Out of Corona – Der Wahlberliner nach der Krise / Q 3 2020 #Wahlberliner #Corona #COVID19 #DerWahlberliner

Liebe Leser*innen, wir beginnen den Tag mit einem Artikel in eigener Sache.

Nach einiger Zeit wollen wir eine Meldung darüber abgeben, wie es dem Wahlberliner ergangen ist – in der Corona-Krisenzeit. Wir beschränken uns dazu allerdings auf ein paar allgemeine Angaben und Überlegungen, denn wie knapp Lebenszeit ist, darüber haben wir in der Krise noch einmal nachgedacht – Sie auch? Die meisten von Ihnen sicherlich, denn für die Meisten hat sich das Leben verändert, hat Corona auf die eine oder andere Weise Einfluss genommen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben, wieder gesund werden, dass Ihre Lieben gesund bleiben oder es wieder werden und vor allem, dass niemand, den Sie kennen an Corona oder mit Corona verstorben ist. Das ist das Wichtigste. Dann: Dass es Ihnen beruflich und wirtschaftlich gutgeht und dass Sie sich nicht zu viele Sorgen über den Wiederanstieg der gemeldeten Neuinfektionen machen.

In mittlerweile 83 Beiträgen haben wir uns zur Krise geäußert und die Nr. 84 wird noch diese Woche folgen, denn allgemeine Gedanken zur Situation und neue Zahlen wollen wir mit Ihnen teilen. Was den Wahlberliner angeht – wir haben die Krise zahlenmäßig überwunden. Nach dem gewollten Lockdown Ende Februar, den wir eingerichtet haben, um den Anstieg der Leser*innenzahlen zu begrenzen, können wir eines sagen: Nie wieder werden wir dieses Blog künstlich so stark einbremsen, denn es hat Monate gedauert, bis wir wieder bei den vorherigen Zugriffszahlen angekommen waren. Der Rückgang ab März hatte weniger mit Corona zu tun als mit der Ratlosigkeit, die unserem Leserkreis zwischenzeitlich entstanden war.

Im September ist es uns gelungen, den bisherigen Höchststand vom Februar dieses Jahres zu übertreffen. Unsere Zielmarke für den Oktober ist aber der Stand vom Juli, gemäß unserem Vorgehen, möglichst auf Dreimonate-Sicht eine Zunahme der Leserschaft zu erreichen, die einzelnen Monate sind uns nicht ganz so wichtig, schon gar nicht muss es jeden Monat einen neuen Höchststand geben. Das abgelaufene dritte Quartal 2020 zeigte den bisher zweitbesten Dreimonate-Schnitt nach Dezember 2019, Januar und Februar 2020, knapp vor der Addition aus den Zahlen vom November 2019, Dezember 2019 und Januar 2020.

Wir werden 2020 aller Voraussicht nach das Jahr 2019 übertreffen, und wer kann das in der Corona-Zeit schon von sich behaupten? Nun ja, einige Blogbetreiber*innen mit pointierten Meinungen ganz sicher, denn pointierte Meinungen sind gefragt. Wir halten uns derzeit etwas mehr zurück, auch, weil wir uns entschlossen haben, endlich das Feature „Filmfest“ ernsthaft aufzuarbeiten, das bisher mit seiner schwachen Repräsentanz ein wunder Punkt des Wahlberliner war. Erste Erfolge dieser Maßnahmen zeigen sich bereits in einem höheren „Grundumsatz“, der auch dann zu beobachten ist, wenn nicht aktuelle politische Berichte die Zugriffszahlen heben. Dieser Grundumsatz ist wichtig, damit wir auch mal etwas weniger publizieren und uns z. B. wieder mehr auf längere, faktenreiche und analytische Texte konzentrieren können, davon können wir selbstverständlich nicht mehrere pro Tag veröffentlichen, zumal das „wir“ den Wahlberliner als Publikation meint, sich aber kaum vom „ich“ des Herausgebers unterscheidet, das Verfassen neuer Beiträge betreffend.

