Das Nest – Tatort 1092 / Crimetime 290 / #Tatort #Dresden #MDR #Gorniak #Schnabel #Winkler #Nest #Tatort1092

Crimetime 290 - Titelfoto © MDR, Daniela Incoronato

Das ist, was soll ich machen,
meine Natur,
ich kann halt töten nur
und sonst gar nichts.

Immerhin ist „Das Nest“ derzeit in der Rangliste des Tatort-Fundus hinter „Déjà-vu“ angesiedelt, dem Vor-Vorgänger des Dresden Teams. Sonst hätten wir uns wirklich gefragt, ob die Tatort-Fans, darunter viele sehr versierte Kenner der Reihe, den Verstand endgültig verloren haben. Aber unter den Top 30, mit sehr vielen 10/10-Wertungen von Menschen, die sonst immer sehr kritisch sind und als Schwarm-Intelligenz fast jeden Fehler, den ein Tatort aufweist, benennen? Es sind derzeit noch keine Kommentare zu den Bewertungen sichtbar, aber die müssten ja den Punktvergaben entsprechend sehr positiv ausfallen. Warum wir dieses Mal nicht mitgehen wollen, obwohl wir bei den meisten Tatorten höhere Noten vergeben als deru Durchschnitt der Ranglisten-Nutzer, erklären wir in der -> Rezension.

Handlung

Bei einem gefährlichen Einsatz wird die Dresdner Kommissarin Karin Gorniak schwer verletzt. Der gesuchte Mörder kann entkommen und Karins neue Kollegin Leonie Winkler muss den Fall übernehmen. Karin Gorniak wird aus dem Krankenhaus entlassen. Sie hat den Täter als Einzige gesehen und könnte ihn identifizieren. Nachdem sie sich zunächst in die Asservatenkammer versetzen lässt, hilft sie ihrer neuen Kollegin dabei, Tatverdächtige zu ermitteln.

Karin Gorniak stimmt einer Gegenüberstellung zu. Der Kreis der Verdächtigen kann auf zwei Männer eingegrenzt werden: den Chirurgen Dr. Christian Mertens und den Krankenpfleger Bernd Haimann. Kurz bevor die Ermittlerinnen den Pfleger vernehmen können, verschwindet er jedoch. Karin ist sich inzwischen sicher, dass Dr. Mertens der Täter ist, doch seine Ehefrau gibt dem Arzt ein sicheres Alibi.

Karin zweifelt an ihrem eigenen Urteilsvermögen und verliert die Unterstützung ihres Chefs Schnabel. Leonie Winkler beginnt, für die Kollegin zu kämpfen. Gemeinsam gelingt es den Ermittlerinnen, dem Täter immer näher zu kommen. 

Rezension

Seit einiger Zeit verstärkt sich der Eindruck, dass die Drehbuchautoren bei den Tatorten wie folgt vefahren: Nachdem wir es trotz aller Bemühungen aufgrund mangelnden Talents nicht hinbekommen haben, gleichermaßen a.) spannende wie b.) psychologisch stimmige und c.) logische Plots zu schreiben, geben wir den Anspruch auf b.) und c.) dran, konzentrieren uns voll auf a.) und schauen mal, ob es überhaupt nötig ist, b.) und c.) bei heutiger Medienrezeption noch so bemüht verwirklichen zu wollen. Das Ergebnis können wir vorwegnehmen: Ist es nicht. Jeder Übergriff und jeder Blödsinn geht, solange es angeblich spannend ist. Doof nur, dass bei uns das Gefühl von Spannung nachlässt, wenn sie nur dadurch erzeugt werden kann, dass fast jedes einzelne Handlungselement möglicht weit hergeholt, rein spekulativ und manipulativ auf Effekt erfunden wurde, eine Kiste von Versatzstücken aus vielen, langen Krimi-Jahren.

Es wird häufig das Baukastenmäßige moniert, wenn Tatorte sich brav an bekannten Standards abarbeiten und sich dabei nur geringe Variationen erlauben. Wir könnten jetzt schon wetten, dass kaum jemand kritisieren wird, dass das hier auf die Spitze getrieben wurde. Aber auf eine Weise, die offenbar nicht so ins Auge sticht. Zudem wird ganz gezielt an Grundtatbeständen der Zivilisation gesägt und wir können uns gut vorstellen, welche diebische Freude diejenigen empfinden, die hier in die Kacke hauen, weil es kaum noch jemand merkt, geschweige denn, sich darüber aufregt. So gesehen, ist ein Plot wie der von „Das Nest“ auch ein Spiegel, wenn alle ihn super finden.

