Die #SPD, die #Rolex, die Untersensibilität, die politische Situation und das Schöne in der Welt // #Uhrengate #SawsanChebli #Chebli #HartzIV #Agenda2010 #Armut

Kommentar 107

Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli steht wieder einmal in den Schlagzeilen – jetzt wegen einer Rolex-Uhr, die auf einem Foto aus dem Jahr 2014 identifiziert wurde. 

Zur Person: Sawsan Chebli [ˈsɔːˌsan ˈʃɪbˌli] (* 26. Juli 1978 in West-Berlin) ist eine deutsche politische Beamtin (SPD). Von 2010 bis 2014 war sie Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport und von 2014 bis 2016 stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts. Seit Dezember 2016 ist sie Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. (Wikipedia)

Äußern wir uns jetzt wirklich zu einer Luxusuhr oder gibt es noch ein paar wichtigere politische Anliegen, in dieser Zeit? 

Wir äußern uns jetzt zu dieser Uhr, weil der Fall bei einem Beobachter der politischen Szene zu einer ganzen Kette von Assoziationen führt, die nach meiner Ansicht von der politischen  Kaste komplett außer Acht gelassen wird und typisch für deren Abgehobenheit ist. Wir äußern uns aber auch deshalb dazu, weil es um eine unangenehme Form der Symbol-Symbolik geht, die sich gegen Dinge richtet, die wir schätzen, vielleicht sogar lieben sollten, wenn diese Welt nicht ein dröger und trister Ort werden soll.

Hier zunächst der Tweet, mit dem Chebli sich gegen den Hatespeech verteidigt, der ihr wegen der Rolex zuteil geworden ist. 

Und hier das Foto, auf dem die Armbanduhr der Marke Rolex entdeckt wurde, mit einem eher amüsierten Kommentar:

Mittlerweile beschäftigen sich die Hauptmedien mit diesem Fall – zu Recht?

Wären wir in einer anderen Zeit und die Politik in einem anderen Zustand, dann würde ich sagen: nein, nicht zur Recht. Das ist es nicht wert.

Der „Stern“ schrieb: Die kölsche Lebensweisheit „Man muss auch gönnen können“ spielt dort keine Rolle. Auf Twitter bekämpfen sich Unterstützer und Hater der Uhren-Lady unter den Hashtags #Uhrengate #Rolex.“ 

die Zeitschrift erinnerte weiter oben im Artikel auch daran, dass Cheblis Parteigenosse Klaus Wowereit einmal Berlin als „arm, aber sexy“ gelabelt und damit einen regelrechten Negativ-Kult geschaffen hatte. Bis auf die tatsächlich Armen werden das auch fast alle sexy gefunden haben, weil Armut, wenn man nicht selbst betroffen ist, wie zum Beispiel Klaus Wowereit, so ein wohliges Gruseln verursacht. Und damit sind wir mitten im Thema. Am besten teilen wir das erst einmal nach Pro und Kontra auf – im „Stern“ gibt es auch ein Abstimmungsbarometer. Im Moment steht es ziemlich pari zwischen „Eigentor, hätte wissen müssen, dass das nicht gut ankommt“ und „Piefig, warum soll sie sich keine Uhr gönnen?“. Ich würde aber gerne mit dem Kontra anfangen, weil eben schon die SPD angesprochen wurde.

Das Kontra ist also vor allem parteipolitisch?

Nicht nur. Ich habe gerade einen Civey-Check gemacht, demnach steht die Berliner SPD, der Chebli angehört, noch auf gerade 17,7 Prozent Wählerzustimmung, die Grünen sind vorbeigezogen (18,7), DIE LINKE schon länger (aktuell 19,7). Der Dienstherr von Chebli wäre also nicht mehr Michael Müller, der aktuell Regierende Bürgermeister, wenn heute Wahl wäre, sondern Klaus Lederer von der LINKEn, immer unter der Annahme, dass sich das Tableau nicht verändern würde, selbstverständlich.

