führt uns unweigerlich zu der Frage: Wie sieht es mit den Erdölreserven aus? Fördern die USA, als ob es kein Morgen gäbe, oder hat sich durch den Einsatz der Fracking-Technik die Bewertung der Reserven der großen Ölförderländer stark verschoben?
Recherche 2
Ohne Fracking stehen in der klassischen Top‑10 fast ausschließlich OPEC‑ und andere „Öl‑Staaten“ an der Spitze; mit der Einbeziehung unkonventioneller, per Fracking erschließbarer Vorkommen rücken vor allem die USA deutlich weiter nach oben, und auch Kanada gewinnt stark an Bedeutung.[1][2][3][4]
Top 10 – konventionelle Erdölreserven (ohne Fracking)
Grundlage sind übereinstimmende Rangfolgen aus BP/OPEC‑Daten, die z. B. von Capital, IG und Statista ausgewertet werden. Die absoluten Werte schwanken je nach Jahr leicht, die Reihenfolge aber ist sehr stabil.[5][6][7][2][3][4]
Typische Top‑10 (nachgewiesene, überwiegend konventionelle Reserven, gerundet, Stand etwa 2024/25):[7][8][3][5]
- Venezuela – ca. 300 Mrd. Barrel (größte Reserven weltweit, hoher Anteil schwer förderbarer Öle)[8][3][5]
- Saudi-Arabien – ca. 260–270 Mrd. Barrel[3][5][8]
- Kanada – ca. 160–170 Mrd. Barrel (vor allem Ölsande)[2][4]
- Iran – ca. 155–160 Mrd. Barrel[8][2][3]
- Irak – ca. 145–150 Mrd. Barrel[5][2][3]
- Russland – ca. 105–110 Mrd. Barrel[6][2][5]
- Kuwait – ca. 100–102 Mrd. Barrel[2][5][8]
- Vereinigte Arabische Emirate – ca. 97–100 Mrd. Barrel[5][8][2]
- USA – ca. 65–70 Mrd. Barrel (konventionell + bereits klassifizierte Reserven)[4][7][5]
- Libyen – ca. 48 Mrd. Barrel[8][2][5]
Diese Liste zeigt das „klassische“ Bild: Die USA tauchen zwar in den Top‑10 auf, liegen aber deutlich hinter den großen OPEC‑Staaten zurück. Genau dieses Bild prägte lange die Wahrnehmung, dass die USA zwar viel fördern, aber vergleichsweise wenig Reserven haben.[6][4][5]
Zusätzliche Reserven durch Fracking
Fracking erschließt vor allem unkonventionelle Vorkommen in dichten Gesteinen (Schieferöl), die in den klassischen Statistiken teils gar nicht oder nur teilweise als „nachgewiesene Reserven“ geführt werden. Die wichtigsten Gewinner dieser Technik sind die USA, Kanada und in etwas geringerem Maße auch andere Länder mit großen Schieferöl‑Vorkommen.[9][10][1][4]
- Laut ADAC/BP haben sich die nachgewiesenen Ölreserven seit 1960 nahezu verfünffacht – ein großer Teil dieser Zunahme geht auf technische Fortschritte wie Fracking zurück.[1]
- Für die USA zeigen Capital/ BP‑Zahlen: Die bekannten Reserven stiegen in etwa 20 Jahren von rund 30 auf knapp 70 Mrd. Barrel – „auch dank des umstrittenen Frackings“.[7][6]
- Zusätzlich gibt es große technisch förderbare Ressourcen, die noch nicht überall als wirtschaftliche Reserven klassifiziert sind; neue USGS‑Schätzungen heben die potenziellen Öl‑ und Gasvolumina in den USA weiter an.[9][1]
Eine global einheitliche „Top‑10‑Liste inklusive aller Fracking‑Ressourcen“ existiert nicht, weil sich die Schätzungen je nach Annahmen zu Preis und Technik stark unterscheiden. Qualitativ lässt sich aber sagen:[4][1]
- Die Reihenfolge an der Spitze (Venezuela, Saudi-Arabien, Kanada, Iran, Irak) bleibt auch unter Fracking‑Einbeziehung erhalten, weil diese Länder ohnehin riesige konventionelle Reserven haben.[3][2][4]
- Die USA rücken im Rang deutlich näher an Kanada und Russland heran und können in manchen Projektionen bei großzügiger Ressourceneinbeziehung sogar in die Top‑3 vorrücken.[7][9][5]
- In der Wahrnehmung verschiebt sich das Bild: Die USA gelten nicht mehr als Land, das bald „leerläuft“, sondern als Staat mit sehr großen, politisch und ökologisch umstrittenen zusätzlichen Potenzialen.[10][1][9]
Für Ihre Leser lässt sich gut gegenüberstellen: „klassische“ Reserven nach OPEC/BP‑Definition versus ein Szenario, in dem zusätzlich technisch per Fracking erschließbare Ressourcen berücksichtigt werden. Im ersten Bild dominieren OPEC‑Staaten klar, im zweiten Bild tritt die USA als Rohstoffmacht mit enormen, aber teuren und umweltschädlich erschließbaren Vorkommen hervor – ein wichtiger Baustein, um die heutige US‑Rolle als größter Produzent zu erklären.[10][1][2][4][5]
Für Ihren Artikel wäre die nächste Frage: Wollen Sie sich bei „mit Fracking“ auf ein konkretes Szenario (z. B. bestimmte USGS‑Schätzung für die USA) stützen oder eher qualitativ zeigen, wie stark die Rangfolge durch unkonventionelle Ressourcen kippt?
