2019/77 Alle am Donnerstag, 21. März um 16 Uhr zu PEARS GLOBAL am Kudamm 177! / @nk_12049 @Syndikat44 @SyndiCat @derjochen @HeimatNeue @KiezinAktion // #PearsGlobal #Syndikatbleibt #Mietenwahnsinn vs. #Responsibility #wirbleibenalle #Neukoelln #potsebleibt #drugstorebleibt #kamilmodebleibt #meutebleibt #liebig34bleibt #besetzen @spreedemoblog @ReclaimYourClub @kiezladen_f54

Das ist der Termin, der am Donnerstagnachmittag zählt! 

Die Neuköllner Kiezkneipe „Syndikat“ hat Pears Global entdeckt. Das Kollektiv hat selbst dafür gesorgt, dass sein Peiniger im #Mietenenwahnsinn einen Namen bekam.

Kündigung, Zwangsräumung? Kein Problem, wenn man einen Gewerbemietvertrag hat, wie „Syndikat“, Milieuschutz hin oder her.

Dagegen wird wieder demonstriert am Donnerstag, 21. März 2019, 16 Uhr vor dem Sitz von Pears Global am Kudamm 177.

Am Kurfürstendamm, das ist dort, wo man sich nichts weniger wünscht als diese Art von Öffentlichkeit. So, wie die Aktiven vom „Syndikat“ den Widerstand gegen Verdrängung symbolisieren, symbolisieren die Adressen am Kudamm die Macht der Immobilienwirtschaft. Die Stadtgemeinschaft gegen die rücksichtslosen Eroberer aus dem Reich des freidrehenden Kapitals.

Da die Rebellen vom Syndikat die Macht nicht auf ihrer Seite haben, führen sie einen Partisanenkrieg. Sie enttarnen, sie fahren nach London, es wird ihnen mit Guerilla-Strategien geholfen – und sie gehen denen, die in Wirklichkeit keine „Responsibility“ kennen, weiter auf die Nerven. Warum der Einsatz fürs Syndikat so wichtig ist? Bitte weiterlesen unter dem Tweet der Anti-Verdrängungs-Initiative  „nk44“.

Wir haben die Ankündigung der Donnerstags-Aktion über die Chronologie der Guerilla-Webseite von „Pears Global“ gestellt, die im Tweet von „nk44“ erwähnt ist, damit diejenigen, die darüber noch nicht gelesen haben, verstehen, warum bei der Aktion am Donnerstag viele Menschen zusammenkommen müssen, um die Aktivist_innen vom Syndikat zu unterstützen. Auch wichtig – wie alles anfing mit Pears Global – wie anonyme Investoren immerhin zu einem Firmennamen mit einem Firmensitz in Berlin wurden.

Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt, der sich in diesem Tweet von „Syndicat“ ausdrückt, der demselben Ereignis gewidmet ist:

Pears Global ist zwar der Gegner des Syndikats, aber man muss immer die von Verdrängung massiv Bedrohten, die Gekündigten, die Besetzer_innen, die Exilant_innen mitdenken, die im Tweet von „SyndiCat“ genannt werden:

Autonome Jugendzentren in Schöneberg, queer-feministische Hausprojekte in Friedrichshain, Kiez-Modeläden in Kreuzberg, bereits geräumte Kiezläden in Neukölln – die dennoch nicht sterben!

Die Demo gegen Pears Global ist auch eine Demo für sie alle, die zusammen gegen Verreibung kämpfen und zuletzt die „Interkiezionale“, die Sterndemo am 2. März 2019, organisiert hatten.

TH

Update 2 vom 17. März 2019 zum Ausgangsbeitrag vom 13. März:

Die Neukölln-Initiative gegen Verdrängung „nk44“ zieht auf ihrem Blog nun ein mediales (Zwischen-) Fazit, in dem sie das Wesentliche zur falschen Webseite von Pears Global  zusammenfasst.

Darin steht zu lesen, wie Medien und Politiker reagiert haben – und einiges zum seltsamen öffentlichen Verhalten der Pears Group. Gut möglich, dass sie dort bisher gar nicht gewöhnt waren, mit Öffentlichkeit umzugehen. In dem Sinn haben wir auch „Ruft doch mal an!“ (siehe Ausgangsbeitrag unten) nicht sofort richtig geblickt, denn darum ging es u. a. bei der Kommunikationsguerilla: Pears Global nerven! Sie ins Licht zerren, nachdem das Syndikat selbst sie auf spektakuläre Weise ausfindig gemacht hat.

