Treibjagd – Tatort 1072 / Vorschau Sonntag 18.11.2018 DAS ERSTE 20:15 Uhr // #Tatort #Tatort1072 #Treibjagd #NDR #Grosz #Falke #Möhring #Weisz #Hetzjagd #Chemnitz

Titelfoto © NDR, Sandra Hover

Heute würde man es Hetzjagd nennen

Aber als der Film gedreht wurde, gab es „Chemnitz18“ noch nicht.

Wir schrieben zuletzt, das Team Falke & Grosz gehört bereits nach vier Fällen zu unseren Favoriten, weil den NDR-Tatortmachern endlich ein adäquates gemischtes Doppel gelungen ist.

Keine künstliche Asymmetrie und daher insgesamt mehr Glaubwürdigkeit beider Cops in ihren Rollen als jemals bisher, wenn eine Frau und ein Mann die Ermittler darstellten. Positiv auch, dass die Tendenz, Teams immer mehr zu erweitern, mit dem Bundespolizei-Tatort nicht verfolgt wird. Dadurch kann man konzentrierter arbeiten, auch als Drehbuchautor_in. Es gibt nicht so viele Figuren, die Sprechzeit benötigen – das genaue Gegenteil dazu ist Münster.

Außerdem hat man Grosz und Falke als entwicklungsfähige Figuren ausgelegt, wie man am Ende ihres letzten Falles („Alles was Sie sagen“) beobachten konnte, der uns aus vielen Gründen ausgezeichnet gefallen hat. Wir vergaben 9/10, das kommt nicht so häufig vor und deswegen sind wir natürlich besonders gespannt auf „Treibjagd“. Zu  Recht?

Wir lassen drei Vorab-Kritiker zu Wort kommen.

Die Elch-Kritik des SWR fällt dadurch auf, dass sie die Produkte aus dem eigenen Senderbund nicht gerade schont. Das gilt auch für „Treibjagd“, der nur 2/5 erhält.

Filmstarts ist um einiges wohlwollender und vergibt 3,5/5, das Konzept mit dem plötzlichen Mob aus dem  Nicht oder dem Netz hält man für gelungen.

„Wie sich die Welt verändert hat: Die einst so sicher geglaubte Vorstadt ist im Krieg, und die einstigen Brennpunkte sind inzwischen Horte des Hygge-Glücks“, schließt der bekannte SPIEGEL-Kritiker Christian Buß, nachdem er den Film insgesamt für gut hält, abzüglich am Ende schwacher Plausibilität, seine Rezension und gibt 7/10.

Handlung

Die Bürger im Hamburger Stadtteil Neugraben leiden seit langem unter einer Einbruchserie. Sie leben in Angst, trotz der Sonderkommission gegen organisierte Einbruchsbanden, für die auch die Kommissare Thorsten Falke und Julia Grosz tätig sind.

Als ein junger Mann bei einem Einbruchsversuch auf frischer Tat vom Besitzer eines Einfamilienhauses erschossen wird, scheint der Fall klar: Der Einbrecher hatte eine Waffe bei sich, und der Anwohner handelte in Notwehr. Doch Falke und Grosz haben ein ungutes Gefühl, denn die Waffe des Einbrechers entpuppt sich als Attrappe. Zudem scheint ein Komplize am Tatort gewesen zu sein, der jetzt auf der Flucht ist.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Thorsten Falke – Wotan Wilke Möhring
Oberkommissarin Julia Grosz – Franziska Weisz
Dieter Kranzbühler – Jörg Pose
Bernd Kranzbühler, Dieters Bruder – Andreas Lust
Andrea Kranzbühler, Bernds Frau – Anna Schäfer
Kolya Daskalow – Tilman Pörzgen
Maja Kristeva, Kolyas Freundin – Michelle Barthel
Siggi Reimers, Nachbar der Kranzbühlers – Sascha Nathan
Jana Reimers, Siggis Frau – Tina-Susan Rauter
Stefan, Nachbar – Christian Rudolf
Torben Falke, Sohn von Thorsten Falke – Levin Liam
Kater Elliot – er selbst
u.a.

Drehbuch – Florian Oeller, Benjamin Hessler
Regie – Samira Radsi
Kamera – Stefan Unterberger
Schnitt – Nils Landmark
Szenenbild – Carola Gauster
Musik – René Dohmen, Joachim Dürbeck

TH

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