Der letzte Schrey – Tatort 1134 #Crimetime 665 #Tatort #Weimar #Lessing #Dorn #MDR #Schrei

Crimetime 665 - Titelfoto © MDR, Steffen Junghans

Klein-Kampfhund & Fargochen

Einst lebten Dichterfürsten in Weimar. Heute: Kira Dorns Einzeiler. Aber man soll ja nicht alten Zeiten nachtrauern, schon gar nicht, wenn zwischen damals und heute liegende Zeiten bewiesen haben, dass die guten alten Zeiten gar nichts besagen, weil ihre Früchte in der Zukunft nicht unbeschadet wachsen können. Also machen wir uns nichts draus, dass Weimar heute für Krimiklamauk steht, der von Kritikern zu einer Art Mitteldeutschland-Fargo hochgeschrieben wird. Für uns ist es ja eigentlich Ostdeutschland, aber der produzierende Sender nennt sich nun mal MDR. Was es sonst zum zehnten Lessing-Dorn-Krimi zu sagen gibt, steht alles in der Rezension.

Handlung

Marlies Schrey, die Gattin des Strickwaren-Herstellers Gerd Schrey, wird am helllichten Tag vor einem beliebten Ausflugslokal umgebracht. Für die Kommissare Dorn und Lessing deutet alles auf eine missglückte Entführung hin.

Prompt melden sich die Kidnapper: Sie haben auch Gerd in ihrer Gewalt. Von dessen Sohn Maik fordern sie zwei Millionen Euro Lösegeld. Das Ehepaar Schrey hatte eine Entführungspolice abgeschlossen, die in wenigen Tagen abläuft. Hat Gerd Schrey seine eigene Entführung inszeniert, um sein marodes Strickwaren-Unternehmen zu retten?

Auch der um die Gunst seines Vaters buhlende Maik gerät ins Visier der Ermittler: Marlies war seine verhasste Stiefmutter. Hat das angeblich entfremdete Vater-Sohn-Gespann einen teuflischen Plan geschmiedet? 

Rezension

Sogleich ist richtigzustellen, es handelt sich um einen Dorn-Lessing-Film. Nicht nur, weil „D“ vor „L“ kommt und Frauen den Vortritt zu genießen haben, sondern, weil Lessing sich in den Film einfügt, während Dorn ihn zu dominieren versucht. Christian Ulmen kann sich zeitweise sogar zurücknehmen und dem lakonischen Klamauk mit etwas sparsamerer Darstellung Raum geben, aber Nora Tschirner ist von der Regie nicht zu bremsen, mit ihrem Overacting, und vielleicht hat man auch gesagt: Is eh klar, also soll sie halt. Es gibt bekanntlich Fans dieser Grimassen und des Revolversprechs, der zum Glück eines nicht tut: Lange andauern. Sollte die Idee jemals gewesen sein, den Zuschauer wirklich an der Handlung teilnehmen zu lassen – aufgrund der extremen Künstlichkeit der Dorn-Figur hat man das Gefühl, jemand tritt immer vor die vierte Wand oder fällt aus dem Rahmen.

Etwas sagt mir, dass diese Filme nicht gut altern werden – und der Aspekt ist ja nicht ganz unwichtig, da die ARD-Sender ältere Episoden häufig wiederholen, mittlerweile sind es durchschnittlich etwa zwei, die pro Abend den Weg zurück auf den Bildschirm finden.

Viele der Weimar-Tatorte wirken sehr aufgesetzt und sowas schleift sich ab. Dieses arg Gewollte unterscheidet sie auch von Filmen, die stilbildend wirkten und ihr Echo überall, sichtbar auch in Thüringen hinterließen, wie eben „Fargo“ von Ethan und Joel Coen. Zwanig Jahre später, vom Start der Weimar-Schiene aus betrachtet, doch immern.

Das Entführer-Mörderpärchen in seiner naiven Rohheit hat etwas von Coen- oder auch Tarantino-Figuren, außerdem ist das Filming augezeichnet, auch für heutige Fernsehverhältnisse. Der Regie ist nichts weiter vorzuwerfen, als dass sie nicht Dorn / Tschirner etwas eingebremst hat. So einfach ist das allerdings nicht, wenn jemand meint, unzählige solcher viertelwitziger Sätze ins Drehbuch hineinmurmeln zu müssen, weil er ganz offensichtlich ein Fan der Darstellerin und ihrer Spielweise ist.

Der Blick in den Tatort-Fundus ist Pflicht, gerade, wenn Filme so polarisieren wie dieser – derzeit Platz acht von zehn, und das heißt, angesichts der weit unterdurchschnittlichen Durchschnittsbewertung, derzeit ca. Rang 1050 von 1147 im Panorama aller Tatorte aller Zeiten.