Einen Kernsatz dieser Aktion haben wir uns gemerkt: Das, was auf der falschen Webseite bei „Responsibility“ steht, wäre der Weg gewesen, mit dem der Investor hätte beweisen können, dass er sich tatsächlich seiner Verantwortung stellt.

Das wird wohl nichts, mit den verantwortlichen Investoren. Der Kampf geht weiter.

Überraschend?

Wie sieht es aktuell aus in der Branche? Wir erwähnen zuweilen, wie unterschiedlich die Verbände der Immobilienindustrie sich darstellen und staunen darüber, wie gleich am Ende alles ist. Pears Global hingegen, das sind diejenigen, die zum Beispiel hier gemeint sind:

Auch der ZIA, der sich gerne mal mit grüngewaschenem Wording schmückt, wenn er in Berlin Events organisiert, bei denen Öffentlichkeit entstehen könnte und wo er  heimische Politiker_innen umschmeichelt, gibt sich ganz frei, wenn er international plaudert: Investoren, kommt nach Europa! Nach Deutschland.

Oh, da ist ja auch das Brandenburger Tor im Hintergrund als Silhouette zu sehen!

Invstoren, kommt nach Berlin! Schaut auf diese Stadt, schaut rein und kauft sie! Hier ist noch dicke Luft nach oben!

Die Menschen hier sehen solche Selbstdarstellungen aber auch  und denken sich ihren Teil. Und die Luft wird in der Tat dicker.

Und natürlich sind Partner vor Ort wichtig, das hat man beim ZIA gut erkannt. Irgendwer muss die Share Deals einfädeln, die Umwandlungen gestalten und beurkunden, die Herausmodernisierungen handwerkeln, die Mieter rausschmeißen – alles, was notwendig ist, damit der Renditezug richtig Fahrt aufnehmen kann. Das geht nur vor Ort, mit jenen robusten Helfern, für welche die Immobilienbranche schon lange vor dem #Mietenwahnsinn berüchtigt war.

Sicher sind auch die Stellen gemeint, die Räumungsklagen auf den Weg bringen können und diejenigen, die sie dann durchsetzen können. Das sind ebenfalls wichtige lokale Partner.

Deswegen: Neue Berliner Linie. Keine Zwangsräumungen mehr!

Wir danken „nk44“ für die freundliche Erwähnung – eigentlich hätten wir’s schön gefunden, wenn die Sache noch etwas weitergelaufen wäre, aber die Berliner Morgenpost hat das mit ihrem allzu poshen Beitrag maßgeblich vereitelt. Sorry, dass wir uns dadurch irgendwie herausgefordert fühlten.

Wir hoffen für das Syndikat das Allerbeste und werden weiter berichten, dazu fühlen wir uns auch verpflichtet, u. a., weil wir uns jetzt so reingehängt haben, nachdem zuvor andere Medien dem Syndikat viel mehr Aufmerksamkeit widmeten (mit etwas mehr vorhandenen Ressourcen, klar).

Heute unsere Solidarität mit dem Syndikat in der Weisestraße 56 von Neukölln!

TH

Vorausgehender Beitrag vom 13. März 2019:

Mittlerweile ist das bei uns ja nicht unüblich, deswegen auch hier wieder ein schnelles Update / 13. März 2019:

18:47 Uhr: Mittlerweile hat sich auch die taz dem angeschlossen, was diejenigen, die sich an der Diskussion beteiligt haben, zusammentragen konnten – wir freuen uns sehr darüber, dass so viel Einschätzungs- und Analyse-Übereinstimmung auch unabhängig voneinander zu so viel begrifflicher Ähnlichkeit führt. Auch das Syndikat selbst hat sich gemeldet. Wir hatten gestern Abend schon versucht, Kontakt aufzunehmen, aber keine Antwort erhalten – sonst wäre der Witz ja auch weg gewesen, wir versehen das. In dieser Anfrage kam bereits das Wort „Guerilla-Taktik“ vor.

Damit beenden wir dieses erste Update.**

14:18 Uhr: Wir machen dafür kein weiteres Update, aber gerade hat auch die Berliner Morgenpost reagiert, die unseren gestrigen Beitrag ausgelöst hatte.

13:30 Uhr: Die Initiative „nk44“, durch deren Post wir gestern noch einmal auf die besprochene Webseite aufmerksam wurden:

hat heute morgen dies getwittert.

Und dann noch dies an uns und andere, die sich über den Vorgang unterhalten haben.

2019-03-13 Kommunikationsguerilla nk44 2 an unsAnrufen müssen wir nicht mehr, der Fall liegt klar.

