Update Deutsche Wohnen Protest #Aufstehen 19.12.2018: Leute, könnte ihr nicht mal gegen den #Mietenwahnsinn #aufstehen und es machen wie die #GelbenWesten in #Frankreich? // #GiletsJaunes #Gelbwesten #Mietenwahnsinn_stoppen @HeimatNeue @Mieterproteste @SusanneHoppe2 @BGemeinwohl @KiezinAktion #oben #unten #unteilbar #DWenteignen #DeutscheWohnen

2018-12-08 Gelbe Westen Gelbwesten Gilets jaunes Yellow VestsMedienspiegel 180 / Serie „Mieter!“

Wir sind nach diesem Beitrag nunmehr erhört worden und teilen deswegen die untenstehende Veranstaltung, die uns auf Facebook gerade angesprungen hat:

https://www.facebook.com/events/534940980317091/

2019-04-28 Aufstehen gegen DW

Das haben wir uns doch gleich gedacht, dass man die Gelben  Westen mit der DW verknüpfen kann. Ob die DW eine Heuschrecke ist, die ratzfatz über die Felder herfällt und alles kahl frisst oder doch eher ein Immobilienhai, der seine Mahlzeit, die Mieter_innen, in kleinen Häppchen verspeist, sie also langfristig ausquetscht, wollen wir an der Stelle nicht ausdiskutieren, nicht mal mit uns selbst.

Wird allerdings um 8 Uhr oder zwischen 8 und 10 morgens schon jemand in den Büros sein, der die Huldigungen von der Straße entgegennehmen kann? Spannende Frage, denn Rendite mit den überhöhten Mieten anderer verdienen ist doch in, sagen wir, zwei, drei Stunden am Tag erledigt. Man muss nur gucken, a.) ob alle pünktlich zahlen, b.) dafür sorgen, dass die Mieten so hoch wie gerade noch rechtlich zulässig sind oder auch nicht, d.) dafür die Mietspiegel angreifen, e.) warten, bis immer mehr Mieter_innen doch nicht mehr können – und sie dann verdrängen, gentfizieren, auf die Straße setzen. Administrativ ist das kein großer Aufwand, die Drecksarbeit wird eh outgesourct. Man braucht im Wesentlichen viel bösen Willen und eine Immobilienblase, die wie gerufen kommt. Also die aktuelle Situation, die eignet sich super zu Verdrängungszwecken.

Vielleicht ergibt es sich ja auch, dass die Mitarbeiter_innen der DW, alle natürlich bester Stimmung und mit bestem Gewissen, ihren Job betreffend, gerade da rein wollen, in ihre Büros, während die Menschen in der Kälte stehen und Rechenschaft fordern. Aber im Business gibt es ja meistens Hintertüren, die von Politikern eingebaut wurden, die nicht auf Mieter_innen, sondern auf den Mammon schauen.

Also, alle aufstehen! Könnte eigentlich jeden Tag so einen Aufruf gegen die DW geben, egal, ob original von den Erfindern des Kampfes gegen die DW, ob originell gestaltet mit Übersprung auf die Gelben Westen oder abgeleitet aus der allgemeinen Erkenntnis, dass man doch endlich mit etwas Nachdenken auf das Thema gekommen ist, das derzeit allen unter den Nägeln brennt. Protest ist Protest und muss!

Wie sich  jetzt auch DIE LINKE der Sache DW & Co. annimmt, haben wir hier bereits erwähnt und werden diesen Beitrag noch ergänzen.

TH 17.12.2018

Der Ausgangsbeitrag vom 15.12.18:

Das habe ich nun also auch gelernt. Die Farbe der Hoffnung ist Gelb, nicht Grün.

Es geht mir seit Tagen im Kopf herum, wie mit den Gelben Westen umgegangen wird (auf diese Schreibweise habe ich mich jetzt mit mir selbst geeinigt). Ich muss jetzt endlich wieder etwas dazu schreiben. Dieser Drang zur Äußerung resultiert vor allem daraus, dass ich mich ärgere über den Umgang mit den Gelben Westen in den deutschen Sozialen Medien. Ja, die Mainstreammedien sind auch so und ich finde die Hintergründe treffend analysiert. Merkel, Marcron, die EU, wie sie ist und das wird tatsächlich von diesen Heinis auf der Straße infrage gestellt. Oh, oh. Das können nur verkappte rechte Gewaltagitatoren sein.

Und dann passiert folgendes. Typen in den deutsche SM, die erkennbar dem Kapital  huldigen, schreiben Sätze wie „Ist mir egal, was die Gelbwesten wollen, Gewalt geht gar nicht.“

Und schon fallen Menschen, die ich mag, brave Menschen, auf dieses Spiel herein. Damit sofort klar wird, was ich meine, stelle ich folgende Frage:

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen MietenwahnsinnWir haben doch in Berlin (und anderswo) den Mietenwahnsinn, gegen den wir kämpfen wollen, oder nicht? Das tun die Menschen derzeit mit ganz unterschiedlichen Ideen und Mitteln und bis jetzt in Kleingruppen, die auf eine vergleichsweise aufnahmebereite Stadtpolitik treffen, die den Protest durch konkrete Angebote bis jetzt gut kanalisieren kann.

Denken wir zunächst etwas zurück. Als die Gesellschaft der BRD in den späten 1970er und den 1980ern konservativer wurde, gab es in Berlin die Hausbesetzerszene. Und bei diesen Hausbesetzungen, die nicht einer so großen Wohnungsnot geschuldet waren, wie sie heute besteht, es gab ja immerhin Leerstand, den man besetzen konnte, ging es nicht immer friedlich zu und natürlich hat die Staatsmacht versucht, die Besetzer so gut wie möglich zu inkriminieren. Letzte Ausschläge dieser Methode hatten wir noch 2016 in der Rigaer Straße, als der damalige Innensenator Olaf Henkel, einer der größten Politiker-Fails in der an Politiker-Fails reichen Berliner Politik der letzten Jahre, dieses Spiel auch noch einmal versucht hat. Aber in Wirklichkeit ging es um Verdrängung und wie man sie durchsetzt.