Was würde Frances McDormand von dem Vergleich zwischen ihr und den Weimar-Polizisten halten, die selbst in der Tatorgemeinde überwiegend nicht für besondrs kapabel gehalten werden? Solche Fragen tauchten beim Anschauen immer mal wieder auf, wenn man voher schon Kritiken gelesen hat. andererseits: Nicht alle haben sich speziell auf die Ermittler bezogen, sondern einige nur auf den Plot.

Dass Kritiker nicht darauf eingehen, wie wenig von der Humanität, die „Fargo“ und andere Werke der Coens trotz ihrer vordergründigen Slaher-Movie-Qualitäten auszeichnet, in den Weimar-Krimis steckt, ist nicht schlimm. Weil der Unterschied erfühlt werden muss und nicht rein technisch zu beschreiben ist. Bereits bei der Rezension früherer Weimar-Filme hatte ich mich darauf bezogen, dass genau das fehlt: Ein doppelter Boden, der eine Tür zum zutiefst Menschlichen öffnet. Dafür sind diese Film zu flach und damit an ein mehr eingeschränktes Publikum gerichtet, das auch Coen- oder Tarantino-Filme nur auf einer bestimmten Ebene versteht.

Leider ist es für mich derzeit zu aufwendig, die Extended-Versions anzuschauen und zu rezensieren, die es mittlerweile von vielen neuen Tatorten gibt. Wenn die Angaben in den Programmzeitschriften stimmen, beträgt der Unterschied zwischen der 20:15-Version und der Nachtvariante für die ganz Erwachsenen nicht, wie bisher, ca. drei, sondern etwa fünf Minuten – und in der Zeit kann man einiges ändern. Der Verdacht liegt nah, dass die längere Version vor allem mit mehr Blut gefüllt wurde. Dabei sind Szenen wie die Spritzer auf der Wäsche, die an der Leine hängt, so, wie sie sind, nahezu perfekt.

Anders als beispielsweise der Hintrgrund der Verbrechen. Wenn man als Kritiker schreibt, Jörg Schüttauf sei ein wenig verschenkt, in diesem Film, muss man beifügen: Noch mehr gilt das für Nina Petri, deren Figur nach wenigen Minuten das Zeitliche segnet.

Finale

Die beste Herangehensweise ist, bei den Weimar-Tatorten zu checken, wie oft man bei den Witzen lachen kann – hat bei mir dieses Mal hin und wieder funktioniert, echt jetzt, ob die Handlung in ihrer eigenen Logik halbwegs funktioniert und ob die Episodenfiguren skurril sind. Und ob ein Thüringer Gewerbe dargestellt wird. Die Witze waren, Kritik an ihrer Häufigkeit und Qualität hin oder her, schon schlechter als im Tatort 1134, die Handlung ist zwar zum Ende hin überfrachtet, aber nicht so extrem überkonstruiert, dass man nichts mehr versteht, die Motive sind übertriebn, aber das soll ja humorvoll gemeint sein – und die rosarote Strickwarenmode ist cool. Leider wird das Textilgerwerbe zu wenig in die Handlung einbezogen und man hätte dem Mörderpärchen mehr Zeit schenken dürfen. Der schlechteste Weimar-Tatort ist „Der letzte Schrey“ nicht, sicher nicht der letzte Schrey und es bleiben auch zwei Schreys übrig. Wir verstehen schon, der Titel war gefunden, bevor das Drehbuch zu Ende geschrieben war und dann wollte man nicht mehr von dieser krass coolen Überschrift lassen.

6,5/10

© 2020 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Vorschau: Wohl nicht

Der Titel des 1134. Tatorts weckt Assoziationen und Hoffnungen. Ist es möglich, dass …? Vermutlich nicht. Es gibt genug auf immer, sagen wir mal, sehr jung Gebliebene, für die ein Weimar-Tatort mit Lessing und Dorn genau das Richtige ist, um lachend in die neue (Arbeits-) Woche zu starten – und angesichts von 22 Teams in ebenso vielen Städten kann man sich beim Tatort eine ziemlich exakte Zielgruppenbespielung leisten. Was machen die übrigen Fans der Reihe? Abschalten oder durchhalten. Wenn man alle Tatorte rezensiert, muss man Letzteres. Zur Sache:

