„Berliner Mietspiegel 2019 stoppt nicht den Mietenwahnsinn.“ Erklärung des Wohnungspolitischen Sprechers der LINKEn, Michail Nelken // #Mietspiegel #Mietspiegel2019 #Berlin #MietspiegelBerlin #Mietenwahnsinn #wirbleibenalle #Verdrängung

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen MietenwahnsinnMit Spannung und mit Bangen war der neue Mietspiegel Berlins von den Mieter_innen erwartet worden und die Bedenken haben sich heute bestätigt.

Freuen dürfen sich hingegen die Renditetreiber.

So der Grundtenor der Erklärung des wohnungspolitischen Sprechers der LINKEn in Berlin, Michail Nelken.

Alles zwei Jahre wird in Berlin der qualifizierte Mietspiegel neu erstellt, wird die Stadt mietpreismäßig neu vermessen. Wir fassen zusammen, was aus der Erklärung herauszulesen ist:

„Der Mietspiegel 2019 für Berlin ist kein Anlass zur Entspannung. Ein Mietspiegel hilft nicht gegen Mietenwahnsinn, er zivilisiert ihn allenfalls ein wenig. Er spiegelt den anhaltenden Mietanstieg wider und gibt damit einen Rahmen für weitere Mieterhöhungen“, so leitet Nelken die Erklärung ein.

  • Der Gesamtmietspiegel „die gewichtete Berliner Durchschnittsmiete“ ist demnach um fünf Prozent gestiegen (0,34 € / m²),
  • in Altbauquartieren (Häuser, die vor 1918 erbaut wurden), jedoch um 0,78 € / m² = 7,6 Prozent. Das heißt, der Durchschnittspreis liegt dort jetzt gut über 10 Euro.
  • Dabei wirken die vergleichsweise geringen, aber nach Nelken dennoch fragwürdigen Mieterhöhungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften, exakt 4 Prozent innerhalb von zwei Jahren im Bestand.
    • Anmerkung von uns: Bei Neubauwohnungen langen die Städtischen teilweise viel stärker zu, weil diese von der Kooperationsvereinbarung mit dem Senat, die eine Zwei-Prozent-Erhöhungsgrenze pro Jahr setzt, nicht umfasst sind. Ebenso freundlich gegenüber der Preistreiberei bei Neubauten soll auch der Mietendeckel konstruiert werden und ist die Mietpreisbremse bereits ausgelegt.
  • Weiterhin kritisiert Nelken die Neubewertung der Lagen, die z. B. am Prenzlauer Berg eine großflächige Heraufstufung verursacht und zum Wegfall fast sämtlicher einfacher Wohnlagen geführt habe, die Verdrängung wir demnach weitergehen.

Der Schluss von Nelken: Ein Mietenstopp muss her. Wir fügen bei: Die Enteignung großer Mietentreiber wird immer dringlicher.

TH

Medienspiegel 358/ Dank an die IG HAB @HeimatNeue für die schnelle Übermittlung der Erklärung

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