Fangen wir mit der Täterfigur Dr. Mertens an. Wir steigen nicht mehr groß darauf ein, dass Tatorte mit Medizinern ziemlich umspringen, das ist ja schon lange so und soll wohl gegen die Vergötterung der Helfer in Weiß gerichtet sein. Aber es wird etwas anderes besonders überspitzt, was Drehbuchschreiber auch gerne subversiv an der Political Correctness vorbeimogeln. Dr. Mertens ist dermaßen abgrundtief böse, und das, wie er selbst sagt, seit seiner Geburt, dass jedem klar sein muss, Serientäter sind nicht Opfer von irgendwas, zum Beispiel einer Kindheit im Zeichen der Gewalt, sondern der Teufel war bereits bei ihrer Zeugung im Spiel.

Wenn man es etwas weiterdenkt, gilt das für alle psychischen Krankheiten, sie werden Figuren wie Dr. Mertens gar nicht mehr zugerechnet und auch Luzifer selbst kann Arzt werden und sich immer genau dann unter Kontrolle halten, wenn er will. Dieses simple Weltbild ist in Milieus besonders verbreitet, die immer mehr Einfluss in Deutschland gewinnen und deren Anghörige möglicherweise den Subtext eines Tatorts wie „Das Nest“ besser verstehen als die meist normalhierbürgerlich sozialisierten Tatort-Fans. Eine weitere Interpretationsmöglichkeit ist: Das komm auch ihnen im Grunde gut, dass Menschen einfach erschossen werden und Vorgesetzte das auch noch decken – wie schon im vorhergehenden Dresden-Tatort den schrägen Undercover-Einsatz von Henni Sieland – das Vorgehen in „Das Nest“ ist aber noch einmal mehr angeschärft.

Das ist aber nicht alles, was man dazu sagen muss: Es geht darum, die Gesellschaft entweder im Zustand der Zersetzung bloß zu zeigen oder auch ein bisschen daran mitzuarbeiten. Ein Vorgesetzter wie Schnabel macht am Ende nicht einmal ein Wesens darum, dass Gorniak sich aus der Asservatenkammner einfach eine Waffe  nimmt, nachdem sie ihre Dienstwaffe abgeben musste. Wer sich verhält wie Gorniak, nämlich ebenso als Jägerin getrieben wie Dr. Mertens als Mörder nicht anders kann als zu morden, lässt Assoziationen mit einer Polizei zu, die außer Kontrolle ist und natürlich fällt diese Darstellung auf fruchtbaren Boden, gerade in einer Stadt wie Berlin. Wer würde behaupten, dass da nicht auch was dran ist?

Ein weiterer Punkt, den man in diesem  Zusammenhang sehen muss, ist die hochgradig unprofessionelle Verhaltensweise beider Polizistinnen. Vielleicht ist das frauenfeindlich, vielleicht auch nur es sich einfach gemacht. Wenn die Cops dermaßen viele Fehler machen, und das von Beginn an, z. B. in der Form, dass zwei Frauen ins Gruselhaus gehen, während unzählige SEK-Zwerge still im Wald warten, dann  muss auch der Täter nicht, wie in amerikanischen Serien, über herausragende Skills verfügen, um ein gleichwertiger Gegner  zu sein.

Dr. Mertens ist eigentlich eine Witzfigur mit Kinderlogo auf der Heckscheibe. Mimimi. Niemals funktioniert sein praktiziertes Modell, die Familie immer in Schlaf zu versetzen, wenn er auf Mordtour geht, um ein Alibi zu haben. Das wissen natürlich auch diejenigen, die diesen Unsinn erfunden haben. Er trägt ja die Frau und die Tochter sogar fürsorglich ins Bett oder aufs Sofa. Jeder Mensch merkt, wenn er an einem anderen Platz aufwacht als dem, den er zuvor eingenommen hatte. Man kann sich dann fragen, wie bin ich bloß dorthin gekommen, Blackout? Aber dass man weggetreten war, dass man eine Lücke im Bewusstsein hat, das weiß man.

