Umfrage Civey zur #Bayernwahl: #CSU unter 38 Prozent, #Grüne und #AfD nahezu gleichauf / #Landtagswahl18

Umfrage & Ergebnis 12

In knapp zwei Monaten bzw. acht Wochen wird in Bayern gewählt. Die Sommerhitze wird Vergangenheit sein, sicher aber nicht die hitzigen Debatten, die den Sommer 2018 bestimmt haben. Es gab nicht nur ein Temperatur-Hoch, es gab auch kein politisches Sommerloch. „Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?“ hat Civey gefragt und wir haben mitgemacht, daher können wir hier das aktuelle Ergebnis vorstellen. Mein eigenes Votum heute mal in Links-Rot.

37,3% CSU
11,8% SPD
14,5% GRÜNE
6,2% FDP
2,4% LINKE
8,2% FREIE WÄHLER
14,4% AFD
5,2% Eine andere Partei

Wir haben mitgemacht? Als Berliner?

Fand ich kurios, dass dies möglich war, aber ich gehe davon aus, dass meine Stimme nicht mitgezählt wurde, denn ich bin  ja mit meinem Berliner Wohnort bei Civey registriert. Immerhin war es so möglich, die Werte dieses Instituts wiederzugeben – auf dem Stand vom 19.08.2018, gegen 15:30 Uhr. Bayern ist besonders, das ist das erste, was einem immer zum Freistaat einfällt und deshalb heißt es ja auch so. Freistaat. Dem besonderen Wesen des Freistaats versuchen auch ausländische Leitmedien zuweilen nachzuspüren.

Ich habe Freunde dort und dabei merke ich immer wieder, es ist nicht so viel anders, aber anders und die Menschen, die ich kenne, sind nicht unbedingt „typisch“. Jedoch: In München haben anteilig sogar mehr Einwohner einen Migrationshintergrund als in Berlin, ich wollte es zunächst auch nicht glauben. Aber München liegt beim GfK-Index bei über 130 Prozent, Berlin bei 91, das ist der Unterschied. Migration zu akzeptieren und positiv auszugestalten ist bei hohem Lebensstandard fast aller eine andere Sache, als wenn fast alle arm sind.

Es kann nicht an der Aufstellung des Landes liegen, wenn die CSU so weit weg ist von der absoluten Mehrheit. Es sind Gründe, die sich angestaut haben und sich jetzt Bahn brechen und die liegen wohl überwiegend auf Bundesebene angesiedelt. Zudem ist Markus Söder der unbeliebteste Ministerpräsident Bayerns, seit solche Belange ausgewertet werden. Wird die CSU nun für die migrationspolitischen Husarenritte von Horst Seehofer abgestraft oder dafür, dass er zu wenig Einfluss auf die Politik der Kanzlerin nehmen kann? Wer weiß.

Jedenfalls reicht es aktuell nicht einmal für eine sogenannte „GroKo“, weil die SPD sich langsam aus dem ländlichen politischen Raum verabschiedet. Nebenan, in Baden-Württemberg, sieht es ja auch nicht besser aus. Aber mit den Grünen, da geht was. Das haben wir ja bereits festgestellt. Und ich finde, die CSU und die Grünen passen auch am besten zusammen. Nein, nicht die AfD  und die CSU, auch wenn das gerne aus der sicheren Hauptstadt-Entfernung so kolportiert wird und Grüne und AfD von den Bayern im Moment wohl in gleichem Maß für eine gute politische Ergänzumg gehalten werden.

Es wäre auch nicht die erste schwarz-grüne Regierung, beileibe nicht. Und diese Mischung aus wertkonservativen und neoliberal-ökologischen ist gerade in einem Land wie Bayern, in dem das Wort „Natur“ noch nicht verboten ist, durchaus reizvoll und zukunftsweisend.

Hingegen habe ich noch nie politisch so „Diaspora“ abgestimmt wie in diesem Fall. Bei anderen Instituten kommt DIE LINKE in der Regel wenigstens auf 4 Prozent. Aber der Einzug in den Landtag wäre damit auch nicht erzielt. Ehrlich, warum sollen die Bayern auch eine LINKE wählen, die das Land sicher nicht besser führen würde und zudem jedem, der in einem erfolgreichen Industrieunternehmen arbeitet, unterstellt, er sei Teil einer imperialistischen Verschwörung, welche dafür sorgt, dass mindestens 8/10 der Welt wirtschaftlich bis aufs Blut ausgebeutet werden. Sowas geht doch eher in Berlin, wo es niemanden mehr gibt, dem man mit solchen Erzählungen auf die Füße treten könnte.

TH

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