„Der diesjährige, traditionelle Pfingst-Tatort wartet mit einem besonderen Auftritt auf: Jörg Schüttauf, von 2002 bis 2010 Darsteller des Tatort-Kommissars Friedrich „Fritz“ Dellwo am Standort Frankfurt am Main, spielt den entführten Besitzer einer Strickwarenfirma im zehnten Weimarer Fall „Der letzte Schrey“. Das auch privat liierte Ermittlerpaar Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) kümmert sich um die Aufklärung des Kidnappings, das gehörig aus dem Ruder läuft.“

So leitet die zweiköpfige Redaktion von Tatort Fans ihre Beschreibung zum Film ein und kommt am Ende zu einem maßvoll positiven und einem eher zurückhaltenden Fazit. „Kann man schauen oder alternativ ein gutes Witze-Buch lesen.“ Spontan: Die Witze der letzten Weimar-Filme waren so, dass auch ein schlechtes Witze-Buch möglicherweise die bessere Sonntagabendbeschäftigung darstellt. Bis auf den Film, der in der Westernstadt spielte, der hatte einen gewissen Schauwert. Wie hieß der gleich noch? Und damit zu weiteren Vorab-Kritiken.

„Absolut geeignet für einen Feiertagsabend, an dem man einfach mal abschalten und sich gut unterhalten lassen will. Gut, ab zu und hängt die Story etwas durch, fängt sich aber immer wieder. Und ein Realitäts-Check ist bei Dorn und Lessing ohnehin nicht angebracht. Wie findet man in einem Getreidefeld einen abgebrochenen Fingernagel, hm?“, philosophiert man beim SWR 3-Tatort-Check, wobei der Realitätcheck weggelassen wird. Unter der Prämisse, dass dieser sowieso nicht funktionieren würde, kommt man, mich hat’s überrascht, zu vier von fünf Elchen. Mein Problem mit den Weimar-Tatorten ist aber nicht, dass sie nicht realistisch sind, sondern, dass der Humor so debil ist und das Ermittlerpaar dadurch so unsympathisch wirkt.

Rainer Tittelbach geht in Tittelbach.TV ganz ernst an den Klamauk heran: „Brutale Geiselnahme, Mord, gnadenloser Racheplan – Dorn und Lessing haben in ihrem 10. Fall eine harte Nuss zu knacken. In „Der letzte Schrey“ (MDR / W&B Television) hat der Zuschauer zwar gegenüber den Ermittlern einen kleinen Wissensvorsprung, aber was den Hintergrund der Geiselnahme angeht, tappt er gleichermaßen im Dunkeln.“ Wenn man das liest, könnte man zu dem Schluss kommen, es handelt sich bei „Der letzte Schrey“ um einen echten Krimi. Im weiteren Verlauf rechnet Tittelbach dem Film sogar Brothers-Coen-Qualität zu. Das wird nun natürlich besonders genau zu prüfen sein, bei Vergleichen mit den Coens (oder Tarantino) verbietet sich jedes Laissez-faire. Die Handlung kommt nicht so gut weg, wird als gleichermaßen zu wenig füllig wie überkonstruiert bezeichnet, aber in Weimar bekommen sie das wohl wirklich hin.

Dass Jörg Schüttauf, der Frankfurt-Kommissar von 2002 bis 2010, dessen schauspielerische Genese mittlerweile beim Wahlberliner anhand einiger Polizeirufe, in denen er noch auf der Täterseite steht, nachgezeichnet wurde, in seiner Rolle als Textilfabrikant nicht glänzen kann, scheint sich zur überwiegenden Meinung herauszubilden. „Fazit: Trotz guter Inszenierung funktioniert das Miteinander von Witz und Ironie, Mitgefühl und Spannung, die große Kunst einer Kriminalkomödie und das Markenzeichen des „Tatorts“ aus Weimar, in „Der letzte Schrey“ nicht mehr so gut.“ Nicht mehr so gut wie wann und wo? Die betreffenden Filme sind im Artikel von Tittelbach.TV aufgelistet. Trotzdem gibt es 4 von 6 Sternen, weniger habe ich bei Tittelbach.TV nicht gesehen, seit die Wahlberliner-Vorschauen so gestaltet sind, dass sie aus einer kleinen Zusammenfassung von Kritiken anderer Publikationen bestehen.