Wenn man aber schon den Mertens so unglaubwürdig macht, dann ist es auch nicht mehr wichtig, was hinter seiner Familienaufstellung mit Leichen steckt, die er in einem verlassenen Haus eingerichtet hat. Vielleicht möchte er uns auch nur sagen, dass wir alle ausgestopfte Sofapuppen sind, tot, keine Hirnfunktion mehr, vor allem nicht an Sonntagen, ab 20:15 Uhr. Wir werden darauf noch einmal zurückkommen. Wir erfahren nichts über Motive, aber das Böse braucht keine Erklärung für gar nichts. Dadurch entfallen auch diese lästigen Talking Heads, die dafür sorgen, dass Filme langsamer werden.

Man kann sich rein auf die Action konzentrieren, es wird eh kaum noch jemand nachfragen, wie eigentlich die Ausganssituation aufgelöst wird. Stattdessen delektieren sich auch professionelle Kritiker daran, dass eine Frau, die einen Unfall hatte, dieses Grusel-Ensemble zufällig entdeckte. Anstatt gleich an der Unfallstelle per Handy Hilfe zu holen, denn das Handy muss ja in der Gegend funktioniert haben, sonst hätte sie nicht nach der unheimlichen Begegnung der ärztlichen Art gleich die Polizei holen können.

Dabei kommt es dann zu dieser Schießhemmung der neuen Kollegin Winkler, denn der Mörder ist noch da, er ist noch da. Dass solche Figuren wie das Pferd im Wald nicht erläutert werden, wir haben’s verstanden: Es ist auch ein frei gewähltes Versatzstück. Wie ein, zwei weitere, etwa das Beklatschen der Super-Kommissarinnen am Ende in der Dienststelle durch das Team, könnte es z. B. aus „Babylon Berlin“ stammen. Die Art, wie der Fall aufgeklärt wird, ist allerdings eher zum Abwinken. Reiner Zufall, dass das für Gorniak nochmal gut geht und wie gut erst, dass der Mörder so ein unfassbar böser Mensch ist, sonst hätte man ja doch mal darüber ins Nachdenken kommen können, ob Gorniak, anders als etwa Faber in Dortmund, der nicht so Psycho ist, dass durch seine Aktionen andere Menschen getötet werden, abgelöst werden muss.

Stattdessen versinkt Chef Schnabel in Depressionen, während Gorniak ausheilt, weil Winkler den Fall nicht voranbringt. 62 Tage Stillstand, dann kehrt Gorniak zurück, will erst gar nicht mehr dabei sein, sondern ihr Dasein in der Asservatenkammer fristen, guckt sich dann eine Bilderserie an und erkennt sofort, dass ein Profi beim Vernähen präparierter Leichen auf Amateur machen wollte. Hilfe! Es gibt nur drei Möglichkeiten. A.) Zuschauer merkt nicht, dass er verarscht wird, b.) er merkt es und findet es okay, weil spannend, c.) er registriert den Versuch und ist verstimmt. Wir klären am Ende, wie wir uns entschieden haben, wobei a.) ausfällt.

Es war sehr schnell klar, dass nur fünf Personen infrage kamen, nicht nur Gorniak, sondern auch die Zeugin, die den Unfall hatte und Mertens im Haus begegnete, begrenzte diese Auswahl dann auf zwei Personen. Aber 62 Tage lang, bis Gorniak zurückkehrt, passiert überhaupt nichts, keine Spurensicherung, kein DNA-Abgleich der  Tatverdächtigen, kein Weiterermitteln nach den Erstbefragungen. Kein Wunder, dass Vater (oder Onkel?) Winkler seine Tochter für nicht besonders talentiert hält, obwohl Jahrgangsbeste an der Akademie, also eine gute Theoretikerin – und sie muss eigentlich auch psychisch „funktionieren“, wenn sie es bis zur  Hauptkommissarin schafft. Wieder wird die antisoziale Deutung gratis mitgeliefert: Ausbildung ist Quatsch, das Leben besteht aus Intuition, wie Gorniak sie hat, medizinische Fachkenntnisse sind auch eher intuitiv zu erlangen.

Vielleicht ist das Leben deshalb denen zugewandt, die das von klein auf ahnten, entsprechende Vorbilder hatten und lieber in der Unterflächenwirtschaft reich werden, als den schweren Weg des LLL zu gehen. In Deutschland alles kein Problem und auch nicht sehr gefährlich. Was gibt es noch? Einen Generationenkonflikt im Hause Winkler, der sich in diesem Film sehr rudimentär ausnimmt, das Spielen mit dem Feuerzeug als Übertragungshandlung – so spannend. Ob die Winkler-Figur so angelegt ist, dass sie sich entblättert, aufzwiebelt, wir irgendwann erfahren werden, was dahinter steckt?

