Fahrräder als Mangelware – wo die Störung der Lieferketten am größten ist und warum E-Bikes keine Lösung sind | #Frontpage #Wirtschaft #Wandel | #Fahrrad #Fahrradhaendler #Lieferkette #Corona #Covid19

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Jahrelang wollten viel zu wenige Menschen aufs Rad umsteigen und nun kommt alles zusammen: Corona beeinträchtigt die Lieferketten, der Klimawandel drängt und alle wollen in die Pedale treten.

Da kommen die Händler nicht mehr nach, man sieht es unter anderem an den rasant steigenden Preisen. Die Schaufenster sind nicht leer, aber es gibt ja auch Bestellungen, wie bei den Autos, die sich derzeit verzögern. Bei den Fahrrädern können es aber nicht die Chips sein, von E-Bikes abgesehen. Zunächst hier die Grafik zur Lage des Einzelhandels. Man sieht, nicht nur eine Branche hat Probleme, sie sind unabhängig davon, welche Ausgangsmaterialien für die Produkte eine wichtige Rolle spielen.

Hier geht’s zur Grafik und zum nachfolgenden Begleittext

Begleittext von Statista zur Grafik:

Die Einzelhändler in Deutschland leiden aktuell stark unter Lieferproblemen. Besonders schwer trifft es die Fahrradhändler. 100 Prozent der kürzlich vom ifo Institut befragten Händler geben an, dass sie aktuell Schwierigkeiten bei der Lieferung bestellter Waren haben. Aber auch Baumärkte, Unterhaltungselektronik-Händler und den Möbelhandel sind stark betroffen. Vergleichsweise gering ist die Liefer-Problematik im Lebensmitteleinzelhandel ausgeprägt. „Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.“

Hintergrund dieses oft für Kunden frustrierenden Zustands: Die Lieferketten vieler Unternehmen sind noch immer durch die Corona-Krise beeinträchtigt. Die betrifft vor allem die USA und die Eurozone. Denn viele Länder haben zahlreiche Anti-Pandemie-Maßnahmen eingeführt, die starke Verzögerungen in den Wertschöpfungs- und Lieferketten ausgelöst haben. So haben etwa Kontroll- und Quarantänezonen in logistischen Knotenpunkten zu Lieferstaus von Waren geführt. In der Folge waren viele Zuliefererbetriebe in ihrer Produktion behindert und konnten ihren Lieferverpflichtungen nicht mehr vollumfänglich nachkommen. Und fehlende Zulieferteile können Produktionsabläufe schnell massiv beeinträchtigen. Hinzu kommen der Ausfall von Arbeitskräften durch Krankheit oder Reisebeschränkungen. Wie stark die Störungen derzeit noch sind, zeigt diese Statista-Grafik auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Ausgerechnet beim Fokus hat gestern ein Redakteur ein massives Statement gegen E-Bikes und fürs selber in die Pedale treten geschrieben, das wir sehr unterstützen. Man kann nicht die negativen Auswirkungen der Auto-E-Mobilität auf die Rohstofflage kritisieren und E-Bikes super finden. In Sachen Gesundheit gibt es sogar ein zusätzliches Argument gegen E-Bikes, das bei Autos entfällt: Es ist schlicht besser für den Körper, sich selbst zu bewegen, als einen E-Motor zu bemühen, wenn man Fahrrad fährt. Einzig für Lieferant:innen kann man gelten lassen: E-Bikes, die bis zu 50 Km/h schnell sind, können nun mal mehr Strecke in vorgegebener Zeit schaffen und erlauben größere Touren.

Aber Vorsicht, den Geschwindigkeitsvorteil betreffend. Es wird Zeit, sich einem weiteren Thema zuzuwenden: Tempo 30 in den Städten, um Fußgänger:innen und Radfahrer:innen besser zu schützen. Haben wir schon erwähnt, dass mit der beste Sport zu Fuß gehen / joggen ist? Übertroffen nur vom Schwimmen. Eine Stunde Laufen entspricht zwei Stunden Radeln, den Energieverbrauch betreffend und trainiert außerdem mehr Muskelgruppen. Aber in Relation zum mit dem Auto oder dem E-Bike zur Arbeit fahren, wenn es zu Fuß zu weit bis dothin ist, stellt das mit eigener Muskelpower ausgeführte den Drahtesel bewegen die mit Abstand beste Variante dar, sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

TH

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