SOLIDARITÄT mit dem SYNDIKAT morgen, alle um 17:00 zum Kudamm 177 und um 18:30 zur Weisestraße 56 in Neukölln! // @derjochen @SyndiCAT44 @Syndikat44 @KiezinAktion @KiezinAktion @HeimatNeue @DoebertSteffen / #b1306 #PEARSGLOBAL #drugstorebleibt #Syndikatbleibt #wirbleibenalle #mietenwahnsinn

2019-05-17 Mieter kämpft um diese Stadt Häuserkampf

Sie waren in London, sie waren in Zossen, sie haben Pears Global enttarnt und demonstrieren gegen diese Immobilienkrake mit ihren vielen Vorschaltbriefkästen –  gegen die Verdränung aus ihren Kneipenräumen in der Weisestraße 56.

Gegen das Verhalten der von aller Verantwortung für mietende Menschen befreiten „Investoren“.

Viele Male haben wir über das Syndikat von Neukölln berichtet, zuletzt hier, und sie sind eine Lieblingskneipe von uns geworden, obwohl wir noch nie drin waren.

Sie gehören zu jenen, die ihre Räume besetzen und die Stadt im Kampf gegen den Mietenwahnsinn vernetzen. Ohne das Syndikat wäre der Widerstand gegen die massive Verdrängung aus Berlin um ein kreatives und mutiges Kollektiv ärmer.

Nun ist es wieder soweit: Am morgigen 18. Juli 2019 demonstrieren sie wieder vor dem Portal der Birnen-Kapitalisten am Kudamm 177 und bitten um solidarische Unterstützung! Im Anschluss bzw. ab 18:30 Uhr gibt es eine Kundgebung im Syndikat selbst, also in der Weisestraße 56 im Schillerkiez.

Es geht um alles, denn nun steht fest: Am 29. Oktober 2019 soll der Gerichtstermin für den Räumungsprozess stattfinden, den Pears Global gegen das Syndikat führt.

Wir fassen uns heute etwas kürzer, weil wir Tweets vom Syndiakt selbst in den Mittelpunkt stellen möchten. Hier zunächst, was morgen los ist:

Ganz wichtig ist auch das folgende Posting, das auf einen taz-Artikel verweist. Darin fasst die Zeitung vieles von dem zusammen, was es derzeit zu den „Anschlussbesetzer*innen“ in Berlin zu schreiben gibt – zumindest als Basis-Info ist der Beitrag super und hat uns auch geholfen, uns ein wenig auf dem aktuellen Stand der Dinge einzusortieren.

Das Syndikat haben wir im Blick, auch, weil wir via Social Media verbunden sind, aber nicht alle anderen gleichermaßen, daher ist die Übersicht in der taz auch für uns sehr nützlich gewesen. Alle, die in ihren Räumen ausharren und sich nicht der Räumungsmafia beugen, sind jedoch eine Gemeinschaft mit einem Ziel und das lautet: Erhaltung der Kiezkultur von Berlin!

Angehängt haben wir unseren Bericht über die Juni-Demo am Kudamm 177, der gleichzeitig ein Aufruf für eine Folgeveranstaltung ist.

TH

Der nachfolgende Bericht stammt vom 14. Juni 2019:

Gestern war die Neuköllner Kiezkneipe Syndikat wieder am Kudamm 177, dem Sitz von deren Vermieter PEARS GLOBAL, um lautstark gegen Verdrängung zu protestieren und schon morgen geht es weiter, damit die Birnen schön weich bleiben:

Bitte kommt alle um 13 Uhr zur Ecke Herrfurthstraße / Weisestraße, um das Syndikat zu unterstützen! Es gibt einiges, was man am Kudamm in der Form nicht aufziehen darf, schon deswegen nicht, weil die Birnen möglicherweise lauschen. Haben Birnen Ohren? Jedenfalls macht die Bundespolitik große Ohren und lauscht andächtig, wenn die Immobilienlobby ihre Infiltrationsversuche durchführt.

Am Samstag gibt es beim Syndikat alles, was eine gute Mieter_innen-Demo ausmacht:

  • Musik
  • Redebeiträge
  • Informationen
  • Recherchepräsentationen (!)
  • Snacks und Getränke

Das Syndikat liegt im gemütlichen Neuköllner Schillerkiez, in dem die Investoren in aller Gemütlichkeit die Menschen weggentrifzieren wollen, dagegen müssen wir uns alle wehren. Gruß auch an unsere Freunde dort!