Ohne Fracking stehen in der klassischen Top‑10 fast ausschließlich OPEC‑ und andere „Öl‑Staaten“ an der Spitze; mit der Einbeziehung unkonventioneller, per Fracking erschließbarer Vorkommen rücken vor allem die USA deutlich weiter nach oben, und auch Kanada gewinnt stark an Bedeutung.[1][2][3][4]
Top 10 – konventionelle Erdölreserven (ohne Fracking)
Grundlage sind übereinstimmende Rangfolgen aus BP/OPEC‑Daten, die z. B. von Capital, IG und Statista ausgewertet werden. Die absoluten Werte schwanken je nach Jahr leicht, die Reihenfolge aber ist sehr stabil.[5][6][7][2][3][4]
Typische Top‑10 (nachgewiesene, überwiegend konventionelle Reserven, gerundet, Stand etwa 2024/25):[7][8][3][5]
1. Venezuela – ca. 300 Mrd. Barrel (größte Reserven weltweit, hoher Anteil schwer förderbarer Öle)[8][3][5]
2. Saudi-Arabien – ca. 260–270 Mrd. Barrel[3][5][8]
3. Kanada – ca. 160–170 Mrd. Barrel (vor allem Ölsande)[2][4]
4. Iran – ca. 155–160 Mrd. Barrel[8][2][3]
5. Irak – ca. 145–150 Mrd. Barrel[5][2][3]
6. Russland – ca. 105–110 Mrd. Barrel[6][2][5]
7. Kuwait – ca. 100–102 Mrd. Barrel[2][5][8]
8. Vereinigte Arabische Emirate – ca. 97–100 Mrd. Barrel[5][8][2]
9. USA – ca. 65–70 Mrd. Barrel (konventionell + bereits klassifizierte Reserven)[4][7][5]
10. Libyen – ca. 48 Mrd. Barrel[8][2][5]
Diese Liste zeigt das „klassische“ Bild: Die USA tauchen zwar in den Top‑10 auf, liegen aber deutlich hinter den großen OPEC‑Staaten zurück. Genau dieses Bild prägte lange die Wahrnehmung, dass die USA zwar viel fördern, aber vergleichsweise wenig Reserven haben.[6][4][5]
Zusätzliche Reserven durch Fracking
Fracking erschließt vor allem unkonventionelle Vorkommen in dichten Gesteinen (Schieferöl), die in den klassischen Statistiken teils gar nicht oder nur teilweise als „nachgewiesene Reserven“ geführt werden. Die wichtigsten Gewinner dieser Technik sind die USA, Kanada und in etwas geringerem Maße auch andere Länder mit großen Schieferöl‑Vorkommen.[9][10][1][4]
• Laut ADAC/BP haben sich die nachgewiesenen Ölreserven seit 1960 nahezu verfünffacht – ein großer Teil dieser Zunahme geht auf technische Fortschritte wie Fracking zurück.[1]
• Für die USA zeigen Capital/ BP‑Zahlen: Die bekannten Reserven stiegen in etwa 20 Jahren von rund 30 auf knapp 70 Mrd. Barrel – „auch dank des umstrittenen Frackings“.[7][6]
• Zusätzlich gibt es große technisch förderbare Ressourcen, die noch nicht überall als wirtschaftliche Reserven klassifiziert sind; neue USGS‑Schätzungen heben die potenziellen Öl‑ und Gasvolumina in den USA weiter an.[9][1]
Eine global einheitliche „Top‑10‑Liste inklusive aller Fracking‑Ressourcen“ existiert nicht, weil sich die Schätzungen je nach Annahmen zu Preis und Technik stark unterscheiden. Qualitativ lässt sich aber sagen:[4][1]
• Die Reihenfolge an der Spitze (Venezuela, Saudi-Arabien, Kanada, Iran, Irak) bleibt auch unter Fracking‑Einbeziehung erhalten, weil diese Länder ohnehin riesige konventionelle Reserven haben.[3][2][4]
• Die USA rücken im Rang deutlich näher an Kanada und Russland heran und können in manchen Projektionen bei großzügiger Ressourceneinbeziehung sogar in die Top‑3 vorrücken.[7][9][5]
• In der Wahrnehmung verschiebt sich das Bild: Die USA gelten nicht mehr als Land, das bald „leerläuft“, sondern als Staat mit sehr großen, politisch und ökologisch umstrittenen zusätzlichen Potenzialen.[10][1][9]
„klassische“ Reserven nach OPEC/BP‑Definition versus ein Szenario, in dem zusätzlich technisch per Fracking erschließbare Ressourcen berücksichtigt werden. Im ersten Bild dominieren OPEC‑Staaten klar, im zweiten Bild tritt die USA als Rohstoffmacht mit enormen, aber teuren und umweltschädlich erschließbaren Vorkommen hervor – ein wichtiger Baustein, um die heutige US‑Rolle als größter Produzent zu erklären.[10][1][2][4][5]
Schlusskommentar
Wenn man bei den USA oben das „+“ wegließe, wäre die Förderung in zehn bis zwölf Jahren am Ende. Die Reserven sind, wie bei dieser Art Quelle meist üblich, in Barrel angegeben, ein Barrel wird mit etwa 0,135-0,140 Tonnen angesetzt. Ein Land, das 500 Millionen Tonnen fördert und 200 Milliarden Barrel Reserven besitzt, hält logischerweise länger durch als eines, das 900 Millionen Tonnen fördert und nur 70 Milliarden Barrel Reserven hat. Richtig ist andererseits, dass die vermtulichen Weltreserven über Jahrzehnte hinweg immer wieder angehoben wurden, weil neue Funde stattfanden oder die Fördertechnik die Erschließung von Quellen erlaubt, deren Ausbeutung vor 50 Jahren technisch und / oder wirtschaftlich nicht interessant gewesen wäre.
