One Way Ticket – Tatort 1114 #Crimetime Vorschau #Tatort #München #Batic #Leitmayr #BR #Ticket #Way #One

Crimetime Vorschau - Titelfoto BR / Roxy Film GmbH, Marco Nagel

Ohne Zuverdienst geht’s nimmer

„One Way Ticket“ ist ein Tatort aus dem Hause des Bayerischen Rundfunks, der auf einer wahren Geschichte beruht. Darin bieten Rentner ihre Dienste als Drogenkuriere an, um sich ihre Finanzen aufzubessern. Die Münchner Hauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) bekommen es mit einem Fall zu tun, der internationale Ausmaße annimmt und bis nach Nordafrika reicht. Die Fahrt ohne Rückfahrschein soll ihr 82. gemeinsamer Einsatz werden„, schreibt die Redaktion von Tatort Fans einleitend, ihr Urteil zum Film fällt allerdings bescheiden aus: Ein Redaktionsmitglied kommt zu 3/5 und eines gar zu 1/5 Sternen.

In den Sonntagskrimis der ARD geht es im Dezember 2019 so international zu wie schon seit Jahren nicht mehr: Im überraschend schwachen „Tatort: Borowski und das Haus am Meer“ lösten die Kieler Kommissare den Fall am Ende in Dänemark, im humorvollen „Tatort: Väterchen Frost“ bekam es das Team aus Münster mit russischen und südafrikanischen Schwerverbrechern zu tun und auch im Brandenburger „Polizeiruf 110: Tod einer Journalistin“ wird am letzten Sonntag des Jahres einmal mehr jenseits der deutsch-polnischen Grenze ermittelt, fasst filmstarts.de das Geschehen der letzten und der kommenden Tage zusammen und meint zum 82. München-Tatort mit Ivo Batic und Franz Leitmayr, die Geschichte sei für 90 Minuten Tatort eine Nummer zu groß, auffällig dabei der forsche Kalli Hammermann.

Dieser scheint sich also mehr und mehr in den Vordergrund zu spielen. Wir schreiben schon seit Längerem, die Figur und ihr Darsteller Ferdinand Hofer hat das Potenzial, die Silberhäupter Ivo und Franz einmal zu beerben.

„Der Tatort aus München räumt mit dem ein oder anderen dunklen Thema aus der Geheimdienstgeschichte auf. Er ist zwar ein bisschen schräg, aber meistens doch spannend, kein Zuschauer muss sich zu Tode erschrecken oder zu Tode langweilen. Und am Ende wartet sogar ein kleines dramaturgisches Finale, zumindest wenn man bayerisch gut versteht“, befindet man beim SWR-Tatort-Elchcheck und stellt drei von fünf Elchen auf. Sogar die Stasi scheint irgendwie eine Rolle zu spielen. Das kann ja die nächsten 30 Jahre noch heiter werden.

„Der fertige Film hält nicht, was das Produktions-Knowhow (Kenia-Dreh), was seine alternative Dramaturgie und was die Geschichte versprechen. Der langjährige Nur-Drehbuchautor Rupert Henning verlässt sich zu sehr auf die Schauspieler und ihren Text. Das macht den Handlungsfluss etwas zäh und den Film nicht nur gelegentlich schwermütig, sondern auch schwerblütig“, urteilt schließlich Tittelbach-TV, kommt aber, vermutlich wegen der Relevanz des Themas, immerhin auf 4/6 Sterne.

Wir werden heute Abend mehr wissen und in den nächsten Tagen unsere Eindrücke in einer der nächsten Crimetime-Ausgaben schildern. Die Münchener halten weiterhin die Bestmarke für das Tatort-Team mit den meisten Einsätzen und werden bald die letzte Hürde nehmen – die aber den Zuschauern nicht so bekannt sein dürfte, die sich auf den Tatort konzentrieren und von der wir ebenfalls erst wissen, seit wir auch die Reihe „Polizeiruf 110“ rezensieren: Ivo und Franz brauchen noch vier weitere Filme, um Hauptmann Peter Fuchs bezüglich der Fallzahl zu überholen. Darüber ist dann nur noch der weißblaue Münchener Himmel.

Handlung

Die Münchner Hauptkommissare Batic und Leitmayr müssen in einem ungewöhnlichen Fall gleich in mehrfacher Hinsicht zeitliche und räumliche Grenzen überschreiten. Der angesehene Entwicklungsexperte einer NGO, die von Bayern aus Hilfsprojekte für Afrika organisiert, wird mit einem längst vergessen geglaubten Gift ermordet. Hinweise auf mögliche Täter oder ein Motiv sind zunächst rar.

Das Opfer hat allerdings kurz vor seinem Tod die eigene Ermordung angekündigt. In der Wohnung des Mannes finden sich Spuren einer peniblen Durchsuchung – und eine junge Frau aus Kenia war offenbar in seinen letzten Minuten bei ihm. Doch als der Wagen, mit dem die beiden ins Krankenhaus unterwegs waren, verunfallte, ließ sie ihn allein zurück und verschwand.

Batic und Leitmayr stoßen auf Spuren, die zu einem global operierenden Schmugglerkartell in Ostafrika führen, das ältere Menschen deutscher Herkunft als Geld- und Drogenkuriere einsetzt: unauffällige Rentnerinnen und Rentner, die bis dato nie straffällig wurden. Einer aus dieser Gruppe wird mit einem Koffer voller Geld am Flughafen in Kenia verhaftet und sitzt nun in Nairobis härtestem Gefängnis, wo er aufgrund seines Insiderwissens um sein Leben fürchten muss.

Die übrigen Rentnerinnen und Rentner in München schweigen beharrlich. Sie alle sind nur die kleinen Fische im großen Geschäft – und die bayerischen Ermittler müssen zu unorthodoxen Methoden greifen, um den großen Fisch zu fangen. Nach und nach verbinden sich die Hinweise und Indizien zu einem Bild, in dessen Zentrum alte DDR-Gespenster aus dem Ministerium für Staatssicherheit sichtbar werden.

Besetzung und Stab

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kommissar Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Kommissar Ritschy Semmler – Stefan Betz
Gerichtsmediziner Dr. Matthias Steinbrecher – Robert Joseph Bartl
Numa Imani – Cynthia Micas
Martin Endler – Siemen Rühaak
Uschi Drechsl – Ulrike Willenbacher
Rolf Hard – Moritz von Treuenfels
Jakob Broch – Jürg Löw
Inge Mathes – Monika Lennartz
Erich Becker – Hark Bohm
Heiner Hersfeld – Hans-Uwe Bauer
Esther Kubat – Katja Rupé
Ludwig Jahn – Charly Rabanser
Jimmy Bobito – Ibrahima Sanogo
Amelie Seitz – Theresa Hanich
Heinz Harbig – Harald Schrott
Astrid Seyfarth – Annelies Guldner
Lutz Keller – Oli Bigalke
u.a.

Drehbuch – Rupert Henning
Regie – Rupert Henning
Kamera – Josef Mittendorfer
Szenenbild – Markus Dicklhuber
Schnitt – Dirk Göhler
Kostümbild – Esther Amuser
Musik – Verena Marisa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s