Die SPD hat im Moment wirklich kein „Fortüne“, wie Helmut Kohl es ausgedrückt hätte. Zu Unvermögen kommt auch noch Pech, wie im Fall Chebli. Meine erste Assoziation war: Schröder relaunched, Wenn auch zum Glück ohne Zigarre. Die SPD protzt mal wieder. Die Partei, die Millionen in die Armut getrieben hat unter dem Deckmäntelchen, sozialdemokratisch zu sein, hat nichts dazugelernt. Sowas von nichts.

Ich erspare mir und den Leser_innen eine Elegie über die Agenda 2010 und verweise auf einen Beitrag von ganz vielen zum Thema, der mir heute zufällig durch einen Link im WordPress-Reader „in die Hände“ fiel. Er stammt von Susan Bonath und ich finde es gut, dass eine Marxistin zitiert werden kann, die ich nicht für alles schätze, was sie schreibt, aber in diesem Beitrag trifft sie den Nagel mittig auf den Kopf.

Er befasst sich mehr mit dem System als mit der politischen Kaste und hat mit Chebli als Person gar nichts zu tun. Aber man muss sich vorstellen, jemand sieht unsere Systemprobleme ähnlich wie Bonath (und wie ich) und wird mit einem Auftritt wie diesem konfrontiert, in dem Luxusuhren der Beinahe-10.000-Euro-Klasse auch für die grassierende Ungleichheit im Land und in der Welt stehen.

Politisch ist das, was gerade passiert, ein weiteres Desaster für die SPD, da können ihr großbürgerliche Grüne noch so beispringen, wie es auf Twitter gerade passiert.

Was gibt es noch an Kontra?

Mit ihrem obigen Tweet von der Kindheit in Armut verstärkt Chebli bei mir die Schröder-Assoziation: Ich war arm, ich hab’s geschafft und ich darf nun am großen Reibach teilhaben, das habe ich  mir richtig gut verdient und ihr alle habt kein Recht, das zu kritisieren, zumal ihr, die ihr es nicht geschafft habt, aus solchen Verhältnissen wie Aschenputtel emporzusteigen.

Das ist zu 100 Prozent die Mentalität, die wir von Antisozial-Schröder noch allzu gut kennen. Und genau dieser Tweet belegt noch etwas anderes. Nämlich, dass bestimmte Aufsteiger sehr einseitig veranlagt sind. Bei der Anstrengung und diesem enormen Streben, da bleibt nicht viel Platz für den sensiblen Umgang mit anderen Menschen und mit bestimmten Themen.

Aber man kann das nicht alles an einer Uhr und der Verteidigung dazu festmachen.

Sawsan Chebli ist nicht erst mit der Uhr bekannt geworden, sondern mit einigen für Kontroversen sorgenden Aussagen, zuletzt zu  Chemnitz, wo man einen Tweet von ihr als Gewaltaufruf verstehen konnte. Sie hat ihn dann zurückgenommen. Ich habe ihn archiviert; es aber wäre unfair, hier nochmal etwas zu zeigen, was jemand als falsch erkannt hat. Doch weitere Aussagen wie jene, die Scharia sei sowas wie eine Anweisung zur islamischen Liturgie & privaten religiösen Praxis, ist ein Witz, auch da hat sie sich inzwischen korrigieren müssen.

Chebli integriert mit vielem, was sie tut und sagt nicht, sondern spaltet. Das Feeling dafür, was integrativ ist, was gesellschaftlich angemessen, ausgleichend und ihrer Position gemäß, fehlt bei ihr und das ist bei vielen Menschen, die einen sehr goßen sozialen Sprung gemacht haben, zu beobachten. Das Ego dominiert über die Eingebundenheit in ein politisches Team, die man berücksichtigen muss, wenn man für alle Menschen, denen dieses Team dienen soll, tatsächlich etwas bewirken und nicht nur die eigene Biografie veredeln und möglicherweis auch seine Ressentiments pflegen möchte, die aus ebenjener Herkunft resultieren und nie bewältigt wurden.