In einer Sache haben wir uns allerdings geirrt: Die echte Pears-Global-Seite in Berlin ist optisch und auch in weiten Teilen inhaltlich / mit Abwandlungen die Vorlage für die falsche. Dieser mega-dezente Auftritt entspricht offenbar dem Wesen von Pears hierzulande und überwiegt den Wunsch nach einer gemeinsamen CI aller Pears-Präsentationen bzw. es gibt ihn gar nicht, damit die Zusammenhänge nicht zu deutlich hervortreten.

Leider steht unter „Responsibility“ ein viel kürzerer Text als in der Guerilla-Version.

Ansonsten unterschreiben wir das, was „nk44“ im Tweet von heute morgen gepostet hat.

TH

Ausgangsbeitrag vom 12. März, ca. 23 Uhr: 

Um von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen an einer wichtigen Sache:

Syndikat bleibt!  

2019-03-11 mit Thomas am Syndikat klein
11. März 2019 – Schillerkiez-Spaziergang mit Syndikat, Foto © Der Wahlberliner

Gestern war ich mit einem befreundeten Journalisten vor Ort und wir haben uns über den Schillerkiez unterhalten, der seine geliebte Heimat ist und über den er nebenamtlich schreibt.

Selbstverständlich war das Gespräch überwiegend politisch und ebenso selbstverständlich kam die Kiezkneipe Syndikat darin vor. War schön und sehr informativ, zumal wir uns längere Zeit nicht mehr gesehen hatten. Ins Syndikat konnten wir nicht gehen, weil wir beide nur am Morgen mal zwei Stunden gemeinsame Zeit fanden. Also sind wir wenigstens daran vorbei gelaufen.

Wir haben auch über diese Webseite von „Pears Global Real Estate Four Germany“ gesprochen, die ja vor ein paar Tagen schon einmal auftauchte – und damals überhaupt keine mediale Reaktion verursacht hatte. Auch die Initiative „Syndiakt bleibt“ hatte nicht darauf angesprochen.

Wir hatten uns dann beim Wahlberliner ebenfalls entschlossen, nicht darüber zu schreiben – obwohl es doch ein Knaller gewesen wäre, als erste entdeckt zu haben, dass das Syndikat es geschafft hat, den Giganten Pears Global umzustimmen und bleiben zu können, ganz offiziell. Waffenstillstand – Frieden? Aber schon damals fanden wir diese Präsenz von „Pears Four Real Estate“ etwas seltsam.

Nun aber schaltet sich auch die Hauptstadtpresse ein und nicht nur das – sie rechnet sich auch zu, Pears Global besiegt zu haben. Hier der Tweet, der das belegt:

https://twitter.com/nina_kugler/status/1105508136792805381*

2019-03-12 Nina Kugler von der Morgenpost - Retterin des Syndikats

Falls es mit dem Syndikat abgesprochen ist, dass man so tut, als ob man die Webseite für echt hielte, also eine Art Gemeinschafts-Satire produzieren will, ist genau das einen Tick zu viel, weil wir meinen, wenn jemand siegt, dann das Syndikat selbst, mit seinen coolen Aktionen, die es schon gezeigt hat und mit denen es die Stadtgesellschaft elektrisiert, stärkt und auch Menschen wie uns inspiriert – und nicht etwa umgekehrt.

2019-03-11 Syndikat 2 klein
11. März 2019, Foto © Der Wahlberliner

Die Presse hingegen kann bestenfalls ein wenig unterstützen.

Nicht nur bei der Morgenpost, sondern auch beim Tagesspiegel ist allerdings feststellbar, dass es journalistisch down-top etwas konservativer wird und auch viel gegen die Mieter_innen geschrieben wird – oder besser: für die Immobilienlobby.

Vielleicht war auch diese Erkenntnis ein Grund für das Syndikat, sich die Presse ironisch zur Brust zu nehmen, weil sie im Sinn der Meinungsfreiheit ganz schön zwiespältig daherkommt und nicht voll auf der Seite der Bedrängten steht.

Wir halten es nicht für ausgeschlossen, dass eine Lokalredakteurin deshalb absichtlich mitmacht, obwohl sie gemerkt hat, dass mit der Webseite etwas nicht stimmt. Falls das aber so ist und falls wir jetzt nicht komplett schief liegen und doch alles echt ist: Das ist  der Knackpunkt. Was das Syndikat tut, um auf sich aufmerksam zu machen, ist eine Sache, aber die Presse muss versuchen, Klarsicht zu schaffen, nicht Nebelkerzen werfen.