Bisher hat das ja nicht so gut funktioniert, bei Faber beispielsweise oder auch bei Karow, weil es nicht möglich war, diese Vergangenheitslinien in den Drehbüchern konsequent weiterzuführen. Aber wer es noch nicht gemerkt hat: Es ist gar nicht wichtig. Heute hier eine Duftmarke gesetzt, morgen dort einen Cliffhanger, aber es steckt weiter nichts dahinter als Effekt. Genau das richtige für Generation NA (nachlassende Aufmerksamkeitsspanne).

Finale

Wir wollen gar nicht verbergen, dass uns dieser Tatort auch deswegen getriggert hat, weil wir ein paar Stunden zuvor ein Gespräch mit einer Schreibfreundin hatten, in dem es genau um das ging: Was muss ein guter Krimi können. Da wurde dann von der Gegneseite auch das Eröffnen von Interpretationsmöglichkeiten mit Bergen von Auslassungen verwechselt, die den Sinnzusammenhang komplett beliebig werden lassen und wir haben uns am Ende gefragt, ob wir vielleicht die letzten sind, die versuchen, in irgendwas irgendeine Ordnung zu erkennen und uns daran möglicherweise ganz krampfhaft festhalten, wo doch die Welt uns jeden Tag beweist, dass es für den Seelenfrieden von Vorteil ist, wenn man nicht mal  a = b und b = c, dann a = c hinbekommt und alles sowas.

Dabei waren wir doch mal vergleichsweise stark im Erdenken skurriler, rein assoziativer Handlungen. Die  hatten allerdings eine immanente Logik, abhängig von der Prämisse – in Filmen wie „Das Nest“ ist auch die Prämisse wählbar. Wir können einen ganzen Strauß von Prämissen finden, die zum Film passen, leider ist keine darunter, die nicht mindestens fragwürdig ist.

Aber war es nicht spannend zu beobachten, wie immer neue Unglaubwürdigkeiten auftgetischt wurden? Wir waren nicht involviert, haben mit niemanden gezittert, auch nicht mit Gorniak. Schon aus Protest gegen den Plot nicht. Wir haben uns vielmehr, als sie in der Garage saß, ins Gedächtnis gerufen, dass sie auf jeden Fall überleben wird, weil bereits weitere Tatorte mit ihr abgedreht bzw. in Vorbereitung sind.

Aber uns kam es tatsächlich vor, als habe der Film höchstens eine Stunde gedauert und eines kann man nicht abstreiten. Die Inszenierung war zwar nicht dergestalt innovativ oder individuell, dass man die Handschrift eines zukünftigen Regie-Stars hätte ermitteln können, aber, weil nicht von allzu viel Logik und Erklärungen behindert, sehr flott, und die Darsteller_innen kamen gut rüber. Hanczewski ohne Höfels sogar noch besser. Die Rollenprofile sind ohnehin vergleichsweise konsequent beachtet worden. Leo Winkler wird sich gut einfügen, Schnabel hat nun vielleicht etwas weniger Möglichkeiten, schrullig zu wirken, als in den ersten Filmen der heutigen Dresden-Aufstellung. Der Täter Mertens ist gut gespielt, soweit man das hinter dem Vollbart erkennen konnte, der natürlich auch ein Symbol für jemanden ist, er etwas zu verbergen hat. Also, Hipster, aufpassen, dass das Gewölle im Gesicht nicht so lang wird, dass das Minenspiel dahinter zur Kryptografik gerät. Das Böse lauert bekanntlich überall.

Wir haben in der Kritik das Negative ziemlich hervorgehoben und das Gute recht kurz abgehandelt, mehr oder weniger im „Finale“ zusammengefasst. Die Bewertung hängt nun davon ab, wie wir uns bezüglich Zuschauer-Verarsche zwischen b.) und c.) entschieden haben. Wir ziehen uns auf eine höhere Ebene zurück und sagen: Was wir in diesem Tatort sehen, ist das, was wir uns verdient haben, weil wir ziemlich dämlich und naiv in vielen Dingen des Lebens sind. Wer das mit einer gewissen Außensicht betrachtet und funny findet und es nutzt, um uns hinter die Fichte zu führen oder unser Achselzucken einkalkuliert, der hat das Recht dazu und darf sich über die zu erwartenden hohen Bewertungen seines Werks freuen.

