Erhaltung und Modernisierung in verschiedenen Rechtsgebieten und der Wochenend-Modus // @HeimatNeue @Mieterproteste @SusanneHoppe2 @KiezinAktion @BGemeinwohl @BMieterverein @22Marion_Noiram @Kiez_Web_Team @DoebertSteffen #Berlin #Gentrifizierung #Verdrängung #Milieuschutz #Steuerrecht #Mietrecht #Mieter #Enteignung #Vorkaufsrecht #Mietpreisbremse #Erhaltung #Modernisierung #Sanierung

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen MietenwahnsinnWir haben nicht die Seite gewechselt und der Thomas im Beispiel der Vereinigten Lohnsteuerhilfe, für den hat der Verfasser dieses Beitrags nicht das Role Model hergegeben.

Doch wir wollen heute mal auf etwas eingehen, was wichtig ist, um verschiedene Aspekte der Wohnungsbewirtschaftung zu sehen – und wie sich diese in verschiedenen Rechtsgebieten spiegeln.

Wir machen das in Form einer wenn auch rhetorischen Frage:  Wie geht es unserer Rechtsordnung dort, wo sie uns fast alle betrifft? Ist sie konsistent, entwickeln sich ihre Teile als harmonisches Ganzes oder werden immer weitere Ausfransungen und Entkopplungen produziert, anstatt über die Rechtsgebiete hinweg einheitlich und damit verständlich zu bleiben?

Bitte schauen Sie sich diese Info der VLH an und dann vergleichen Sie das, was dort steht, mit den §§ 555a, 555b BGB, in denen geregelt ist, was im Sinne des Mietrechts Erhaltungsmaßnahmen sind und was Modernisierungen, deren Kosten Vermieter (neuerdings zu 8 Prozent jährlich) auf die Mieter_innen „umlegen“, also deren Mieten entsprechend erhöhen darf.

Welchen Eindruck haben Sie, liebe Leser_innen?

Dass BGB und Steuerrecht eine Sprache sprechen? Oder dass Vermieter, gemeint sind kleine Vermieter, nicht Haie, die für alles eigene Fachabteilungen oder wenigstens Einzelfachleute haben, die ihnen alles auseinanderfitzeln, mit dem Problem konfrontiert sind, einerseits privatrechtlich, andererseits steuerrechtlich denken zu müssen und dass man dabei auch mal leicht ins Schleudern kommen und Fehler machen kann, auch den Mieter_innen gegenüber?

Dass die VLH, die für abhängig Beschäftigte arbeitet,  Vermieter_innen berät, kommt daher, dass viele kleine Vermieter in ihrer beruflichen Identität Lohnempfänger sind und nicht wegen ihrer Immobilien oder aus anderen Gründen Gewerbetreibende oder Selbstständige / Freiberufler. Wie etwa der Beispiel-Thomas mit seinem Bungalow, den er nicht selbst bewohnt.

Dieser Bungalow könnte irgendwo auf dem Land stehen und Thomas ist gleichzeitig in Berlin Betroffener des Mietenwahnsinns, weil sich die Mieten hier viel schneller erhöhen als seine Einnahmen aus dem Bungalow.

Das Thema Bauen und Wohnen hat so viele Aspekte, dass wir immer auch mal wieder zu einem Einwurf vom Spielfeldrand kommen, weil wir gerade eine interessante Info gefunden haben und diese und unser Nachdenken darüber teilen möchten.

Besonders an den Wochenenden funktioniert das immer mal wieder. Zurücklehnen,  Tee trinken, lesen, denken, Aktualitätszwänge beiseite schieben, sich Anforderungen entziehen oder gar widersetzen und ein paar Zeilen wie diese schreiben.  Und vor allem: Bei sowas nicht auf die Klickzahlen schauen.

TH

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