Wir haben uns erlaubt, einen Tweet beizufügen, der belegt, dass das Syndikat nicht die einzige Kiezinstitution ist, die gegen Pears Global kämpft:

Man kann im eingebetteten Morgenpost-Beitrag also nachlesen, das Syndikat ist nicht allein, aber tröstlich ist das eher nicht, im Gegenteil. Das Vorgehen von Pears Global hat Methode. Heute wurden die Unterschriften für die erste Stufe des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ abgegeben, es waren dreieinhalb mal mehr als benötigt (über 70.000, die Mindestzahl war 20.000). Auch Pears Global gehört zu den Unternehmen in Berlin, die vermutlich von einem Enteignungsgesetz betroffen wären.

Wollen wir alle dem Syndikat, den Galerien und anderen helfen, indem wir bei der nächsten Stufe des Volksbegehrens, bei der 170.000 Unterschriften benötigt werden, auch (wieder) unterzeichnen? Und natürlich morgen um 13 Uhr Ecke Herrfurthstraße / Weisestraße, schauen, was das Syndikat bereithält!

TH

Ausgangsbeitrag vom 12. Juni 2019:

Wir überspringen einige Beiträge, in denen wir das Syndikat, die berühmte Kneipe im Schillerkiez von Neuköln, vor allem im Zusammenhang mit dem nicht vorhandenen Gewerbe-Milieuschutz erwähnt haben (tut sich da bald mal was?) und kommen zur nächsten ihrer Veranstaltungen (nach dieser, der Beitrag ist auch unten angehängt).

Zuletzt hat das Syndikat seine Eigentümer-Milliardäre von Pears Global am 23. Mai 2019 vor deren Berlin-Zentral Kudamm 177 genervt, morgen ist es wieder so weit! Wir bitten wieder alle, die es einrichten können, dorthin zu gehen und das Syndikat zu unterstützen!

„Do, 13.06, 16h vor (Ku’damm 177, U-Adenauerplatz),

Sa, 15.06, 13h Weisestr. / Herrfurthstr. (, U Boddinstraße) Teilen, Freund*innen einladen, vorbei kommen, laut sein!“

Richtig, am Samstag gibt es eine weitere Veranstaltung, darauf weisen wir nochmal gesondert hin. Hier noch einmal als eingebetteter Tweet:

Das Syndikat hat viele Unterstützer_innen in der Stadtgesellschaft gefunden, besonders freut uns aber, dass Pears Global dank deren Arbeit mittlerweile ein Name für Verdrängung geworden ist, den man  nicht unterschätzen darf und der in Berlin zu den „enteignungsfähigen“ Groß-Immobilienbesitzern zählen dürfte. Wir haben uns, Dank dafür an die IG HAB*, nochmal ein paar Tweets von den Medien zusenden lassen, welche nun die Arbeit des Syndikats erweitern und dadurch viel zur Transparenz in dieser Angelegenheit beitragen.

Leider sind wir noch nicht dazu gekommen, diese Nachrichten zu lesen, wir empfehlen dies aber ausdrücklich und werden es am Wochenende hoffentlich nachholen können. Es ist wichtig zu wissen, wie das lichtscheue Großkapital die Stadt unterwandert, um daraus die richtigen Schlüsse für den Kampf gegen den Mietenwansinn zu ziehen.

Hier mussten  wir lachen, nicht nur wegen des Titels, das Syndikat weiß, warum. Wer mag, kann mal bei uns unter „weiche Birne“ suchen.

Hier hat der Tagesspiegel also die Masche aufgenommen und daran weitergestrickt und verweist auf weitere Medien, die sich nun mit Pears Global befassen. Deswegen auch hier noch einmal zurück zum Kollektiv aus der Weisestraße, wo alles begann und wo es doch hoffentlich noch ein gutes Ende gibt:

SyndiCat ist die Kratzekatze vom Syndikat. Wer sie und die Forscher, Ärmelkanalüberquerer und Birnenweichmacher vom Syndikat kennenlernen will, der muss dort mal Abends hin auf ein solidarisches Getränk!

Was wir übrigens letzte Woche auch gesehen haben, als wir die noch bis morgen laufende Ausstellung zum Häuserkampf der letzten Jahrzehnte besucht haben: Dass das Syndikat schon 2016/17 bei Aktionen gegen den Mietenwahnsinn dabei war.

Morgen bitte alle um 16 Uhr zum Kudamm 177! Vielleicht von der Habersaathstraße aus, die uns bei der Recherche von Tweets für diesen Beitrag unterstützt hat (*die IG HAB ist die Hausinitiative der von spekulativem Leerstand bedrohten Häuser Habersaathstraße 40-48 in Berlin-Mitte). Dort findet morgen um 12 eine Demo gegen Verdrängung und Leerstand statt.

TH

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