Natürlich steht sie damit nicht allein, die bescheuerten und sozialfeindlichen oder gesellschaftlichen Probleme negierenden Aussagen von Politikern sind Legion und eine falsche und unsensible Aussage von Chebli ist da nicht anders zu bewerten als ein Hartz-IV-Bashing von Spahn oder dergleichen Kalibern. Einen Tweet von ihr brauchen wir aber noch:

Chbli wünscht sich also eine SPD-Alleinregierung anstatt Klamotten.

Ja, und jetzt frage ich: Was ist das für ein Vergleich? Ist das purer Materialismus, ein Ablass- oder Kuhhandel? Politik gegen Preziosen? Macht gegen Kohle?

Wie wär’s denn mit guter Politik statt sowas, SPD?

Aber man darf sich doch mal was für die eigene Partei wünschen.

Jeder weiß, dass eine SPD-Alleinregierung nicht nur utopisch, sondern auch schädlich für das Land wäre, so schluffig, wie die SPD politisch tickt. Außerdem weiß ich nicht, ob damit Berlin oder der Bund gemeint sein soll. Oder am besten beides. Dafür muss aber weit mehr als eine Rolex und ein paar Klamotten weggegeben werden, da ginge es ums Leben und nicht weniger. Aber bleiben wir beim Tinnef: An wen eigentlich  – an Menschen, welche die Uhr dann gegen ganz viele Tafel-Gutscheine eintauschen können?

Ich muss gestehen, dieser Tweet ist bei mir noch schlechter angekommen als der obere mit der eigenen Armut. Ersteren kann ich immerhin nachvollziehen, auch wenn daraus eine unsoziale Mentalität erwachsen kann, aber dieser Nachbrenner zeugt wirklich von unterentwickeltem politisch-sozialem Instinkt. Cheblis Chef Michael Müller, der mit seiner ganzen Partei politisch an der Wand steht, wird fluchen und hat Chebli mittlerweile hoffentlich das Twittern verboten, bis sie auf Weiteres, bis sie sich vielleicht hat beraten lassen und angemessener reagieren kann.

Nein, sieht nicht so aus, ich habe gerade nochmal auf ihren Account geschaut. Auch typisch SPD, mangelhaftes Krisenmanagement.

Habe ich schon erwähnt, dass es Uhrenmarken gibt, die nochmal ein anderes Image haben als Rolex, weil eben Rolex so ein Synonym für Protz ist – und dass diese Marken genauso schöne und manchmal noch hochpreisigere Objekte anbieten? Stilsicher zu sein ist sowieso kein Ponyhof.

Gibt es noch Kontra oder können wir zum Pro übergehen?

Wir können übergehen. Ich habe noch nie zu den Menschen gehört, die anderen gegenüber persönlich Neid empfunden haben und das hat sich auch mit meinem Beitritt zu DIE LINKE nicht verändert. Es gibt Dinge, die sind mir heute weniger als früher, aber das ist auch eine Entwicklung, die jeder für sich gehen kann oder nicht, ich war auch von klein auf nicht materiell unterprivilegiert. Ich habe etwas leichter reden und wenn ich darüber nachdenke, wer erreicht im Leben was, wird es nie gerecht zugehen: Arm, aber mit einer starken, durchsetzungsfähigen Mentalität ausgestattet, weil der Kern der Familie es zuließ, kann zu einer Karriere wie der von Chebli führen und es gibt sehr viele Fälle, in denen äußerer Reichtum nichts als innere Armut erzeugt hat. Ich bin aber auch eine Privatperson und stehe nicht in der Öffentlichkeit, ich muss nicht auf  meine Außenwirkung achten.

Ich bleibe hier auch weg vom nächsten Schritt, ob diese Art von Karriere und der hinter solchen Insignien wie einer teuren Uhr stehende Materialismus nicht für sehr viele Probleme verantwortlich ist, denn das haben wir ja oben schon gestreift.

Gibt es noch ein Pro?

