Heuschrecken in Neukölln! Bitte alle zur Demo „Milieuschutz von unten“ mit der Schöneweider 20 – vor dem Rathaus, 22. Mai, 16 Uhr // @derjochen @schoeneweider20 @Kottbuda69 @hobrecht59 @HerrDonau @Else75bleibt @BSchweiger51 @elbeeckeweigand @Sander11_11a @KiezinAktion @HeimatNeue @DoebertSteffen #Vorkaufsrecht #Abwendungsvereinbarung #Mietenwahnsinn #Neukölln #ReclaimRixdorf #wirbleibenalle #Neukoelln #Verdrängung #Enteignung

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen Mietenwahnsinn

Unser letzter Beitrag zur Schöneweider Straße 20 zeigte das Schöne Hoffest vom 12. Mai 2019 in all seiner Schönheit.

Nun steht die nächste Aktion an, die Initiative zieht mit anderen zusammen vors Neuköllner Rathaus – am 22. Mai 19 um 16 Uhr.

Die von Investoren Bedrängten gehen also auf die Straße – und zur Politik. Um 17 Uhr sind sie in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung, um weiter Druck zu machen und ihr Anliegen vorzutragen: Sie haben ein Recht darauf, wohnen zu bleiben und nicht verdrängt zu werden.

Zwecks Weiterverbreitung müssen wir diesen kleinen Beitrag nicht unbedingt schreiben, die Initaitive ist so beliebt, dass schon fast alle anderen Aktiven und viele Personen, die uns mittlerweile ein Begriff sind, den Originaltweet innerhalb weniger Stunden weiterverbreitet haben. Das Plakat ist übrigens wieder super gelungen und stammt wohl aus derselben Medienwerkstatt wie jenes fürs Schöne Hoffest vor acht Tagen:

Aber wir verfassen diesen kleinen Beitrag aus Solidarität und wegen der Erkenntnis, dass wir alle in einem Boot sitzen und weil man auch ein freundschaftliches Gefühl für Menschen haben darf, die man nicht persönlich kennt. Wir haben aber noch etwas mehr Inhalt, sonst hätte dieser Artikel – genau, keinen Mehrwert. Und wo wären wir in dieser Welt und in dieser Wirtschaftsordnung ohne Mehrwert?

Sagte die Immobilienheuschrecke, stürzte sich auf Neukölln und klammerte sich am Rathausturm fest. Dort wartet sie seitdem darauf, dass Jochen Biedermann endlich rauskommt. Das kann noch etwas dauern, denn der Mietenwahnsinn geht mittlerweile rund um die Uhr – und dennoch ist es immer fünf vor zwölf oder bereits High Noon, für Menschen, die sich gegen den Ausverkauf der Stadt wehren. Da kann es schon mal zu Selbsthilfe seitens der Bedrohten kommen, wenn wir die Grafik und den Satz unter der Überschrift richtig interpretieren.

Gemeckert wird trotz des Dauereinsatzes, aber wir sind in Berlin, da versteht sich das von selbst – außerdem warten wir alle weiterhin auf die beherzten, großen Lösungen gegen die Gentrifizierung. Dies und das soll ja kommen, aber für viele, die hier und jetzt Hilfe benötigen, könnte es dann zu spät sein. Bitte den Tweet des Baustadtrats anklicken und alles lesen:

Immerhin sind wir dadurch wieder auf dem neuesten Stand und wissen, dass uns nichts Wesentliches entgangen ist. Es sind die drei uns bekannten Hausgemeinschaften in Neukölln, die Hobrechtstraße 59, das Haus Kottbusser Damm 59 und die Schöneweider 20, die ums Vorkaufsrecht kämpfen – und drei weitere Häuser, die Jochen Biedermann schon zu einem früheren Zeitpunkt benannt hatte. Zwei von ihnen, gelegen in der Donau- und der Herrfurthstraße sind mittlerweile mit drei anderen, die nicht in Neukölln angesiedelt sind, zu einer Gemeinschaftsinitiative zusammengekommen (@HerrDonau).

Immerhin sind es nicht noch mehr geworden, das ist ja schon beinahe ein Erfolg  – besonders nach der Kommunalisierung der Elsenstraße 75 und eines Hauses in der Anzengruberstraße. Letzterer Vorgang lief in aller Stile ab und passt zu Jochen Biedermanns Aussage, man kümmere sich um alle, so gut es geht, auch wenn sie nicht initiativ werden konnten.

Aufgrund des Friedrichshain-Kreuzberger Dachgenossenschaftsmodells ist offensichtlich geworden, dass die landeseigenen Wohnungsgesellschaften immer mehr Schwierigkeiten haben, Vorkäufe zu ihren Gunsten abzuwickeln. Umso mehr hoffen wir, dass die Schöneweider 20 und die anderen derzeit kämpfenden Initiativen es noch schaffen, ohne komplizierte und / oder finanziell aufwendige Modelle kommunalisiert zu werden.

Auch heute darf diese Anmerkung nicht fehlen: Es gilt, zwei Kitas zu retten, die nicht vom Milieuschutz umfasst sind und von einer eventuellen Abwendungsvereinbarung für die Schöneweider Straße 20 daher keinen Vorteil hätten.

Hinter diesem Link ist das Event von übermorgen nochmal auf Facebook zu betrachten.

Wir haben via Facebook gesehen, dass sich eine Stadtsoziologin aus unserem politischen Umfeld dafür interessiert. Wir finden eh, die Profis kommentieren zu viel, sind zu viel auf Diskussionspodien zu finden, aber zu wenig aktiv, um mit guten Ideen und ihren Verbindungen bestimmte Teile der Politik auf Trab zu bringen.

Damit der Mehrwert nicht zu knapp bemessen ist, hier weitere Infos aus den letzten Tage zur Schöneweider Straße 20 – wir wussten, da war noch was, zum Beispiel dieses Video vom Schönen Hoffest, das Steffen Doebert getwittert hat:

Und immer wieder sieht man die Aktivist_innen aus dem Haus, wie sie ihr Vorgehen planen. Kaum war das Hoffest vorbei, entstand sicher schon die Idee zur Demo bzw. wurde weiterentwickelt:

Dem ist vorerst nur dies hinzuzufügen: Unsere Solidarität mit den Kitas und Mieter_innen in der Schöneweider Straße 20! Deshalb kommt alle am 22. Mai um 16 Uhr zum Rathaus Neukölln!

TH

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