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Wie in unserem gestrigen Lagebericht angedeutet: Der Corona-Lockdown wird wohl in den März hinein verlängert werden. Das berichtet heute unter Berufung auf einen Regierungsentwurf die FAZ. Dort heißt es unter anderem:

Die Ausgangsbeschränkungen hätten zwar zu einer Reduzierung der Corona-Zahlen geführt, die Ausbreitung von ansteckenderen Mutanten mache es jedoch notwendig, die „Kontaktbeschränkungen in den nächsten Wochen grundsätzlich“ beizubehalten. Ein Datum, ab dem die Beschlüsse gelockert werden könnten, kommt in dem Papier nicht vor, es wird jedoch der März erwähnt. Die Öffnung von Kitas und Schulen hätte dann Priorität.

Um es ehrlich zu schreiben: Auch ohne Mutationen müssten die Regelungen noch mindestens für mehrere Wochen fortgelten, denn die Inzidenz in Gesamtdeutschland lag gestern immer noch bei unvertretbar hohen 76 (Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen im Bundesdurchschnitt). Die R-Zahl ist immerhin unter 1 gesunken und stand gestern bei 0,94 (ein Infizierter steckt durchschnittlich 0,94 weitere Personen an). Die Angaben stammen vom Robert-Koch–Institut (RKI). Heute liegt die Inzidenz bisher bei 73, die festgestellten Neuinfektionen belaufen sich auf ca. 3.400 (der Stand von ist noch nicht komplett).

Gestern lag Deutschland bei den weltweiten Todesfallzahlen (469) wieder auf einem erschreckenden dritten Platz weltweit, die Zahlen sind immer noch höher als an irgendeinem Tag während der ersten Welle im Frühjahr. Wir müssen auch heute wieder darauf hinweisen: Die Neuinfektionszahlen in Deutschland wären noch höher, wenn mehr getestet würde. Bei der „Durchtestung“ steht Deutschland aktuell auf einem blamablen 50. Platz, hinter Belarus und etwas besser als Griechenland. Während in vielen Ländern die 1:1-Marke angezielt wird oder überschritten ist, verharrt Deutschland bei 0,485 Tests pro Einwohner*in.

Wir schreiben den Impfstatus fort, den wir gestern erstmals gezeigt haben. Mittlerweile hat sich die Gesamtzahl der verabreichten Impfdosen auf 3.369.433 erhöht, gestern kamen 81.800 Impfungen hinzu – aber es müssten ca. 200.000 Dosen pro Tag verabreicht werden, steigende Tendenz eingerechnet und im Durchschnitt, damit alle bis im Spätsommer (in ca. 200 Tagen) wenigstens ein Impfangebot erhalten. Abzüglich allerdings jener, die es nicht annehmen wollen, die für sie vorgesehenen Dosen würden dann frei für andere. Die Gesamtgrafik hat sich seit gestern nicht wesentlich verändert, daher lassen wir sie hier eingebettet und werden sie in den nächsten Tagen aktualisieren.

Weltweit rangiert Deutschland aktuell auf Platz 23, wenn es um die Impfquote geht – mit einer „Durchimpfung“ von 3,9 Prozent.

Wie schwierig es ist, bestimmte Leistungen und Angebote der Lage anzupassen, zeigt folgende aktuelle Grafik: Ärzt*innen bieten zunehmend Sprechstunden online an, aber von einer rasanten Zunahme kann man nicht gerade sprechen. Einige haben dieses Angebot, vermutlich mangels Akzeptanz, sogar wieder eingestellt. Immerhin halten nur noch 16 Prozent der Klinikärzt*innen und 36 Prozent der Ärzt*innen mit Praxis eine Online-Beratung immer noch nicht für denkbar. Es versteht sich von selbst, dass man nicht alles online machen kann, aber doch einiges, was keine körperlichen Untersuchungen erfordert.

Im Erklärungstext zur Infografik: Corona führt zu mehr Video-Sprechstunden | Statista heißt es:

Die Corona-Pandemie beschleunigt laut einer Umfrage von Bitkom Research die Digitalisierung der Medizin. „Dabei ist Deutschlands Ärzteschaft gespalten, wenn es um den Einsatz digitaler Technologien im medizinischen Alltag geht. Während Ärzte in Kliniken mehrheitlich offen für digitale Gesundheitsangebote sind, zeigen sich Ärzte in Praxen skeptischer.“

Eine Ausnahme von dieser Regel ist die Video-Sprechstunde, die aktuell von 17 Prozent aller befragten Praxis-Ärzt_innen angeboten wird, aber nur von vier Prozent der Klinik-Ärzt_innen. Hingegen zeigt die Statista-Grafik, dass in Krankenhäusern beschäftigte Mediziner_innen beim Ausbau digitaler Angebote oder dem Einsatz digitaler Technologien gegen Corona gerne deutlich stärker auf die Tube drücken würden als ihre niedergelassenen Kolleg_innen.

Hier haben wir noch eine kleine Zusatzgrafik: Die Entwicklung der Zahl an Ärzten und Ärztinnen in Deutschland seit 1990. Sie hat sich seitdem stetig erhöht und man mag kaum glauben, dass so oft von Unterversorgung gesprochen wird. Freilich beinhaltet diese Grafik: Ärzte in Deutschland – Gesamtzahl bis 2019 | Statista keine Aufschlüsselung darüber, wo sich Ärzt*innen ballen und wo es zu wenige gibt – das betrifft sowohl die Fachrichtungen wie die regionale Verteilung. Auch eine Gegenüberstellung dieser Zahl mit der Zahl der Behandlungen und wie zeitaufwendig diese sind, ist ein Muss, um die Lage beurteilen zu können. Statistisch kommt mittlerweile ein in seinem Beruf arbeitender Arzt oder eine ebenso tätige Ärztin auf etwa 200 Einwohner*innen, nie nach der Wende war das Verhältnis rein statistisch niedriger bzw. versorgungstechnisch gesehen besser.

TH

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