Und es geht um große Ziele und kleine Gruppen. Was würde zum Beispiel geschehen, wenn die Politik in Deutschland sich taub stellt, was sie auf Bundesebene ja beinahe tut, was wäre, wenn die Preise weiter stiegen und die Mieter_innen tatsächlich in größerer Zahl auf die Straße gingen und nicht initiativenweise ihre Rechte durchsetzen wollten? Weil die Initiativen an ihre Grenzen stoßen, beispielsweise. Die Situation, dass es so kommt, ist doch immerhin vorstellbar, wenn ein paar Faktoren ungünstig zusammentreffen.

Würde also eine breitere Protestbewegung entstehen, dann würden garantiert auch wieder einige Gewaltbereite mitmachen. Echte linksautonome Anarchisten und welche, die unter falscher Flagge segeln, sogar Rechte. Diese Gruppen kann man erstens nicht so leicht auseinanderhalten, im Straßenkampf,  zweitens: Darf es sein, dass berechtigter sozialer Protest von wenigen okkupiert und diskreditiert wird? Was lernt die Gegenseite daraus? Dass man nichts anderes tun muss als auf die paar Gewaltbereiten zu schimpfen und schon bricht der Widerstand gegen das Kapital aus Gründen des schlechten Gewissens zusammen. Sind alle Ziele plötzlich falsch, weil die Falschen unter ihrer Flagg segeln wollen?

Im Ernst? Darf man so denken? Darf man die richtigen Ziele in den Wind schießen, weil immer ein paar falsche Typen sich ihrer annehmen? Wer das glaubt,  hat schon verloren und auch leider wenig verstanden, das muss ich hier offen schreiben, wenn ich schon nicht selbst auf die Straße gehe. Wir Deutschen, und das sehe ich ebenso wie die Verfasser_innen des Rubikon-Beitrags, tun uns schwer genug damit, wirksam Protest zu organisieren.

Ob 1989 in dem Artikel richtig bewertet wurde und dass man die Massenproteste der Friedensbewegung Anfang der 1980er nicht erwähnt hat, was mich persönlich etwas schmerzt, ist eine Sache, aber dass sozialer Protest, der wirklich von unten kommt, nicht aseptisch ist, nicht politisch vollkommen keimfrei, versteht sich von selbst, denn unten leben alle möglichen Menschen, genau wie oben übrigens auch. Nur dass die oben es einfacher haben, sich super zu fühlen, weil ihre Welt die Welt vieler Möglichkeiten ist. Da lassen sie sich dann gerne von einmal im Jahr oder so von Scheinphilanthropen wie George Soros zu großen bunten Demos vereinigen, die keinerlei Mut und keinerlei echten Widerstandsgeist erfordern und bei denen, nebenbei bemerkt, auch einige seltsame Gestalten mitlaufen, die alles andere als moralisch sauber, demokratisch geprüft sind und was noch alles Voraussetzung sein sollte, wenn man sich unteilbar wähnt.

Der echte Protest von der Straße hingegen, der ist eben nie perfekt in politisch korrekte Watte verpackt. Und in noch einer Hinsicht haben die Autor_innen Recht: Was sind ein paar brennende Autos gegen die tägliche Gewalt von oben gegen unten, die sich in Verdrängung, in Sanktionierung unter das Existenzminimum und dergleichen ausdrückt, die von unseren Regierungen oder mit deren freundlicher Unterstützung gegen Unschuldige in aller Welt ausgeübt wird – und pysische Gewalt gegen Aufständische, gegen diejenigen, denen es reicht, die gibt es natürlich auch.

Wir hatten in Berlin, es war um 2011, jeden Tag bzw.  jede Nacht brennende Autos. Viele mehr als jetzt in Frankreich. Aber kam es zu irgendwelchen größeren Reaktionen seitens der Generalethiker? Nein, dem war nicht so. Weil das einfach so passierte, nicht so schön manipulativ mit einer sichtbaren, großen Bewegung verbunden werden konnte, um diese in Verruf zu bringen.

Was die Gewalt als solche angeht: Wir haben uns hier ein paar Videos mal etwas genauer angeschaut. Genauer hinschauen kann manchmal Klärung bringen, aber auch viele Fragen aufwerfen. Eines dieser Videos inklusive der Person, die es getwittert hat, werden wir für unsere Leser_innen analysieren. Wir fangen hier klein an, weil wir im Moment nicht die Ruhe für längere Beiträge haben – aber wir bauen in weiteren Einlassungen auf diesem Artikel auf. So, wie wir von hier aus auf diese Darstellung verweisen, die sich mit der Reaktion der deutschen DIE LINKE befasst hat, die nach meiner Ansicht im Rubikon-Beitrag ebenfalls richtig gesehen wird.

80 Prozent der Franzosen stehen, auch wenn es zu unschönen Randerscheinungen kommt, hinter den Gelben Westen. In Deutschland tat sich sogar DIE LINKE damit schwer und die braven Bürger in ihren Zipfelmützen, die erschrecken sich furchtbar, wenn ein Stein fliegt, selbst bei 1000 Kilometer Entfernung. Bis auf die natürlich, die früher selbst Steine geschmissen haben, dann zu Kriegslobbyisten wurden und den Tod in die Welt trugen und immer noch tragen. Aber das ist ja was vollkommen anderes und regt uns auch schon lange nicht mehr auf.

© 2018 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

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