Natürlich, die Seite mit der halben Birne ist nicht so gemacht, dass man nach einer Sekunde mit der Nase darauf stößt, dass alles Quatsch ist, sonst hätte sie keinen Kann-oder-kann-nicht-sein-Effekt und dann würden sich derzeit nicht so viele interessierte Menschen fragen, ob Sein oder Schein vorliegt.

2019-03-11 Syndikat 3 klein
11. März 2019, Foto © Der Wahlberliner

Wir trauen den Aktivist_innen vom Syndikat mit ihren vielen Einfällen zu, dass sie sie Webseite selbst gebaut haben bzw. sie sich von Freunden haben gestalten lassen. Das wäre eine Form von Guerilla-Marketing.

Auch die Abfolge der Reaktionen auf die erste Ankündigung von „nk44“ heute Abend gibt einen Hinweis darauf, dass man ein bisschen mit der Sache vertraut ist. Zuerst hat „SyndiCat“, die anarchische Schwester, reagiert – und „Syndikat bleibt“ erst einmal gar nicht. Wir stützen uns aber im Wesentlichen auf das, was wir auf der Webseite selbst gesehen haben:

Allein das Impressum gibt so viele Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt, dass man als einigermaßen sortierte_r Journalist_in gut beraten ist, das Geschriebene mindestens in Frage zu stellen und nicht eher einen Sieg, schon gar keinen eigenen, persönlichen, zu publizieren, bis man eine vertrauenswürdige Reaktion von Pears Global selbst erhalten hat.

Die Warnfunktion war zudem Absicht, sonst hätte man die Schrullen nicht so gehäuft platziert. Doch nicht jede_r ist wohl bis zum Impressum vorgestoßen und auch damit haben die Macher wohl gerechnet. Nicht einmal die Postleitzahl der Adresse Kudamm 177 stimmt übrigens. Ein Hoch auf die vielen Siebener.

Und das Birnen-Logo! So süß in jedem Sinn des Wortes. Erinnern wir uns noch an das reizende Syndikat-Plakat „No Tears for Pears“? Bei dessen Anfertigung könnte die Idee zur Webseite entstanden sein.

Die William Pears Investorengruppe mit all ihren vernetzten Firmen hat natürlich nichts mit „Pear“, also mit Birne zu tun.

Es gibt Firmeninhaber, die mit ihrem Namen auf launige Weise spielen, gerade in Berlin ist sowas nicht untypisch und wir mögen es. Aber bei den erzkonservativen Immobilienleuten? Ein Immo-Mensch, der Pfeifer heißt, würde sich gewiss nicht nicht eine Triller- oder Wasserpfeife als Logo gönnen und Birnen sind seit Helmut Kohl als ernst gemeinte Chiffre ohnedies tabu.

Hat sich zwecks weiterer Forschungen jemand die Hauptseite von Pears in Großbritannien angeschaut und sich überlegt, ob das, was hier in Berlin gezeigt wird, irgendwie zur ziemlich mächtig und überdrüber wirkenden, von Schwarz und von Fotos von megalomanischen Projekten dominierten CI der Firma passt und ob dieser Global  Player ein Haus wie die Weisestraße 56 als „Premium“ bezeichnen würde, zart auf weiß?

Pears ist, wie alle im Moment, froh, in Berlin überhaupt irgendwas in die Hand zu bekommen, sonst würden sie sich andere „Premiumhäuser“ suchen als ein kleines, hochgradig unscheinbares Gebäude in einer Neuköllner Seitenstraße mit einer renitenten Erdgeschosskneipe und sonst nicht viel drum herum, was Premium wirkt. Akelius hat in der Ecke auch was, stimmt. Die sind ja stolz auf sich und schrauben ihr Schild an jedes Haus, das sie besitzen.

Es gab Momente, da waren wir nicht sicher, ob nicht noch mehr gefakt wurde.

Und seit wann, last but not least, kündigt eine solche Firma, die bisher auf Diskretion Wert gelegt hat, einen „Sinneswandel“ auf diese Weise, also auf einer so rudimentären Webseite an, anstatt sich mit den Beteiligten erst einmal intern in Verbindung zu setzen? Und nimmt diese Webseite dann auch noch offline und schaltet sie ohne wesentliche Änderung ein paar Tage später wieder frei? Haben wir schon den Ersten April? Nein, und Fasching ist vorbei. Gut.

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11. März 2019 – die Wunschwand des Syndikats – und von uns allen. Foto © Der Wahlberliner

Der Text weist weitere satirische Züge auf und vielleicht wollten die Syndikat-Aktivist_innen in ihrer verzweifelten Lage auch mal sehen, wie eitel und dumm manche Menschen sind oder eben nur anprangern, was alles man tun muss, um im Gespräch zu bleiben.

