Die Freibeuterin (The Spoilers, USA 1942) #Filmfest 222

Filmfest 222 A

2020-11-20 FF 0222 Die Freibeuterin The Spoilers USA 1942 Text

2020-08-14 Filmfest AMit unserer etwas lapidaren Abhandlung des Films wurde ich dem Werk seinerzeit vielleicht nicht ganz gerecht.

Diese Kürze ist allerdings auch dem frühen Rezensionszeitpunkt geschuldet ist. Die noch maschinengetippten Filmverzeichnisse erschienen damals in relativ schneller Abfolge, herausgegriffen habe ich die neueste bisher aufgefundene dieser „historischen“ Sammlungen aus dem Juli 1989, die für diese Version neu hinzugefügten Kritiken waren in der Regel schon etwas länger.

Aber ich habe es schon in der Rezension zu „Seven Sinners“ (1940) geschrieben, in dem Wayne und die Dietrich ebenfalls und erstmals zusammen gespielt hatten: Ich mochte zu dem Zeitpunkt diese Schauspielerin nicht besonders und das machte sicher ca. einen Punkt bei den Bewertungen aus,  Wayne gegenüber stand ich eher neutral, war also auch von ihm kein Fan, während sich schon eine deutliche Sympathie für Typen wie James Stewart oder Cary Grant herausschälte.

Ignoranterweise habe ich bei Quasi-Nichtbeschreibung von „Die Freibeuterin“ weggelassen, dass der Film angeblich eine der besten Kneipenschlägereien der Filmgeschichte enthält und dass die Dietrich-Wayne-Version bereits die vierte Verfilmung eines Stoffes von Rex Beach war (die vorherigen waren 1914, 1923 und 1930 gedreht worden, Letztere sogar mit Gary Cooper, die nächste dann 1955 in Farbe), was darauf schließen lässt, dass es sich um einen geradezu exemplarischen Western-Roman handelt. Letzteres war 1989 aber auch nicht so leicht zu ermitteln, weil es noch kein Internet zum schnellen Nachschauen gab. Vermutlich würde der Film nach einer neuen Sichtung eine etwas höhere Bewertung erhalten, aber vorerst müssen wir uns mit den schmalen fünf Punkten begnügen, die ich als junger Filmfan vergeben habe (heute 50/100).

An der circa sechsminütigen Massenschlägerei am Ende des Films nahmen neben Wayne und Scott über 30 Stuntmen und Akrobaten teil. Die Szene selbst nahm zehn Tage der Drehzeit in Anspruch.[2] Zitiert nach (1). Die IMDb hat dazu auch eine Angabe: The climactic fistfight is one of the longest in cinema and lasts just under four minutes (2). Nicht einmal bei solchen einfachen Tatbeständen herrscht Einigkeit. Vermutlich hängt es davon ab, mit welcher Geschwindigkeit man den Film vorführt.

TH

(1) Wikipedia
(2) Internet Movie Database

© 2020, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Regie Ray Enright
Drehbuch Lawrence Hazard
Tom Reed
Romanvorlage Rex Beach
Produktion Charles K. Feldman
Musik Hans J. Salter
Charles Previn
Kamera Milton R. Krasner
Schnitt Clarence Kloster
Besetzung

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