Den Häuserkampf mit Dachgenossenschaften gewinnen /@F_Schmidt_BB @Box32B @Krossener36 @u67bleibt @HerrDonau @HeimatNeue / #DIESEeG #Dachgenossenschaft #Vorkaufsrecht #Vorkaufjetzt #Mietenwahnsinn #wirbleibenalle

Der Häuserkampf in Berlin nimmt an Schärfe und Dramatik zu – auch, weil sich die Stadtgemeinschaft mehr und mehr gegen den Ausverkauf wehrt. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nimmt dabei häufig eine Frontstellung ein. Derzeit wird für 13 Häuser das bezirkliche Vorkaufsrecht geprüft, aber die hohen Kaufpreise stellen eine hohe Hürde dar.

Seit ein paar Wochen ist das Schicksal mehrerer Häuser mit dem Begriff der Dachgenossenschaft verknüpft, die jetzt das bezirkliche Vorkaufsrecht tragen soll. Der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt, hat dieses Alternativmodell ins Gespräch gebracht. Vor ca. 14 Tagen sendete er einen Tweet mit Karte – darauf sieht man bereits die Lage der Häuser.

  • Gestern kam es zu ersten Meldungen dahingehend, dass #DIESEeG gegründet wurde und im Namen dieser Genossenschaft hat Schmidt nun das bezirkliche Vorkaufsrecht ausgeübt.
  • Der Hintergrund dieser Maßnahme: Die Kaufpreise für Miethäuser in Berlin liegen mittlerweile so, dass das bisherige Modell der Vorkaufsrechtsausübung, nach dem eine landeseigene Wohnungsgesellschaft kauft und vom Finanzsenat Zuschüsse bekommt, an seine Grenzen gestoßen ist, weil die „Landeseigenen“ die Wirtschaftlichkeit dieser Käufe nicht mehr darstellen können bzw. die Zuschüsse, die dafür notwendig wären, immer höher werden.
  • Für wen wurde „DIESEeG“ geschaffen? Für die „13 Häuser“ mit ca. 200 Wohnungen, für die das bezirkliche Vorkaufsrecht derzeit geprüft wird und die mit diesem Modell davor bewahrt werden könnten, an private Investoren verkauft zu werden, sind das erste Ziel
  • Ob sie alle mitmachen bzw. mitmachen können, ob die Dachgenossenschaft später erweitert werden kann oder ob ähnliche Genossenschaften nachfolgen, wird sich zeigen. Die Häuser haben wir uns aus verschiedenen Quellen zusammengesucht, dabei hat uns die Boulevardpresse gute Dienste geleistet (hier und hier). 
  • Boxhagener Straße 32 (Bericht hier),
  • Forster Straße 1,
  • Forster Straße 10,
  • Gneisenaustraße 95,
  • Hobrechtstraße 59 (Neukölln),
  • Hübnerstraße 9,
  • Krossener Straß 36 (Bericht hier),
  • Möckernstraße 116,
  • Urbanstraße 35,
  • Urbanstraße 67,
  • Wrangelstraße 25,
  • Wühlischstraße 36.

Mindestens ein Haus fehlt auf dieser Liste, aber wir werden sie ergänzen, wenn wir die Adresse ebenfalls wissen. Dafür haben wir uns für zwei davon schon schon bildhafte Bezeichnungen eingeprägt: Das Boxhaus mit dem Palmen-Briefkasten in der Karibik und das Blue-Butterfly-Haus mit dem Seitenwand-Gemälde.

Die erste Nachricht zur Sache kam heute von Florian Schmidt selbst:

Einige Grundzüge dieses Modells wurden in der Presse schon vorgestellt, dazu werden wir uns später äußern. Heute freuen wir uns vor allem, dass eine weitere Möglichkeit geschaffen wurde, sich dem Mietenwahnsinn entgegenzustemmen und den Häuserkampf auf aussichtsreiche Weise zu führen. Selbstverständlich gibt es schon Reaktionen von Initiativen betroffener Häuser wie hier …

… oder hier:

Feste gibt es trotzdem oder gerade deswegen weiterhin, dazu kommt von uns noch ein Ankündigungsbeitrag.

TH

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