Die Lüge, die wir Zukunft nennen – Polizeiruf 110 Fall 381 – #Crimetime Vorschau 8.12.2019 DAS ERSTE 20:15 Uhr #Polizeiruf110 #Polizeiruf #Eyckhoff #BR #München #Lüge #Zukunft

Bitte in ganzen Sätzen und mit allen Szenen

Ein Merkmal der München-Polizeirufe mit der neuen Ermittlerin Elisabeth Eyckhoff scheinen die Überschriften in kompletten, einfachen Gliedersätzen zu werden. Dieses Mal ist es ein Wort weniger als bei „Der Ort, von dem die Wolken kommen“, dem Starter der Von-Meuffels-Nachfolgerin. Der Auftakt war sehr vielversprechend und wir freuen uns sehr auf den nächsten Sonntagabend. Wie bei neuen Teams üblich – das trifft auch auf die Parallelreihe Tatort zu – werden die beiden ersten Produktionen einer Crew kurz hintereinander gezeigt, damit sich die Zuschauer gut eingewöhnen können. Deshalb erhält nun Eyckhoff nund die Fallnummern 380 und 381 in der Liste der Polizeirufe.

Der Film wird von Regisseur Dominik Graf verantwortet. der oft mit Drehbuchautor Günter Schüttler zusammenarbeit – so auch bei „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“. Einen schlechten oder auch nur mäßigen Film haben von diesem Team hatten wir bisher noch nicht zu vermerken, „Der scharlachrote Engel“ (Rezension noch nicht veröffentlicht) oder „Cassandras Warnung„, beides München-Polizeirufe, zählen für uns zu den 8+x-Punkte-Filmen der Reihe. Mit diesen und ähnlich hochwertigen Produktionen liegt die Isar-Schiene nicht nur unter den aktuellen Polizeirufen für uns vorne, gefolgt von Rostock, sondern stellt auch unter Einbeziehung der Tatorte eine Ausnahmeerscheinung dar. Es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass Top-Regisseure und -autoren gerne mit dem Bayerischen Rundfunk arbeiten und besonders gerne schreiben und inszenieren sie Polizeirufe.

In ihrem zweiten Fall „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“ muss die bayerische Polizeioberkommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff (Verena Altenberger) gegen ihre eigenen Kollegen ermitteln. Die konnten der Verlockung des schnellen Euros nicht widerstehen: Der Polizeiruf 110 aus München dreht sich um Themen wie Moral, Loyalität und Freundschaft, schreibt die Redaktion von Tatort Fans und bewertet den Film sehr positiv bzw. überwiegend positiv. Eine weitere positive Vorab-Kritik:

Der „Polizeiruf 110 – Die Lüge, die wir Zukunft nennen“ ist reizvoll, weil Dominik Graf seine Funktion als filmästhetisches und filmkritisches Gewissen der Nation hier mehr denn je erfüllt. Mit seiner radikalen Filmsprache verweist er nicht nur darauf, wie gleichförmig – bei aller Vielschichtigkeit der Geschichten – das filmische Erzählen in den letzten Jahren geworden ist. Die Unterschiede von Handschriften erschöpfen sich in der Gestaltung des Looks. Auch die HD-Technik hat mit zu dieser Vereinheitlichung der Bildsprache beigetragen. Graf hingegen raut die glatte Oberfläche seit jeher auf. (Tittelbach-TV)

Eine Besonderheit ist die Aufgliederung in zwei Versionen. Vor längerer Zeit gab es einmal einen Tatort, der zu späterer Stunde Premiere hatte, nicht zur üblichen Zeit ab 20:15 Uhr,weil er FSK 16, nicht FSK 12 war. Um das Schema nicht durcheinanderzubringen, hat man bei „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“, der offenbar ebenfalls viele explizite Gewaltszenen enthält, zwei Versionen erstellt. Uns setzt das in einen Zwiespalt, weil wir nun wohl beide Versionen anschauen müssen, um vergleichen zu können – und noch keinen Plan haben, wann wir rezensieren werden. Vermutlich erst nach der Sichtung der zweiten Version, sonst müssten wir auch  zwei Crimetime-Nummern vergeben oder mit einem kleinen „a“ hinter der Nummer arbeiten.