Ganz ab von sen sozialen Rangordnungen: Ich bin absolut dafür, dass es das Schöne und das Ästhetische in der Welt geben darf, weil es zu unseren Qualitäten, nicht zu unseren Defiziten zählt, dafür ein Empfinden zu  haben. Rennpappe anstatt richtiger Autos hat die Ostdeutschen anhaltend traumatisiert und eben nicht zum Ausgleich innerlich veredelt.

Und wenn wir in der LINKEn generell sagen – was nicht ganz meine persönliche Ansicht darstellt – ein Spitzenfunktionär jedweder Art soll bei etwa dem 12-fachen des Durchschnittseinkommens gedeckelt werden, so kann ich nur festhalten: Auch dieser Funktionär wird sich dann mit ein paar Monaten was Ansparen eine Rolex kaufen können, wenn er Wert darauf legt. Sawsan Chebli ist, zumindest würde ich das nach aktuellem Kenntnisstand vermuten, keine obszön Reiche, die außerdem mit leistungslosem Einkommen so reich geworden wäre. was uns ja immer so fuchst, weil dabei das Leistungsprinzip ja gerade ad absurdum geführt wird. Wäre sie das und hätte sie dann auch  noch ein politisches Amt, wär’s noch einmal eine andere Geschichte, dann würde sie aber wohl nicht bei der SPD sein. Alice Weidel wird nicht für ihre Rolex gebasht. Klar, dass die AfD nicht sozial ist, weiß eh jeder und auch bei einem FDP-Mitglied wird sich darüber niemand echauffieren.

Der nächste Punkt ist ein ganz sachlicher. Das Foto stammt aus 2014, damals arbeitete Chebli nicht so öffentlich wie jetzt auf sozial sensiblen Feldern in der Stadt Berlin, sondern als Sprecherin des Außenministeriums und für eine solche Position ist ein etwas edleres Outfit durchaus angemessen, weil es sich u. a. um Repräsentation mit Wirkung ins Ausland hinein handelt. Und das Bild selbst ist wirklich gelungen. Man kann darüber streiten, ob die Uhr nicht einen Tick zu groß für Cheblis schmales Handgelenk ist, aber „man trägt das ja so“ oder kann es, ich weiß. Insofern auch das kein Thema. Das gute Stück fällt schon ein bisschen auf, aber mir zumindest in dem Kontext, in dem das Foto vermutlich entstand, bezüglich des Zwecks, für den es möglicherweise gedacht war, nicht negativ. Gleiches gilt übrigens, falls es sich um ein in den Sozialen Netzwerken zu jener Zeit veröffentlichtes privates Porträt handelt.

Das Pro war jetzt kürzer als das Kontra – wie kommen wir raus?

Bei einer Person, der ich komplett neutral gegenüberstehe, würde ich das Pro in den Vordergrund stellen, aber wer ist schon komplett neutral, wenn er Politikbeobachtung macht und zudem eine Haltung vertritt?

Sawsan Chebli ist mir in letzter Zeit mehrfach nicht gerade angenehm aufgefallen. Ich sehe also ein in lichten Warmfarben gehaltenes Bild von einer Person, die attraktiv und auch nett wirkt und es ist richtig blöd und nervt mich vielleicht extra, dass ich dahinter jemanden wahrnehme, der in einem politischen Amt steht, das vielleicht das falsche Betätigungsfeld für diese Person ist.

In der Wirtschaft kann man eine nicht ganz so umfassende politische Wahrnehmung, das Fehlen der Antenne für die wirklichen Zustände im Land, viel besser mit Gediegenheit verbinden, ohne dass sich auch nur irgendwer daran stört, es sei denn, man heißt Susanne Klatten und wird von Sahra Wagenknecht ebenfalls als Symbol-Symbol verwendet, aber selbst bei ihr bezog sich die Kritik bisher nicht aufs Outfit. Als politischer Mensch würde ich dann wieder sagen: Die Fronten sind klar, wir sind Gegner. Aber die SPD regiert nun einmal mit meiner Partei und den Grünen zusammen Berlin und da kann es mir nicht egal sein, wie jemand, der die SPD vertritt, rüberkommt und was er oder sie damit dokumentiert.