Zum zweiten Mal hintereinander liefert „Filmstarts.de“ keine Pressekritik, schade. Deren oft sehr – sic! – kritische Haltung war immer ein guter Kontrapunkt zur in der Regel freundlichen Art von Tittelbach.TV, über Tatorte zu schreiben. Also geht’s weiter mit Christian Buß vom Spiegel. Schon die coolen Titel seiner Beiträge sind ein Plus: Wo Blut und Kakao in Strömen fließen“, heißt es dieses Mal, und dann: Thüringen will zur Normalität zurück? Erst muss das Land diesen patenten „Tatort“-Irrsinn über sich ergehen lassen, in dem mit dem Fleischklopfer gemordet wird.“ Man beachte das Adjektiv „patent“, denn es entscheidet tatsächlich über die Bewertung: 7/10. Das stimmt mich nun doch nachdenklich. Könnte es ein angenehmer Fernsehabend werden? „Und los geht der schon bekannte Schlingerkurs zwischen Schockelementen und Schnurre, der inzwischen das herausstellende Merkmal des Weimar-„Tatort“ ist und hier oft besser funktioniert als im Münster-„Tatort“.“

Ach so. In der Tat, man hat sich in Münster einige Aussetzer geleistet, aber schlechter als Weimar? Das kann man nur so konstruieren: Die Handlungen einiger Münster-Krimis waren so schwach, dass der Humor es nicht mehr reißen konnte, zumal auch dieser nicht immer auf dem gleichen Niveau angesiedelt ist. Außerdem ist hier nicht der Ort zum Streiten, weil die andere Seite nicht antworten kann. Aber aus dieser Sichtweise erklärt sich die relativ hohe Wertung und auch bei Buß lesen wir einen Bezug zu Ethan und Joel Coen, und gleich zu ihrem vielleicht besten Film: Es handele sich um ein fargoeskes Drehbuch von Murmel Clausen. Jetzt werden die Erwartungen wirklich hochgeschraubt. Wehe, wenn nicht mindestens ein halber „Fargo“ zu sehen ist. Ganz ehrlich, glaube ich schon vorab nicht, denn dazu haben Nora Tschirner und Christian Ulmen nicht die schauspielerischen Fähigkeiten. Diese sind in „Fargo“ aber wichtig, um das Drehbuch so cool wirken zu lassen. Und Philosophen zu zitieren, bedeutet nicht zwangsläufig, einen tiefgründigen Film zu machen (weil Buß Kierkegaard-Zitate in „Der treue Roy“ erwähnt).

Das eigentlich Hintergründige an den Lessing-Dorn-Filmen ist, dass Weimar-Stamm-Drehbuchautor Murmel Clausen (meist im Duo mit Andreas Pflüger, dieses Mal nicht) Kritiker dazu veranlasst, so hoch zu greifen.

Da aufgrund des Ausfalls von „Filmstarts“ noch ein Platz frei ist, nehmen wir aus aktuellem Anlass die Meinung der Frankfurter Rundschau hinzu: „Es wartet also so mancher Haken, es gibt mehr als eine Überraschung im richtigen Moment. Das ist zwar am Ende etwas überkonstruiert, aber das sind auch viele Sonntagabendkrimis, die es ernst meinen. „Der letzte Schrey“ aber meint es selbstverständlich nicht ernst. Das außerdem mit schöner Punktgenauigkeit und Professionalität.“

Eine Bewertung gibt die Kritikerin nicht ab, aber der Eindruck verdichtet sich: Je mehr das allgemeine Publikum genervt ist, desto mehr entwickeln sich die Weimarer Tatorte bzw. die Kommissar*innen Lessing und Dorn zu Kritiker*innen-Pets. Die Community, am umfassendsten repräsentiert durch die Nutzer*innen des Tatort–Fundus, streikt schon etwas länger. Alle Tatorte der MDR-Außendienststelle Weimar, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, werden im Durchschnitt mit weniger als 6/10 bewertet.

TH

Besetzung und Stab

Hauptkommissarin Kira Dorn – Nora Tschirner
Hauptkommissar Lessing – Christian Ulmen
Kommissariatsleiter Kurt Stich – Thorsten Merten
Polizist Ludwig Maria Pohl „Lupo“ – Arndt Schwering-Sohnrey
Rechtsmedizinerin Dr. Seelenbinder – Ute Wieckhorst
Unternehmer Gerd Schrey – Jörg Schüttauf
seine Ehefrau Marlies Schrey, Strickwarendesignerin – Nina Petri
Gerds Sohn Maik Schrey – Julius Nitschkoff
Maiks Verlobte Doreen Grobe – Antonia Münchow
Kidnapper Robert „Zecke“ Weizsäcker – Christopher Vantis
Kidnapperin Freya Cherny – Sarah Viktoria Frick
Studentin Adrienne – Marion Bott
Jutta Klatt („in Ulla“) – Friederike Frerichs
Frank Debrée – Martin Seifert
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Murmel Clausen
Regie – Mira Thiel
Kamera – Birgit Dierken
Szenenbild – Jürgen Schäfer
Schnitt – Andreas Baltschun
Ton – Roland Winke
Musik – Dürbeck & Dohmen

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