Ein besonderes Phänomen stellen derzeit die sozialen Netzwerke dar. Während unser Twitter-Account erwartungsgemäß kaum wächst, weil wir derzeit weniger Politisches publizieren und vor allem aus Zeitgründen nicht direkt in Diskussionen in diesem Netzwerk einsteigen, erleben wir auf Facebook geradezu einen Boom. Innerhalb von zwanzig Tagen, etwa seit dem Zeitpunkt, zu dem wir mit der Filmfest-Nachpublikation begonnen haben, ist unser Autoren-Account, der im Wesentlichen die Beiträge der Rubriken „Crimetime“ und „Filmfest“ zeigt, um das Siebenfache angewachsen, allein in den letzten zehn Tagen von 1.000 auf 2.500 Freund*innen.

Es ist absehbar, dass wir die Grenze von 5.000 Freund*innen bald erreichen und dann selektieren müssen. Derzeit haben wir ca. 700 Anfragen zu bearbeiten. Schnelleres Wachstum zeigt neuerdings auch der politische Account, den wir heute mit „PPF&O“ untertitelt haben („Political Presence, Fact & Opinion), lediglich die „private“, sehr kleine Präsenz, die überwiegend von Freund*innen „bevölkert“ ist, welche wir im Realleben kennen, ist bisher davon nicht betroffen. Unseren Instagram-Account vernachlässigen wir konsequent, auch, weil das Checken von Facebook derzeit unsere Kapazitäten für das Bedienen sozialer Netzwerke voll in Anspruch nimmt. Alle paar Tagen müssen wir schreiben, dass wir derzeit nicht chatten können etc., das ist zeitlich unmöglich, der Erfolg dieser Ansagen ist kurzfristig und insgesamt mäßig. Wir werden uns zum Facebook-Boom und dessen Sinn oder Unsinn noch einmal gesondert äußern.

Selbstverständlich müssen wir wieder mehr politisch schreiben, dies an die Adresse jener, die das von uns zu Recht erwarten – und trotzdem um etwas Geduld bitten. Wir erhöhen derzeit den Ausstoß an Beiträgen sukzessive, das ist aber nur möglich, weil z. B. die Filmfest-Artikel, die wir veröffentlichen, zu ca. 90 Prozent aus dem Archiv stammen. Außerdem überlegen wir weiterhin, ob wir nach der Filmrezensionen-Aufarbeitung den Wahlberliner persönlicher gestalten, ihm also ein neues Feature gönnen, mit dem wir unsere Leser*innen mehr über uns erzählen möchten.

Nicht zuletzt haben wir die Optik des Wahlberliners zum Monats- und Quartalswechsel geändert. Die Schriften und der Hintergrund sollten etwas eleganter wirken, außerdem haben wir nun (hoffentlich) das Problem beseitigt, dass Leser*innen im Nachtmodus die Verlinkungen nicht lesen konnten, weil sie in Dunkelblau geschrieben waren. Jetzt sollten sie in mehr oder weniger gut, jedenfalls besser zu entzifferndem Rot erscheinen. Demnächst wird die Arbeit an den Logos für 2021 beginnen, die sich gegenüber den 2020er Versionen relativ stark verändern werden. Im Wege der besprochenen optischen Änderungen haben wir den Wahlberliner nun auch „Hauptstadtblog“, ohne bestimmten oder unbestimmten Artikel genannt und den vorherigen Untertitel „Das Netzmagazin“ aufgegeben. Wir finden, die neue Bezeichnung entspricht mehr dem, was wir wirklich sind: Ein Hauptstadtblog von mehreren; eigenständig, individuell, aber eben eine Publikation von vielen, die sich in Berlin mit Kultur und Politik befassen. Ob wir „Hauptstadtblog“ mit „ein“ ergänzen, ist noch nicht raus, aber „Das Hauptstadtblog“ wird der Wahlberliner sicher nicht genannt werden. Und auch nicht „Der Hauptstadtblog“.

Wir wünschen Ihnen allen eine schöne Zeit, weiterhin viel Spaß beim Stöbern in dieser Publikation – und vor allem: Bleiben Sie gesund! Kommen Sie gut durch diese Zeit!

Thomas Hocke, Berlin, 06.10.2020

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