Bienzle und der Traum vom Glück – Tatort 342 / Vorschau Mittwoch 20.02.2019 SWR 22:00 Uhr // #Tatort #Stuttgart #Bienzle #TatortStuttgart #Glück #Traum #TraumvomGlück #Tatort342 #SWR

Titelfoto © SWR / Schröder

Eine typische schwäbische Unternehmergeschichte

Nachdem wir gestern bereits festgestellt hatten, dass wir den Tatort 341 aus München noch nicht kennen, konnten wir das heute für den direkten Nachfolger aus Stuttgart ebenfalls konstatieren. Der Münchener Film, wir haben ihn gestern Abend angeschaut, ist für seine Zeit sehr modern gemacht, auch technisch – von Bienzle erwarten wir nun eher schwäbische Hausmannskost. Das Herumwühlen im schwäbischen Unternehmertum ist ja in den frühen Bienzle-Jahren sehr ausgeprägt gewesen, wie wir zuletzt beim Starter „Bienzle und der Biedermann“ feststellen konnten, den der SWR auch mal wieder ausgekramt hatte. Aufgrund des gestrigen Münchner Tatorts wissen wir schon, dass „Bienzle und der schöne Traum“ im Jahr 1996 entstanden ist.

Wenn man immer denkt, Bienzle-Filme seien so bieder, wie der so gesehen prototypische Name seines ersten Falles vermuten lässt, täuscht sich nicht, die Machart betreffend. Aber das Innenleben der Charaktere ist manchmal schräger als in stilistisch hochgezüchteten, jedoch bezüglich der Figuren nicht sehr aussagekräftigen Tatorten aus einigen anderen Städten. Die Bienzle-Tatorte sind eher Jedermann- als Biedermann-Filme: Sie zeigen Vorgänge und Menschen, an die der Normalbürger gut anknüpfen kann. Da man den Normalbürger als mehr oder weniger ausgestorben ansieht, gibt es heute keine Schiene mehr, die ihn gleichermaßen anspricht. Womit wir protokollieren, dass wir an dieser Milieuexitus-Theorie zweifeln. Wir werden natürlich auch diesen Tatort gleich einprogrammieren, in den nächsten Tagen anschauen und über unsere Eindrücke berichten.

TH

Handlung

Zanker ist ein schwäbischer Unternehmer vom alten Schlag. Mit der Kelle in der Hand hat er sein Unternehmen aufgebaut und in Geschäftsdingen läßt er sich von niemandem etwas sagen. Schon gar nicht von seinem Schwiegersohn und Juniorchef Schweikardt. Der hat jedoch eigene Pläne.

Im Steinbruch der Baufirma Zanker lagert er illegal den hochgiftigen Müll eines Recycling-Unternehmers. Ein lukratives Nebengeschäft. Als aber bei einer Sprengung ein englischer Arbeiter tödlich verunglückt, beginnt Bienzle im Steinbruch zu recherchieren. Er vermutet, daß es sich nicht um einen Unfall handelt, sondern um Mord. Der blutige Höhepunkt eines Konfliktes zwischen deutschen Arbeitern und der Billiglohn-Konkurenz aus England.

Dieser Verdacht erweist sich zwar als falsch, führt aber zu einer überraschenden Entdeckung. Bei der Obduktion der Leiche erweist sich, daß der Verunglückte mit hochgiftigen Substanzen in Berührung gekommen sein muß. Doch bevor die Polizei den Steinbruch absuchen kann, hat Schweikardt schon den Abtransport der Giftfässer veranlaßt. Die Verhöre der Arbeiter bringen Bienzles Ermittlungen nicht weiter. Auch Klara, die Wirtin der Baustellen-Kantine, schweigt zunächst. Ihr Verlobter, der am Transport der Fässer beteiligt war, wird mit schweren Vergiftungen ins Krankenhaus gebracht.

Als er schließlich an den Folgen stirbt, hat Klara nichts mehr zu verlieren. Sie teilt Bienzle mit, was sie über Schweikardts Machenschaften weiß. Doch auch Zanker ist inzwischen über die kriminellen Geschäfte seines Schwiegersohns informiert. In einem Rohbau, in schwindelnder Höhe, kommt es zur letzten Auseinandersetzung.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Ernst Bienzle – Dietz-Werner Steck
Günter Gächter – Rüdiger Wandel
Wilhelm Zanker – Dieter Eppler
Hermann Schweikardt – Friedrich-Karl Praetorius
Dr. Kocher – Klaus Spürtzel
Edward – Matthias Ponnier
Roland Kästle – Bernd Grann
Wieland Schorf – Hubertus Gertzen
Inka Brahms – Karoline Eichhorn
Klara – Veronika Fitz
Hannelore Schmidinger – Rita Russek

Drehbuch – Felix Huby
Regie – Dieter Schlotterbeck
Kamera – Heribert Schuster

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