Welche Kanzlerkandidatin oder welcher -kandidat steht eher für Merkels Politik? | #Frontpage #Umfrage #Ergebnis | #Merkel #AngelaMerkel #Erben #Bundestagswahl2021

Frontpage | Umfrage Merkel-Erbe | Civey, Bundestagswahl 2021

Vom 26. Juli bis 22.08.2021 lief bei Civey eine Umfrage, deren Kurzform per Mail so annonciert wurde: „Wer beeerbt Merkel?“ Da diese Kurzform zu Missverständnissen reizt, wurde für die Umfrage so präzisiert:

Welche Kanzlerkandidatin oder welcher Kanzlerkandidat steht Ihrer Meinung nach am ehesten für eine Fortführung von Angela Merkels Politik?

Olaf Scholz hat jüngst, befeuert durch seinen Auftrieb bei den persönlichen Umfragewerten, behauptet, er sei der eigentliche Merkel-Erbe. Die Kanzlerin hat diese Interpretation bereits beantwortet. Die Umfrage, wie sie am 22.08. abgeschlossen wurde, sagt im Grunde das Logische aus: Fast 50 Prozent der Abstimmmenden sahen Armin Lascheet als den Erben Angela Merkel, was die inhaltliche Ausrichtung seiner Politik angeht. Was sonst, denn er ist in derselben Partei.

Nun halten wir aber fest, dass schon zum damaligen Zeitpunkt Laschets Zustimmungswerte in den Keller gerauscht waren und dass gegenwärtig 83 Prozent der Abstimmenden in einer anderen Umfrage mit Angela Merkels Politik zufrieden sind. Wir schrieben kürzlich, da ist wohl auch schon Nostalgie dabei, aber wie kann es sein, dass so viele Menschen, die Laschet für Merkels legitimen Erben halten, ihm nicht vertrauen, obwohl der Kanzlerin vertraut wird? Ist das nicht seltsam? Vielleicht geht es aber genau darum: Eine inhaltlich ähnliche Ausrichtung, die man ihm zutraut, heißt noch nicht, dass die Abstimmenden ihn auch für gleichermaßen fähig halten wie die aktuelle Regierungschefin.

Außerdem – bei „Wer beerbt Merkel“ geht es um eines gerade nicht: Wer ihr tatsächlich nachfolgt, sie also bezüglich ihrer Position beerbt, sondern um den Bestand ihres politischen Erbes. Nach unserer Ansicht ist dieser Bestand nicht so gigantisch positiv, als dass es einer übermenschlichen Anstrengung bedürfte, dieses Erbe zu bewahren, aber um diese Zurückhaltung zu begründen, darf man viele, auch statistische Aussagen nicht einfach so hinnehmen, sondern hinterfragen und vertiefen. Merkels Zeugnis, wie die Mainstream-Medien es sehen, die Lorbeerkränze, die ihr seit Jahren geflochten werden, dies alles suggeriert eine bei Weitem bessere Bilanz als sie sich tatsächlich abzeichnet. Ändern wird sich an ihr nicht mehr viel, in den dreieinhalb Wochen bis zur Wahl.

TH

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