Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (DE 1922) #Filmfest 164

Filmfest 164 A "Concept IMDb Top 250 History" (3)

 

Dracula, wie er in die Welt kam

 F. W. Murnaus epochaler Vampirfilm kam wenige Jahre nach seinem Erscheinen aus rechtlichen Gründen unter die Räder, denn die Macher hatten keine Rechte an Bram Stoker’s „Dracula“ erworben. Das Originalnegativ und unzählige Kopien mussten vernichtet werden.

Dennoch hat die F.-W.-Murnau-Stiftung mittlerweile eine durch mehrere Upgrades möglich gewordene 4K-Restauration und einen Film von fast 95 Minuten Länge erstellen können, der zudem von recht ansprechender Bildqualität ist. Derzeit können wir ihn aber aus Zeitgründen nicht rezensieren. Trotzdem muss unser Dauerprojekt „IMDb-Liste-Top 250 historisch“ weitergehen, also werden wir dieses Mal wieder auf eine Empfehlung zurückgreifen. Selbstverständlich ist der Film von allen Seiten betrachtet worden, wir könnten einfach die Wikipedia-Seite als Sammlung von Meinungen, Produktionsnotizen, Themen, Stil etc. verlinken, aber wir möchten die Tendenz dieses Online-Lexikons, Kritiker sozsuagen abzusaugen wie Vampire das Blut ihrer Opfer, nicht zu sehr unterstützen und wehren uns wegen dieser Tendenz dadurch, dass wir viele Informationen aus der Wikipedia wiederum in Beiträge des Wahlberliners übertragen.

Das Leben ist gewissermaßen ein fortwährender Biss in den Hals, aber es muss ja nicht immer so einseitig sein, nicht einmal im Gierkapitalismus unserer Tage, in dem neofeudale Untote nicht nur transsilvanischer Herkunft überall in der Welt nach Opfern suchen und sie leider schon deshalb finden, weil die Opfer sich nicht einig sind über eine profunde, wirksame Gegenwehr. Sind die Menschen in „Nosferatu“ ebenso wehrlos? Sagen wir, es gibt Opfer, aber die Überlebenden sind zumindest einen der Vampire los. Was die übrigen aushecken werden, wenn ihnen dieser Verlust überbracht wird, weiß leider noch niemand.

Überraschenderweise ist es gar nicht so leicht, jenseits der gedruckten Literatur eine deutsche Besprechung zu finden, die man guten Gewissens empfehlen kann. Also habe ich mein Gewissen um Realismus anstatt Expressionismus gebeten und empfehle E. Schmitz‘ Text in „Filmbesprechungen.de“, bei dem ich mich auch ein wenig amüsieren konnte. Es ist nun einmal heute nicht mehr so einfach, bei allem ernst zu bleiben, was in „Nosferatu“ zu sehen ist, wobei der Hinweis nicht fehlen darf, dass die Dämonen allezeit überzeitlich sind und uns in etwa so bedrängen, wie ich es weiter oben versucht habe assoziativ wiederzugeben.

Jetzt muss ich mich beeilen, dass dieser Artikel vor dem Morgengrauen rausgeht und ich beizeiten wieder in die Kiste hüpfen kann.

IMDb-Wertung: 7,9/10
Platzierung in der Liste IMDb Top 250: Aktuell keine
Kritiker-Bewertung: keine

Regie Friedrich Wilhelm Murnau
Drehbuch Henrik Galeen nach Motiven des Romans Dracula von Bram Stoker
Produktion Enrico Dieckmann
Albin Grau für Prana-Film
Musik Hans Erdmann
Kamera Fritz Arno Wagner
Günther Krampf
Besetzung

Nicht im Vorspann

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