Aber nochmal nachgehakt – was bei Milliardären nicht kritisiert wird, soll bei einer kleinen, energischen Aufsteigern ein Problem sein?

Neben der oben erwähnten Wirkung bei klassischen SPD-Wählern ist da für mich noch was anderes drin, gut, das wir es nochmal durchkauen: Unsere Strategen und Theoretiker, vor allem die V-Theoretiker, würden Sawsan Chebli sowieso eher als Opfer sehen, nämlich als jemanden, den sich das Kapital kauft, um sich aufzuhübschen und ein integrationsfreundliches Gesicht zu zeigen. Und wie sich dann die Herrschenden freuen, wenn Chebli argumentativ ins Fettnäpfchen tritt und damit der sozialen Sache schadet. Ich kann es aber nicht ändern, sie schadet ihr.

Und das nicht wegen der Uhr. Es gibt viele Politiker_innen mit Migrationshintergrund, denen nicht solche offenbar einer bestimmten Mentalität geschuldeten Fehltritte passieren und viele mit „biodeutscher“ Herkunft, die nichts als Müll von sich geben, um etwas deftiger zu werden, aber jemand, der sich selbst auch als Symbol sieht, und das tut sie ja, wie vor allem der Armuts-Tweet oder einige ihrer Aussagen zur Religion belegen, der wird eben anders wahrgenommen als jemand, der nur in einer Gruppe mitschwimmt und dessen Auftreten keine Wirkung in den politischen Raum hinein hat.

Ist das jetzt das Özil-Syndrom, direkt in die Politik übertragen?

Meine Meinung zum Fall Özi habe ich hier dargelegt. Exponiert zu sein, erfordert immer mehr Fingerspitzengefühl auf dem Sektor, auf dem man das Richtige tun, nämlich in diesem Fall integrativ und wirken und der SPD keine Minus-, sondern Pluspunkte bringen sollte. Das gehört zum Job, wirklich. Und diese Anforderung besteht unabhängig von der Herkunft.

Aber jeden Tag passieren in der Union Fehltritte und in der AfD sowieso.

Die SPD ist zwar nicht direkt mein eigener Laden, aber unter deren unsäglichem Zustand leide ich stärker, weil ich von ihr eine andere Politik erwarte also von der Union oder der AfD. Ich habe jüngst auch Andrea Nahles und Kevin Kühnert sehr grundsätzlich kritisiert.

Fazit

Im Allgemeinen finde ich das Foto schick und 2014 war es etwas ruhiger als heute, politisch gesehen. Ich  meine, man kann auch 2018 nicht jenanden für ein Foto und eine Uhr allein an den Pranger stellen, nicht einmal jemanden, der politisch tätig ist. Ich habe diesen Vorfall auch mehr zum Anlass genommenm, übers Ganze nachzudenken und wie die SPD dabei wegkommt und was Chebli sonst so tut bzw. sagt, nicht in erster Linie, was sie trägt. Und diese Gesamtschau fällt, Stand heute, kritisch aus. Und dass diese Sache bei ihr so hochgegangen ist, dürfte auch daran liegen, dass die Menschen sie mit ihren Positionen und mit der Partei verknüpfen, für die sie unterwegs ist im politischen Berlin. Hat das mit ihrer migrantischen Herkunft zu tun? Zumindest nicht ursächlich, denn viele Politiker_innen hier haben einen solchen Hintergrund, auch der SPD-Fraktionschef.

Dass alles, was immer man nun assoziiert, kein Grund ist, Chebli gegenüber beleidigend zu werden und sie auf eine Weise zu diskriminieren, die vordergründig antikapitalistisch wirkt, in Wirklichkeit aber auf dumpfen Rassismus schließen lässt, muss ich in dieser Publikation nicht eigens betonen, vorsichtshalber tu ich’s aber doch. Ich hätte ebenso geschrieben, wenn Michael Müller in der Diskussion gestanden hätte, weil er ebenfalls SPD-Politiker ist und alles tun muss, um seiner Partei weiteren Schaden zu ersparen. Vielleicht mit einem Pro weniger.

© 2018 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

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