Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely, USA 1975) #Filmfest 553

Filmfest 553 Cinema

Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely) ist ein US-amerikanischer Kriminalthriller des Regisseurs Dick Richards aus dem Jahr 1975.

Den Film einzuordnen, ist eine interessante Aufgabe. Ein klassischer Film noir (der Begriff war mir 1989 noch unbekannt) ist er nicht, denn die übliche Definition umfasst nur die Produktionsjahre Jahre 1940 bis 1958, ein Neo-Noir ist er aber auch nicht, denn darunter subsumiert man in der Regel Gegenwartsfilme, die im Stil und / oder unter Berücksichtigung der inhaltlichen Kriterien für einen Film noir gefertigt werden, wie etwa „Drive“, den wir vor einiger Zeit besprochen haben. Am besten kann man „Fahr zur Hölle, Liebling“ wohl mit dem im Jahr zuvor entstandenen „Chinatown“ vergleichen, der ebenfalls in den 1940ern angesiedelt ist. Allerdings beruht „Chinatown“ auf einem Originaldrehbuch, während „Farewell, My Lovely“ das Remake eines Films aus dem Jahr 1944 darstellt, beide Adaptionen fußen auf dem gleichnamigen Roman von Raymond Chandler.

Meine recht gute Bewertung von 7/10 spiegelt sich heute in der IMDb, die Nutzer:innen vergeben durchschnittlich 7,1/10. Vermutlich hat der Film die Atmosphäre der 1940er exakter reproduziert und ist penibler dekoriert als ähnliche Werke, die sich mit der Zeit vor oder während des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzen, aber in den 1960ern oder 1970ern gedreht wurden, wie etwa „Der Clou“ oder „Bonnie & Clyde“. Über Robert Mitchum würde ich heute vermutlich etwas gnädiger urteilen, unter anderem aufgrund seiner Darstellung in „Out of the Past“ (1947), einem der besten echten Films noirs überhaupt, aber Bogart überstrahlte sie damals tatsächlich alle, seine Präsenz im Genre Krimi / Film noir betreffend. Wen wir ebenfalls sehen: Sylvester Stallone in einer kleineren Rolle, kurz vor seinem Durchbruch mit „Rocky“.

© 2021, 1989 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

Kursiv: Wikipedia

Regie Dick Richards
Drehbuch David Zelag Goodman
Produktion Jerry Bruckheimer,
George Pappas
Musik David Shire
Kamera John A. Alonzo
Schnitt Joel Cox,
Walter Thompson
Besetzung

 

 

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