Jedenfalls wächst der Aufwand dadurch um einiges und wir hoffen, diese Idee macht keine Schule. Fairerweise müssen wir hinzufügen: Wir sind immer noch bei der Sichtung von Alt-Polizeirufen und haben dadurch eine stark erhöhte Frequenz zu bewältigen, durch die „Megathek“ der ARD, über die wir mittlerweile verfügen, sind nun weitere ältere Tatorte und Polizeirufe hinzugekommen, die wir noch nicht gesehen haben. Allerdings fehlen auch dort noch komplette Jahrgänge und wir warten folgen dem MDR, der sich gerade in die 1980er vorarbeitet, der gegenwärtig den Jahrgang 1979 wiederholt, während der RBB sich unweigerlich dem Ende der DDR nähert, gerade sind Filme aus dem Jahr 1988 dran.

TH

Handlung

Das Team von Polizeioberkommissarin Elisabeth Eyckhoff soll ein Unternehmen überwachen, das im Verdacht steht, illegalen Insiderhandel an der Börse zu betreiben. Doch die Versuchung, aus dem Abgehörten selbst Profit zu schlagen, ist zu groß für Eyckhoffs Kollegen. Zuerst scheint der Gewinn enorm, aber bevor die Polizisten ihre Aktien gewinnbringend abstoßen können, wird der Handel ausgesetzt. Es besteht die Gefahr, dass sie ihr gesamtes Geld verloren haben, zudem schöpft die Börsenaufsichtsbehörde Verdacht.

Im Rahmen einer internen Ermittlung soll ausgerechnet Eyckhoff gegen die Kollegen ermitteln. Was mit einem moralischen Dilemma für die Oberkommissarin beginnt, spitzt sich bald zu einem gefährlichen Spiel auf Leben und Tod zu. Die Gruppe droht zu zerreißen und die Polizisten könnten weit mehr verlieren als nur ihr Geld oder ihre Freundschaft.

Hinweis der Redaktion:

Die am 8.12.2019 um 20:15 Uhr ausgestrahlte Version ist eine FSK-12-Fassung des Films. Die FSK-16-Fassung läuft Montagnacht, 10.12.2019, um 00:35 Uhr.

Besetzung und Stab

Polizeioberkommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff – Verena Altenberger
Polizeioberkommissar Wolfgang „Wolfi“ Maurer – Andreas Bittl
Wolfi, 12 Jahre – Jakob Hippert
seine Ehefrau – Ursula Gottwald
Sohn Teddy „T. Rex“ Maurer – Niklas Kearny
IT-Spezialist Roman Blöchl – Robert Sigl
Polizist und Callboy Tobias „Bäm-Bäm“ Rast jr. – Dimitri Abold
Polizistin Meryem Chouaki – Berivan Kaya
Frührentner Heinz „Calli” Callum – Sascha Maaz
Callums Ehefrau – Catalina Navarro Kirner
Mitarbeiter der Börsenaufsicht (BaFin) Lukas Posse – Wolf Danny Homann
Firmenchef Reiko Fastnacht – Michael Zittel
seine Ehefrau Arlena Fastnacht – Emma Jane
Ärztin Dr. Gisela Bianchi – Gisela Hahn
Vitus Hochleitner, Leiter der Abteilung für Wirtschaftskriminalität – Christian Baumann
LKA-Beamtin Antje Nowakowski, Polizeidirektorin d. Zentralstelle f. interne Ermittlungen – Silke Heise
u.a.

Drehbuch – Günter Schütter
Regie – Dominik Graf
Kamera – Martin Farkas
Szenenbild – Claus Jürgen Pfeiffer
Schnitt – Claudia Wolscht
Ton – Michael Vetter
Musik – Sven Rossenbach, Florian van Volxem

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s