#TdW18 – Tag des Wohnens – Die private Wohnungwirtschaft als Hort der Toleranz / Nachschlag / #GdW #Wohnungswirtschaft @HeimatNeue @BGemeinwohl #Mietenwahnsinn_stoppen #Gentrifzierung #Ausbeutung #Mieterproteste #bezahlbarwohnen #Solidarität #Milieuschutz #unteilbar

2018-09-14 Social Media HotspotSMH 99 / Serie „Mieter!“

Gestern war der Tag des Wohnens. Wir haben bereits darüber berichtet.

Manchmal tröpfelt aber noch etwas nach, wie zum Beispiel dieser ethisch wertvolle Tweet:

Wir klären auf, was sich  hinter diesen unschuldig bzw. moralisch korrekten Sätzen verbirgt:

  • Unruhige Wohnviertel, in denen die sozialen Gegensätze aufeinanderprallen, sind schlecht für die Wohnungswirtschaft, weil halt unruhig. Da wehren sich noch Menschen. Aber nur die Ruhe: Manche Gentrifizierer geilen sich daran auf, die letzten „Ureinwohner“ zu verdrängen und an der ohnmächtigen Wut, die nichts ausrichten kann. Kein Witz. Ich kenne das aus der Ecke Rigaer Straße (Friedrichshain). Wo es zumindest vor einigen Jahren noch Reste der alternativen Szene gab. Was da unter gut betuchten „Neubürger_innen“ für tolerante Sprüche umgingen, kann ich hier aus Gründen der PoC nicht wiedergeben. Mit Respekt hatte es jedenfalls nichts zu tun.
  • Antikapitalistische Graffiti sind schlecht für die Wohnungswirtschaft, weil sie Beseitigungskosten verursachen. Zumal, wenn es jemand trotz überall Kameras geschafft hat, welche anzubringen. Das ist keine gute Werbung, nicht einmal für die Überwachung.
  • Ich musste einen Teil des Beitrags ändern, weil ich angesichts der Ausrichtung des GdW nicht vermutet hätte, dass sich hinter ihm auch (ehemalige) gemeinnützige Wohnungsunternehmen versammeln.
    • Der GdW (ursprünglich: Gesamtverband deutscher Wohnungsunternehmen) ist der direkte Nachfolger des GGW, des Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmen, welcher infolge der Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit1989 umbenannt wurde und sich umorientierte. Er vertritt weiterhin viele der ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, welche, im Vergleich zu den Zeiten der Wohnungsgemeinnützigkeit, vielfach zu großen börsennotierten Unternehmen mit einer stärkeren Marktorientierung angewachsen sind. (Wikipedia)
  • Jedenfalls wehrt sich der GdW unter anderem gegen die dringend erforderliche „Neue Wohnungsgemeinnützigkeit„. Auch andere Publikationen auf der verlinkten Seite bieten interessante Einblicke und bestätigen, dass in den letzten Jahrzehnten eine Mentalität in der Wohnungswirtschaft zugelassen wurde, die erheblich zur sozialen Spaltung beigetragen hat.

TH

 

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