Briefing, Economy, Wirtschaft, Influencer-Marketing, In-App-Marketing, Social-Media-Marketing, Umsätze, Vertriebskanal, Reichweite, soziale Einbindung
Nach den schwierigen wirtschaftlichen Themen der letzten Tage machen wir jetzt etwas Ökonomie light.
Wir sind ja auch in gewisser Weise im Marketing tätig – aber ohne influencende = Einfluss nehmende Kanäle. In einem Schnellkurs mit Statista-Grafiken bringen wir Ihnen die Werbewelt unserer Tage näher und dabei spielt das Influencertum eine noch nicht gigantische Rolle, zumindest nicht in Deutschland, aber es wächst.
Das ist logisch, denn Menschen, die fast nur noch übers Mobiltelefon kommunizieren und deren Medienkonsum auch im Wesentlichen über dieses Gerät läuft, stolpern geradezu über die Influencer:innen. Wir werden auch noch zeigen, dass man in den USA (wie immer) weit voraus ist und mit Beeinflussen vielleicht Milliardär werden kann.
Infografik: Wie hoch ist der Umsatz mit Influencer Marketing? | Statista

Begleittext von Statista
Die Analyst:innen der Statista Market Insights schätzen den Umsatz mit Influencer Marketing im laufenden Jahr auf rund 48 Milliarden Euro. Damit ist dieser Werbekanal in den letzten zehn Jahren so stark gewachsen (+874 Prozent) wie kaum ein anderer. Zum Vergleich: Das Social-Media-Segment ist im selben Zeitraum um etwas weniger als 595 Prozent gewachsen, In-App-Werbung hat 521 Prozent zugelegt. In Deutschland ist dieser Kanal indes mit etwas weniger als einer Milliarde Euro noch vergleichsweise klein. Aber das Potential ist auf jeden Fall da, wie eine Umfrage der Statista Consumer Insights zeigt. Besonders beliebt sind Influencer und Content-Creators aus dem Bereich „Ernährung & Kochen.
Mehrwert
Heute ohne Kommentierung, aber mit dem Hinweis, dass wir auch etwas für Menschen tun müssen, die uns lesen, aber schon über 30 Jahre alt sind:
Was Social Influence Marketing eigentlich meint
Social Influence Marketing beschreibt Marketing, das auf sozialem Einfluss basiert: Menschen orientieren sich an Meinungen, Empfehlungen, Bewertungen und dem Verhalten anderer Menschen. Im Kern geht es also darum, dass Vertrauen und soziale Bestätigung Kaufentscheidungen mitprägen — etwa durch Influencer, Creator, Community-Mitglieder, Kundenstimmen oder geteilte Inhalte. Der Begriff ist damit deutlich weiter gefasst als „Influencer Marketing“ im engeren Sinn. Influencer Marketing ist nur eine mögliche Ausprägung davon, weil hier gezielt Personen mit Reichweite oder Glaubwürdigkeit eingesetzt werden, um Markenbotschaften in sozialen Netzwerken zu verbreiten.[1]
Für die Praxis heißt das: Social Influence Marketing setzt nicht nur auf Reichweite, sondern auf Wirkung über Beziehungen. Besonders stark ist dieser Ansatz dort, wo Produkte oder Themen erklärungsbedürftig sind, wo Vertrauen wichtig ist oder wo Empfehlungen aus der Peergroup glaubwürdiger wirken als klassische Werbung. Das kann ein Testimonial im Video sein, ein Erfahrungsbericht auf Social Media, eine Community-Empfehlung oder auch nutzergenerierter Content, der eine Marke sozial „auflädt“. Der Vorteil liegt in der oft höheren Glaubwürdigkeit; der Nachteil ist, dass diese Form der Kommunikation nur dann funktioniert, wenn sie authentisch wirkt und nicht wie aufgesetzte Werbung.[1]
In-App-Marketing ist etwas anderes: Gemeint sind Marketingmaßnahmen, die direkt innerhalb einer App ausgespielt werden, während Nutzerinnen und Nutzer sie بالفعل nutzen. Typische Beispiele sind Hinweise auf neue Funktionen, Onboarding-Elemente, Pop-ups, Tooltips, Feedback-Abfragen oder Angebote zum Upgrade auf eine Bezahlversion. Es richtet sich also nicht an potenzielle Zielgruppen „da draußen“, sondern an Menschen, die bereits in der App sind und in einem konkreten Nutzungsmoment angesprochen werden können.[4][3]
