Tatort 1081 – Zorn / Vorschau Sonntag 20.01.1029 DAS ERSTE 20:15 Uhr // #Tatort #TatortDortmund #Faber #Bönisch #Dalay #Pawlak #Dortmund #WDR #Zorn

Titelfoto © WDR, Thomas Kost

„Der verflixte 13. Fall „Zorn“ hat es in sich: Oberkommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel) legt sich mit dem neuen Kollegen Jan Pawlak (Rick Okon) an, hat neuerdings wieder mit Panikattacken zu kämpfen und bringt sich selbst in akute Lebensgefahr. Der psychisch labile Faber (Jörg Hartmann) jagt indessen dem vermeintlichen Mörder seiner Frau und Tochter hinterher, und die skeptische Hauptkommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) schleppt sich mit quälenden Rückenschmerzen zur Reiki-Behandlung. Ach ja, daneben gilt es im Dortmunder Tatort außerdem, den Mord an einem ehemaligen Bergmann aufzuklären.“ (Tatort Fans)

Faber – Böhnnisch – Dalay – Kossik hieß das Team, das 2012 in Dortmund startete und war das zweite, das neu hinzukam, nachdem wir 2011 mit der Rubrik „TatortAnthologie“ begonnen hatten. Es war kein Ersatz, sondern begründete nach Köln und Münster die dritte WDR-Schiene. Mit dem Thesentatort, mit dem Klamauk-Tatort und dann mit dem Psycho-Bullen-Tatort wollte der WDR immer vorne dabei sein, wenn es darum ging, die  Reihe weiterzuentwickeln. Diese Tradition reicht sogar zurück bis zum Beginn in den frühen 1970ern. Zollfahnder Kressin war die coolste Socke von allen Ermittlern, bis Schimanski kam, natürlich wieder vom WDR ins Rennen um die Zuschauergunst geschickt. Mit Flemming, Ballauf, Koch gab es Anfang der 1990er erstmals ein Dreier-Team und die  Herausstellung des jeweiligen Privatlebens der drei Mitglieder.

Als Faber und seine Crew auftraten, dachten wir, entweder ändert Faber sich noch, z. B., wenn sein düsteres Familiengeheimnis aufgelöst ist, oder die machen’s nicht lange,  zumindest er nicht und die anderen nicht mit ihm.

Mittlerweile haben sie den Faber  zurückgenommen, ohne dass sein Trauma irgendwie bearbeitet worden wäre. So geht’s offenbar auch: Heilung durch den Job und vergleichsweise verständnisvolle Kolleg_innen. Wäre bloß im echten Arbeitsleben alles so nett. Dann würde die Ausfallquote von Menschen aus psychischen Gründen nicht ständig ansteigen und manches Talent, wie das von Faber, der unzweifelhaft ein Gespür für Verbrecher hat, würde nicht vergeudet.

Seit dem Dortmund-Tatort 12 „Tod und Spiele“ zwei neue Spannungsfelder: Wie kommen Dalay und Pawlak miteinander aus und werden Faber und Bönisch eine oder die eine oder andere Nacht miteinander verbringen? Unser Tipp: Letzteres wird vorerst nicht stattfinden. Ob wir vorerst Recht behalten, schreiben wir in der Nachpremieren-Rezension auf.

Mit „Zorn“ ist man wieder zu den für die Dortmund-Schiene typischen Einwort-Titeln zurückgekehrt – nur drei Faber-Filme bestehen aus drei Wörtern, einer aus zweien. Erstaunlich, dass es bisher nie einen Tatort mit dem Namen „Zorn“ gab, aber das ist tatsächlich nicht der Fall. Das Substantiv kam bisher nur in einem Titel vor: „Zorn Gottes“ (Nr. 980, Falke und Grosz).

Handlung

Der ehemalige Bergmann Andreas Sobitsch wird erschossen am Flussufer aufgefunden, unweit von Dortmund. Sein Zuhause war eine alte Zechensiedlung.

Die Kommissare Peter Faber, Martina Bönisch, Nora Dalay und Jan Pawlak befragen Freunde und Ex-Kollegen des Mordopfers. Sobitsch hatte sich bis zuletzt für die Interessen der Bergleute eingesetzt. Aber in der einst eingeschworenen Gemeinschaft herrscht Streit:

Auf dem Gelände ihrer Zeche öffnet bald ein Freizeitpark. Doch neue, adäquate Jobs in der Region zu finden, ist schwierig. Viele fühlen sich als Verlierer des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Bei den Ermittlungen tauchen neue Hinweise auf: Gibt es Verbindungen zu extremistischen Kreisen?

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Hauptkommissarin Martina Bönisch – Anna Schudt
Hauptkommissar Jan Pawlak – Rick Okon
Oberkommissarin Nora Dalay – Aylin Tezel
Gerichtsmedizinerin Dr. Greta Leitner – Sybille J. Schedwill
Opfer Andreas Sobitsch – Daniel Fritz
Ralf “Ralle” Tremmel – Thomas Lawinky
Ralles Untermieter Stefan Kropp – Andreas Döhler
Frederike Kropp, Stefans Ex – Mona Kloos
Klaus Radowski – Peter Kremer
Dr. Klarissa Gallwitz vom Verfassungsschutz – Bibiana Beglau
Reichsbürger Friedemann Keller – Götz Schubert
Gerichtsvollzieher – Günter Alt
Reiki-Gelehrter Nimrod Fellner – Richard van Weyden
Schupo Thomas Stepanek – Martin Geisen
u.a.

Drehbuch – Jürgen Werner
Regie – Andreas Herzog
Kamera – Wolfgang Aichholzer
Schnitt – Gerald Slovak
Szenenbild – Frank Polosek
Musik – Martin Tingvall

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