UPDATE: Wo ist Mike? – Tatort 1168 #Crimetime Vorschau #Tatort #Franken #Voss #Ringelhahn #BR #Mike #wo

Crimetime Vorschau Das Erste 16.05.2021, 20:15 Uhr – Titelfoto © BR / Claussen + Putz Filmproduktion

Es ist noch ein wenig ungewöhnlich,

dass wir bereits sieben Tage vor der Ausstrahlung eines Tatorts eine Vorschau veröffentlichen. Es geschieht bisher nur dann, wenn uns die den Film betreuende Presseagentur Material zusendet, so wie dieses Mal zum verflixten siebten Franken-Tatort. Auch zum neuen Bremen-Team, das mit großer Spannung erwartet wird, haben wir etwas mehr für Sie, liebe Leser*innen.

Zurück in den Süden. Erst so wenige Fälle haben die Ermittler*innen Ringelhahn und Voss also gelöst? Sie wirken schon sehr vertraut, aber so ist es.

„Die Franken sind zurück. Die Ermittlerin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat sich in ihrem siebten Tatort-Fall Hals über Kopf in einen Bamberger Lehrer verliebt – leider in den Falschen, wie es scheint. Ihr Kollege, Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs), hat ein mieses Gefühl. Denn die Suche nach einem verschwundenen 5-Jährigen führt offenbar zu Paulas frischer Liebe (…)“, leitet die Redaktion von Tatort-Fans ihre Beschreibung ein (Tatort Folge 1168: Wo ist Mike? – Tatort Fans (tatort-fans.de). Angaben zur Corona-Unterbrechung der Dreharbeiten (siehe unten) bestätigen, dass der Eindruck, dass einige Teams, die offenbar weniger stark betroffen waren, derzeit ihre Werke in sehr kurzen Abständen vorstellen. Die Tatort-Fans-Autor*innen sind übrigens recht begeistert von dem Film und vergeben einmal vier, einmal fünf Sterne.

Fürs Update dieses Textes nun weiter mit Meinungen, die oft erst wenige Tage vor der Ausstrahlung veröffentlicht werden. Wie immer beginnen wir mit dem SWR3-Tatortcheck, geschrieben heute von Michael Haas. Wir müssen uns auf einen Sonntagabend ohne Leiche einstellen, heißt es warnend, und es handele sich um einen verworrenen, zusammenhanglosen Krimi. Dafür nur zwei Elche. Vielleicht hat die Tatsache, dass man den Film nicht, wie üblich, an einer Anfangsleiche „aufhängen“ konnte, bei Autor*innen, die dieses Schema seit vielen Jahren gewöhnt sind, für Verwirrung gesorgt.

Ich bin auch gerade verwirrt, denn Tittelbach-TV in Person des namengebenden Autors schreibt vom neunten Franken-Tatort. Und damit ist ja wohl das aktuelle Team gemeint, einen „Franken-Tatort“ gab es zuvor nicht. Da kommen wir nun nicht drumherum, nämlich ums Recherchieren beim Tatort-Fundus, bei dem bisher noch kein Film der Reihe verloren ging. Die Redaktion von Taort-Fans liegt richtig, es sind bisher sieben Franken-Tatorte, inklusive jenes Films vom verlorenen Kind namens Mike. Sie hätten ihn übrigens auch Kevin nennen können, damit nicht immer mehr Vornamen für Jungs verbrannt werden. Gefühlt sind es mehr Filme aus Nürnberg und Umgebung, das geht mir auch so. Gedreht allerdings in einem Zeitraum von nunmehr sechs Jahren. Nur neue Saar-Tatorte und Murot-Fälle kommen noch seltener (bisher 9 in 10 Jahren), alle anderen (regulären) Schienen liefern mindestens zwei neue Fälle jährlich.

„Ein elaboriert erzählter Schauspielerfilm, der mit tiefschwarzen Bilderwelten verführt und gerade deshalb nicht leicht auszuhalten ist. Ein schwerblütiges Drama, in dem alle Beziehungen scheitern, das aber die umso menschenfreundlicheren Kommissare unverzagt weiter ihren Weg gehen lässt.“

Dafür gibt es fünf von sechs Sternen und man sieht wieder einmal, wie unterschiedlich Kritiker*innen tendieren, nachdem sie sich 90 Minuten lang dieselben bewegten Bilder angeschaut haben. Leider verrät der obige kurze Textauszug schon etwas über Kommissarin Ringelhahns Lovestory.

