Reduktion und Vereinfachung | #ineigenerSache #DerWahlberliner

Frontpage | In eigener Sache 

Liebe Leser:innen,

es ist wieder einmal an der Zeit, dass wir uns in eigener Sache an Sie wenden und wir machen es so kurz wie möglich. Wir werden künftig die Zahl der im Wahlberliner erscheinenden Artikel verringern müssen. Das ist einer Neugewichtung von Prioritäten und einem vom Zeitpunkt der Gründung dieses Blogs abweichenden Zeitschema geschuldet, beides können bzw. wollen wir nicht ignorieren.

Es wäre sicher möglich, die bisherige Vorgabe von mindestens drei Artikeln pro Tag weiterhin irgendwie einzuhalten, das ginge aber zulasten der Qualität und der Vertiefung. Wir haben uns ohnehin zuletzt wesentlich kürzer gefasst als in der Anfangszeit und dadurch auch den Mehrwert für unsere Leser:innen, umgerechnet auf einzelne Beiträge, verringert. Wir müssen den Druck reduzieren, der aus der bisherigen Taktungs-Vorgabe entstanden ist.

Einen Teil unserer Mission haben wir bereits erfüllt: Mehr Crimetime- und Filmfest-Beiträge zu zeigen als im „ersten“ Wahlberliner, der von 2011 bis 2016 bestand. Wir haben beide Zahlen um mehr als das Doppelte überschritten, und dies in der Hälfte der Zeit. Auch politisch haben wir viel mehr veröffentlicht als damals und das werden wir weiterhin tun. Aber der neuen Zielsetzung angepasst: Wir werden nur noch mindestens einen Beitrag täglich publizieren. Das heißt nicht, dass es nicht mehr sein können, sogar wesentlich mehr. Aber eine Selbstverpflichtung, die auf drei plus x geht, ist nicht mehr machbar.

Wir haben im Vorfeld des heutigen Schritts organisatorische Vereinfachung durchgeführt. Mit dem heutigen Tag beenden wir ein Kontrollsystem, das in einer Zeit mit schwierig zu beherrschenden Anforderungen mehr oder weniger alle Lebensbereiche umfasst, erfasst und die Erfüllung von Aufgaben und den Stand der Dinge auf verschiedenen Gebieten messbar gemacht hat, das mittlerweile aber zu einer Doppelung geführt hat. Wir werden uns künftig nur noch an einem in den letzten Monaten aufgebauten Kalendarium mit Aufgabenverwaltung orientieren und in bestimmten Bereichen Kontrollen ganz abschaffen. Ein Orga-Board für den Wahlberliner und ebensolche Einrichtungen z. B. für berufliche Zwecke gab es bisher schon. Sie werden mit Tendenz zur Vereinfachung weitergeführt werden.

Vereinfachung oder die Abschaffung von Kontrollen – das gilt nicht für die Redaktion der Wahlberliner-Artikel, hier werden wir uns verbessern müssen. Die hier gezeigten Beiträge litten zum Teil erheblich darunter, dass wir schnell publizieren wollten, vor allem, wenn es um sehr aktuelle Themen ging. Oft konnten wir erst redigieren und korrigieren, wenn sich bereits zeigte, dass ein Artikel „gut lief“, dann hatten ihn einige Menschen aber schon in einer Quasi-Entwurfsform mit zu vielen Fehlern und stilistischen Schwachstellen darin gelesen.

Vor allem haben die Publikationspflichten unsere kreativen Freiräume eingeschränkt. Die Inpiration ging dabei weitgehend verloren. Das müssen wir ändern, damit das Schreiben weiterhin Spaß macht. Und das muss es, angesichts der Tatsache, dass der Wahlberliner komplett unkommerziell ist. In diesem Sinne: Es wird nicht mehr von uns geben, es wird aber gewiss nicht schlechter sein als bisher.

Thomas Hocke, Berlin, 01.11.2021

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