Der große Vorteil von In-App-Marketing ist die Nähe zum Verhalten. Die Botschaft kann genau dann erscheinen, wenn sie relevant ist: beim ersten Start, nach einer längeren Pause, nach erfolgreichem Abschluss einer Aktion oder wenn eine Funktion besonders gut erklärt werden muss. Gut gemacht, verbessert In-App-Marketing nicht nur den Umsatz, sondern auch Orientierung, Bindung und Nutzungserlebnis. Schlecht gemacht, wird es schnell als störend wahrgenommen. Deshalb ist hier Zurückhaltung oft wichtiger als Lautstärke.[4]
Social Influence Marketing nutzt den sozialen Effekt von Personen, Gruppen und Empfehlungen, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen; In-App-Marketing nutzt den direkten Kontakt im Nutzungsmoment einer App, um Verhalten innerhalb der Anwendung zu steuern.[3][4][1]
Warum das für Statista relevant ist
Die Statista-Grafik zeigt, wie groß der Markt für Influencer Marketing inzwischen geworden ist und wie stark dieser Bereich wächst, während auch Social Media und In-App-Werbung weiter zulegen. Das ist ein guter Hinweis darauf, dass digitale Werbung nicht mehr nur aus klassischen Bannern oder Suchanzeigen besteht, sondern immer stärker auf Vertrauen, Kontext und unmittelbare Nutzungssituationen setzt. Gerade deshalb lohnt die begriffliche Trennung: Wer die Kategorien vermischt, versteht schnell nicht mehr, ob eine Kampagne Reichweite in sozialen Netzwerken, soziale Glaubwürdigkeit oder direkte Nutzerführung in einer App meint.[2]
Ein nachhaltiger Schuhhersteller arbeitet mit einer bekannten Umwelt-Influencerin auf Instagram zusammen: Das ist Social Influence Marketing, weil eine Person mit Glaubwürdigkeit andere Menschen beeinflussen soll. Wenn dieselbe Marke in ihrer eigenen App beim Öffnen ein Banner zeigt, das erklärt, wie man den CO2-Fußabdruck einzelner Produkte vergleichen kann, ist das In-App-Marketing. Beides kann zusammenpassen, meint aber etwas grundlegend Verschiedenes.[3][4][1]
Woran man es erkennt
Zur schnellen Einordnung helfen drei Fragen:
- Passiert die Ansprache in einem sozialen Umfeld oder über eine Person mit Reichweite? Dann geht es eher um Social Influence Marketing.[1]
- Passiert die Ansprache direkt in einer App während der Nutzung? Dann ist es In-App-Marketing.[4][3]
- Geht es um Reichweite, Vertrauen und Empfehlung oder um Nutzerführung, Aktivierung und Conversion in der App? Das entscheidet meist über die richtige Kategorie.[4][1]
So wird aus der Statista-Grafik mehr als nur eine Zahl: Sie zeigt, dass Einflussmarketing längst ein zentraler Teil digitaler Kommunikation ist — aber in sehr unterschiedlichen Formen, die man nicht über einen Kamm scheren sollte.[2]
Transparenz
Die Mehrwert-Darstellung haben wir von einer KI erstellen lassen, von ihr stammt auch das Quellenverzeichnist. Der kurze Begleittext stammt von Statista, ebenso wie die Grafik, den ebenfalls kurzen Einleitungstext haben wir geschrieben (TH).
Quellen
- https://fr.slideshare.net/slideshow/social-influence-marketing-12052087/12052087
- https://de.statista.com/infografik/36351/geschaetzter-weltweiten-umsatz-von-influencer-marketing-und-anderer-werbekanaele/
- https://unity.com/de/glossary/in-app-marketing
- https://www.intercom.com/blog/in-app-marketing-guide/
- https://wiserbrand.com/social-influence-in-marketing/
- https://climate.sustainability-directory.com/term/social-influence-marketing/
- https://unity.com/glossary/in-app-marketing
- https://www.linkedin.com/pulse/marketing-management-ii-social-influence-ashish-agarwal
- https://en.wikipedia.org/wiki/Influencer_marketing
- https://userguiding.com/blog/in-app-marketing
- https://www.coursera.org/articles/social-influence
- https://www.studysmarter.co.uk/explanations/marketing/digital-marketing/social-influences/
- https://catalogimages.wiley.com/images/db/pdf/9780470289341.excerpt.pdf
- https://joinbrands.com/blog/social-influence-marketing/
- https://www.impulsphase.de/wiki/in-app-advertising
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