Christian Buß vom Spiegel ist regelrecht besorgt um die Zuschauer*innen und leitet ein mit: „Vertrackter Franken-Tatort. Bitte glauben Sie nicht alles, was Sie hier sehen. Wälder, Keller, Tiefkühltruhen – wo liegt die Wahrheit begraben? Dieser Tatort um einen vermissten Jungen jagt das Publikum durch ein Labyrinth aus Lügen und Täuschungen.“ Ein Krimi, in dem nicht getrickst, getäuscht, gelogen wird, wäre ja auch irgendwie doof, besonders, wenn es sich um einen Whodunit handelt. „Virtuelle Wirklichkeit, gefühlte Wirklichkeit, segmentierte Wirklichkeit – in diesem »Tatort« ist es ein langer, vertrackter Weg zu Wahrheit. Aber auch wenn es weh tut, der Weg lohnt sich“, schließt Christian Buß und vergibt sehr gute 8/10. Vielleicht hatte der Verfasser der bisher einzigen negativen Kritik auch keine Lust, sich beim Gucken eines Krimis von ebenjenem Krimi wehtun zu lassen, das kann man in diesen Zeiten verstehen, die eh ziemlich viel Seelenweh verursachen.

Anstatt eine fünfte Stimme zu Gehör zu bringen, empfehlen wir heute ein Interview der Frankfurter Rundschau mit Paula-Ringelhahn-Darstellerin Dagmar Manzel, die im Tatort 1168 mit Sylvester Groth zusammenspielen durfte. Ein Herzenswunsch ging in Erfüllung, dürfen wir vermuten. Über diese Zusammenarbeit, über die Arbeit am Set, aber auch zur Kultur in Corona-Zeiten äußert sich Manzel in dieser längeren Befragung.

TH

Pressetext

Ein Kind wird vermisst. Versteckt sich der Junge? Wurde er entführt oder ist er tot? Oder hat etwa der Lehrer, in den Paula sich verliebt hat, etwas mit dem Fall zu tun? Die Eltern des Jungen beschuldigen sich gegenseitig. Sie sind alles andere als eine Hilfe für Paula Ringelhahn, Felix Voss und ihr Team, die sich in ihrem siebten Fall auf die Suche nach dem spurlos verschwundenen Kind begeben…

Am Sonntag, 16. Mai 2021 zeigt Das Erste um 20:15 Uhr den Tatort Franken „Wo ist Mike?“.

Unter der Regie von Andreas Kleinert („Freischwimmer“, Tatort „Freies Land“) und nach dem Drehbuch von Thomas Wendrich („Ich und Kaminski“, „Mitten in Deutschland: NSU“) ermitteln Fabian Hinrichs als Kommissar Felix Voss und Dagmar Manzel als Kommissarin Paula Ringelhahn erneut in Bamberg.

Unterstützung bekommen sie von Eli Wasserscheid, Andreas Leopold Schadt und Matthias Egersdörfer. Im neuen Fall sind u.a. Sylvester Groth, Andreas Pietschmann, Linda PöppelBettina Hoppe, Tilo Nest, Michelle Barthel und Simon Frühwirth zu sehen.

Inhalt: Der fünfjährige Mike ist verschwunden. Drei Tage lang denken seine getrenntlebenden Eltern (Linda Pöppel, Andreas Pietschmann), dass ihr Sohn beim jeweils anderen ist, bis der Irrtum auffällt. Nun verdächtigt die Mutter wütend den Vater, der Vater die Mutter. Doch wo ist Mike wirklich? Welche Wahrheit verbirgt der Wald hinter dem Haus, in dem der Junge sich oft versteckt hat, wenn die Eltern sich stritten? Ist Mike diesmal weggelaufen? Aber wie weit kommt ein Fünfjähriger allein? Oder war er gar nicht allein? In welcher Verbindung steht Mike zum siebzehnjährigen Titus (Simon Frühwirth), der sich verfolgt fühlt und den seine Angst bis nach Amsterdam treibt? Und welche Rolle spielt der Lehrer Rolf Glawogger (Sylvester Groth), der auf der anderen Seite des weitläufigen Stadtwaldes lebt? Ein rätselhafter und sehr emotionaler Fall für Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs).