In einer Stadt, in der jeden Tag ein neuer Verdrängungsfall hochpoppt, muss man sich etwas einfallen lassen, um weiter wahrgenommen zu werden. Das Maximum an grimmigem Fun wäre gewesen, wenn die genannten Politiker_innen darauf angesprungen wären, aber das haben wir bis jetzt nicht wahrgenommen.

Unsere volle Sympathie haben die Besetzer vom Syndikat bei all diesen kreativen Ideen und eines ist schon klar: Hätte die Morgenpost nicht reagiert, hätten wir vermutlich nicht gegenreagiert.

Auch wir sind enttäuscht, wenn wir merken, dass sich in Wirklichkeit nichts zugunsten des Syndikats getan hat. Ein hintersinniger und guter weiterer Gedanke – genau diese Gefühle auszulösen, damit wir’s uns nicht so bequem machen und uns mit dem Schicksal der Kiezkneipe in der Weisestraße nicht einfach abfinden.

Wir haben uns gestern über die Politik in Neukölln unterhalten (steht oben schon) und wir waren uns einig, dass Jochen Biedermann als Baustadtrat, mein Gesprächspartner kennt ihn, im Unterschied zu mir, persönlich, eine engagierte und seriöse Arbeit macht. Im Fall „Pears Global vs. Syndikat“ kann der Bauchef des Bezirks zu vermitteln versuchen, nicht aber zugunsten der Kneipen-Gallier_innen mit rechtlichen Mitteln eingreifen, damit sie bleiben können, denn misslicherweise haben Gewerberäume keinen Milieuschutz.

Wir haben u. a. wegen des Syndikats gefordert, dass sich das so schnell wie möglich ändern muss und wir unterstützen auch die „Neue Berliner Linie“, die Zwangsräumungen verhindern soll. Deswegen spielt es überhaupt keine Rolle, anders als von der Morgenpost einfach mal übernommen, wann der Milieuschutz eingerichtet wurde oder wann oder ob aufgeteilt wurde. Für die Wohnungen im Haus Weisestraße 56 durchaus, nicht aber für das Syndikat.

Geht es also um Pears Global oder um weiche Birnen? Auch möglich, dass wir uns zum  zum Obst machen, wenn sich herausstellen sollte, dass diese Webseite tatsächlich echt ist und Pears einfach mal wartet, ob das Syndikat sie auch findet und dieses sich dann einfach mal freut, ohne Näheres zu wissen. Aber vielleicht wäre damit das Syndikat gerettet und das wäre es uns wert, dass wir daneben lagen und uns ziemlich entschuldigen müssen.

Gerade wegen dieser Geschichte heute unsere Solidarität mit dem Syndikat von Neukölln!

Hier zu unserem ersten Bericht über das Syndikat.

© 2019 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kommentar 194, SMH 301, SMH 308, SMH 310

*Den Original-Tweet hat die Morgenpost mittlerweile gelöscht, wir haben ihn daher durch einen Screenshot ersetzt, den wir gestern angefertigt haben, um auch im Löschungsfall weiterhin darstellen zu können, was uns so getriggert und diesen umfrangreichen Beitrag ausgelöst hat.

**Wir würden gerne diesen Beitrag unauffällig weiter updaten, aber das geht leider nicht. Wenn jetzt was dazukommt, müssen wir einen offiziellen neuen Beitrag posten, die älteren Anmerkungen können darin natürlich enthalten sein. Wer meint, unsere häufigen gekennzeichneten Updates seien publicitysüchtig, bedenke bitte dies: Wer  Beiträge von uns likt oder retweetet, sagt damit aus, dass er etwas, das zu einem bestimmten  Zeitpunkt sichtbar ist, mag oder für verbreitenswert hält. Wenn wir im selben Beitrag immer weitere Veränderungen vornehmen, sie aber nicht durch eine neue Version öffentlich machen, überschreiten wir klar unsere Kompetenz, das kann besonders Menschen, die politisch tätig sind, Ärger machen – denn es kann ja sein, dass sie neue oder geänderte Inhalte in einem Beitrag nicht mehr so gut finden und diese Version nicht mehr unterstützen würden oder sogar dafür angehauen werden, dass sie Inhalte liken oder verbreiten, die nicht mehr dem entsprechen, was sie gelesen haben. Wir werden diese Anmerkung in strukturierterer Form auch in unseren nächsten Beitrag in eigener Sache einbinden.

 

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