6,5/10

 © 2019 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Vorschau: Solidarität oder Vertrauen

Nun ist sie also weg, Henni Sieland alias Alwara Höfels. Zumindest optisch ist „Die Neue“, Leonie Winkler, ihrer Kollegin Karin Gorniak ein bisschen ähnlicher. Sie hat nicht viel Zeit, sich an das neue Umfeld, die Kollegin, den schrulligen Chef-Schnabel zu gewöhnen, sich eine Meinung zu bilden, denn sie muss sich positionieren zwischen ihm und Gorniak, die bei einem Einsatz verletzt wurde und angesichts einer scheinbar unmöglichen Verdächtigenkonstellation an ihrem Urteilsvermögen zweifelt, woraufhin Schnabel an ihr zweifelt.

Eine Mischung aus Krimi und düsterem Psychothriller sei der Tatort 1092, heißt es bei Tatort Fans und dass die Dresden-Schiene ernsthafter geworden sei. Das war ja schon bei „Wer jetzt allein ist“ und „Déjà-vu“ zu beobachten, Letzteren zählen wir zu den besten Tatorten, die im Jahr 2018 Premiere hatten. Martin Brambach hat ein großes komisches Talent, darauf zu verzichten, ist schwierig, es korrespondiert auch gut mit der spitzen Art, die Karin Hancezwski ihrer Gorniak-Rolle verleiht, aber nachdem der MDR mit Weimar schon versucht, Münster beim Klamauk machen zu toppen, halten wir es für eine ausgesprochen gute Idee, dass man endlich auch gute Krimis produzieren will.

Aus dem einen oder anderen Grund hat das in 30 Nachwendejahren immer nicht so richtig funktioniert, mit den Spitzenfilmen für die Reihe. Allerdings haben wir einen erweiterten Blick, seit wir auch den Polizeiruf 110 in „Crimetime“ einbeziehen – und die Magdeburg-Schiene, die vom MDR verantwortet wird, scheint uns ziemlich auf düster getrimmt zu sein. Allerdings bezieht sich dieses Urteil bisher nur auf zwei Filme mit der aktuellen oder teilweise aktuellen Teambesetzung.

Im Grunde haben wir kein Bedürfnis nach weiteren Wechseln, weil wir uns erst einmal all die derzeitigen und ehemaligen Polizeiruf-Teams „aneignen“ müssen, aber bei 21 Tatort-Schienen mit je zwei bis drei wichtigen Ermittler-Figuren liegt es nah, dass mehrmals im Jahr jemand geht oder neu dazukommt, der die Atmosphäre verändert. Ein wichtiges, viele Jahre lang tätiges Team ist gerade mit den Bremern Lürsen und Stedefreund aus dem Dienst getreten, letzte Woche lief ihr Finale „Wo ist nur mein Schatz geblieben?„.

Regisseur Alex Eslam filmt seinen ersten Tatort, aber der Name Erol Yesilkaya dürfte den Fans längst ein Begriff sein, einige seiner bisher zehn Skripts für die Reihe sind sehr prägnant gewesen. Wir freuen uns auf heute Abend und so lange ist es ja nicht mehr, bis zur Ausstrahlung, weil wir heute, anders als üblich, nicht mit der Arbeit an „Crimetime“ in den Schreibtag zu starten.

Besetzung und Stab

Oberkommissarin Karin Gorniak – Karin Hanczewski
Oberkommissarin Leonie „Leo“ Winkler – Cornelia Gröschel
Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel – Martin Brambach
Rechtsmediziner Falko Lammert – Peter Trabner
Otto Winkler, Vater von Leo Winkler – Uwe Preuss
Zeugin Maja Peters – Judith Neumann
Dr. Christian Mertens – Benjamin Sadler
Nadine Mertens, Ehefrau von Dr. Mertens – Anja Schneider
Nina Mertens, die Tochter – Runa Greiner
Bernd Haimann – Wolfgang Menardi
Aaron Gorniak, Sohn von Karin Gorniak – Alessandro Schuster
Polizist Fischer – Ralph Hönicke
u.a.

Drehbuch – Erol Yesilkaya
Regie – Alex Eslam
Kamera – Carlo Bobby Jelavic
Szenenbild – Jurek Kuttner
Ton – Erich Lutz
Musik – Michael Kadelbach

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