Handlung

Der fünfjährige Mike ist verschwunden. Drei Tage lang denken seine getrennt lebenden Eltern, dass ihr Sohn beim jeweils anderen ist, bis der Irrtum auffällt. Nun verdächtigt die Mutter wütend den Vater, der Vater die Mutter. Doch wo ist Mike wirklich? Welche Wahrheit verbirgt der Wald hinter dem Haus, in dem der Junge sich oft versteckt hat, wenn die Eltern sich stritten? Ist Mike diesmal weggelaufen? Aber wie weit kommt ein Fünfjähriger allein? Oder war er gar nicht allein? In welcher Verbindung steht Mike zum 17-jährigen Titus, der sich verfolgt fühlt und den seine Angst bis nach Amsterdam treibt?

Für Paula Ringelhahn nimmt der Fall eine persönliche Wendung, als der Verdacht auf den Lehrer Rolf Glawogger fällt, zu dem sie seit kurzem eine innige und liebevolle Beziehung unterhält. Rolf wohnt auf der anderen Seite des weitläufigen Stadtwaldes. Was Paula nicht wusste: Zwei Schüler beschuldigen Rolf der sexuellen Belästigung und haben Anzeige erstattet. Paulas Zweifel wachsen. Auch wenn Rolf alle Vorwürfe abstreitet, so liegt für Felix Voss ein Zusammenhang zu Mikes Verschwinden auf der Hand – wäre da nicht das Alibi, das Paula Rolf für die fragwürdige Nacht gegeben hat.

Ein rätselhafter und sehr emotionaler Fall für Paula Ringelhahn und Felix Voss.

Interviews

THier (Tatort Franken: „Wo ist Mike?“: Doppelinterview Dagmar Manzel und Sylvester Groth | Pressedossiers | Presse | BR.de) gibt es ein schönes Interview mit Dagmar Manzel und Sylvester Groth zum Film. Auf der Seite geht es zu weiteren Statements. Auf das Zusammenspiel von Manzel und Groth freue ich mich schon. Ich fand es schade, dass Groth den Magdeburg-Polizeiruf verlassen hat, weil die Bissigkeit seiner Filmpartnerin Claudia Michelsn („Doreen Brasch“) offenbar nicht nur im Sinne des Rollencharakters einer hermetischen oder soziopathischen Kommissarin gespielt war.

Weitere Informationen zum Film (BR)

Regisseur Andreas Kleinert („Wege in die Nacht“, „Freischwimmer“, „Hedda“, Tatort „Freies Land“) inszenierte den siebten Tatort aus Franken, das Drehbuch schrieb Thomas Wendrich („Ich und Kaminski“, „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“). Vor der Kamera von Michael Hammon („Als wir träumten“, „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“) standen Fabian Hinrichs, Dagmar Manzel, Sylvester Groth, Simon Frühwirth, Andreas Pietschmann, Linda Pöppel, Eli Wasserscheid, Andreas Leopold Schadt, Matthias Egersdörfer u.a.. Produziert wurde „Wo ist Mike?“ von Claussen+Putz Filmproduktion (Produzenten: Uli Putz, Jakob Claussen). Die Redaktion liegt bei Stephanie Heckner.

Regie: Andreas Kleinert
Drehbuch: Thomas Wendrich
Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion (Produzenten: Uli Putz, Jakob Claussen) im Auftrag des BR
Redaktion: Stephanie Heckner (BR)
Drehzeit: 3. bis 19. März und 17. bis 28. November 2020
Die Dreharbeiten in Bamberg begannen im März 2020, mussten jedoch Corona-bedingt unterbrochen werden. Damit die Anschlüsse jahreszeitlich funktionieren, wurden die fehlenden zehn Drehtage im November 2020 unter strengen Hygiene-Regeln nachgeholt.
Drehorte: Bamberg und Umgebung sowie ein Tag in Amsterdam
Ausstrahlung am Sonntag, 16. Mai 2021 um 20.15 Uhr im Ersten

TH

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