Man kann es aber drehen und wenden, wie man will: Öl als Kraftstroff zu verbrennen, ist nicht nachhaltig, denn irgendwann wird die Förderung so aufwendig und so umweltschädlich, dass die Folgekosten nicht mehr vertretbar sind. Im Grunde sind sie das jetzt schon nicht, besondrs beim Fracking-Öl aus den USA. Selbst, wenn man den USA die doppelten Reserven von dem zurechnet, was oben ausgewiesen ist (inklusive „unkonventionelle Reserven“) kann das heutige Fördertempo nicht mehr für Jahrzehnte aufrechterhalten werden. Viele Jahre lang waren die USA deshalb auch mit ihren Reserven sparsamer umgegangen, als das jetzt der Fall ist. Aber gegenwärtig werden Nachhaltigkeitsaspekte auf so vielen Ebenen in den Wind geschrieben, das Trumps kurzsichtige, lobbyorientierte Politik den Takt vorgibt.
Umso mehr aber gilt, dass rohstoffarme Länder wie Deutschland sich nicht immer weiter von dieser erratischen und auf Sicht, nicht zukunftsorientiert gedachten Politik abhängig machen dürfen, sondern die Erneuerbaren Energien fördern müssen, bei denen auch die vielbeschworene Autarkie viel besser erreichbar ist. In dem Zusammenhang ein kleiner Seitenhieb: Lassen Sie sich nicht von Leuten für dumm verkaufen, die von „Dunkelflaute“ reden. Die Speichertechnik für die Erneuerbaren wird immer besser, bloß ist Deutschland aus politischen Gründen beim Ausbau derselben, wie bei so vielen Dingen, im Rückstand. Öl hingegen ist dreckig, in vieler Hinsicht, und an dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei. Auch bei uns gilt: Rückständige Lobbys dominieren die herrschende Politik zum Nachteil von uns allen.
Transparenz
Die Grafik und der Begleittext stammen von Statista, die beiden Recherchen haben wir bei einer KI beauftragt, die Kommentare stammen von uns (TH).
⁂
Quellen zur Recherche 1
1. https://wien-io.diplo.de/iow-de/internationale-organisationen/opec-1906764
3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1377877/umfrage/erdoelproduktion-der-opec-staaten/
4. https://crp-infotec.de/organisationen-opec-plus/
5. https://de.statista.com/themen/4523/opec/
6. https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_02.c.243829.de/09-23.pdf
7. https://de.wikipedia.org/wiki/Ölproduktion
8. https://www.juraforum.de/lexikon/organisation-der-erdoel-exportierenden-laender-opec
10. https://de.statista.com/infografik/7187/oelproduktion-der-wichtigsten-foerderlaender/
11. https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Datenquellen/63_00_OPEC.html
12. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37378/umfrage/top-10-laender-nach-erdoelfoerderung/
13. https://www.geo-ref.net/de/t-opec.htm
14. https://www.chemie.de/lexikon/Erdöl%2FTabellen_und_Grafiken.html
Quellen zur Recherche 2
1. https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/benzin-und-diesel/wie-lange-reicht-das-oel/
2. https://www.agenda21-treffpunkt.de/daten/serie.php?sg=OelR-WE
5. https://www.ig.com/de/trading-strategien/die-weltweit-groessten-oelproduzenten-201030
6. https://www.capital.de/wirtschaft-politik/das-sind-die-laender-mit-den-groessten-erdoelreserven
7. https://www.capital.de/wirtschaft-politik/diese-laender-verfuegen-ueber-die-groessten-oelvorkommen
9. https://www.miningscout.de/blog/2025/06/19/die-usa-besitzen-viel-mehr-oel-und-gas-als-gedacht/
10. https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/fracking/
11. https://www.bveg.de/die-branche/erdgas-und-erdoel-in-deutschland/erdoelreserven-in-deutschland/
13. https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/fracking-deutschland-100.html
15. https://www.bund-lemgo.de/download/umweltschutz/Fossile-Energiereserven.pdf
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