Tag 2019/55 Neukölln for Sale? Bitte nicht! – Elsenstraße 75, Friedelstraße 7, Fuldastraße 7 / @elbeeckeweigand @else75bleibt #Friedel7 #Fulda7 @DerJochen / @HeimatNeue @Mieterproteste @SusanneHoppe2 @KiezinAktion @BGemeinwohl @BMieterverein @22Marion_Noiram @Kiez_Web_Team // #Berlin #Gentrifizierung #Verdrängung #Milieuschutzgebiet #Mieter #Vertreibung #Milieuschutz #Mieterverein #Vorkaufsrecht #Mietpreisbremse #wirbleibenalle #DWenteignen #Enteignung #DeutscheWohnen #Mietenwahnsinn_stoppen

WB-Serie „Mieter, kämpft um diese Stadt!“

Dieses Mal mit Hilfe der Mieterinitaitive „ElWe bleibt!“ (Elbestraße / Ecke Weigandufer), die mit uns auf Twitter vebunden ist, ist es uns gelungen, wieder einige Neuigkeiten zusammenzutragen. Zur Abwechslung wieder aus Neukölln.

Der Bote ist nicht für die Nachricht verantwortlich zu machen. Im Gegenteil, wir sind froh, dass wir auf diese Weise weiterhin in unseren früheren Wohnbezirk hineinhören können und erfahren, wie es den Menschen dort ergeht.

Zunächst kam vorgestern diese Nachricht:

Und gestern dann dies hinzu:

Wir zählen also drei Hausgemeinschaften, die es zu erwischen droht, drei weitere gallische Dörfer, die gegen Invasoren kämpfen müssen.

Heute daher unsere Solidarität mit der Elsenstraße 75, der Friedelstraße 7, der Fuldastraße 7. 

Und der Initiative Elbestraße / Ecke Weigandstraße, die es schon hinter sich hat und leider nur eine Abwendungsvereinbarung bekam, danken wir dafür, dass sie einfach da ist und weitermacht, denn „wir bleiben alle“ heißt auch: Alle Initiativen müssen bleiben, um die Stadtgesellschaft stärker zu machen.

Die Stadtgesellschaft, das sind die, welche Lobbyorganisationen wie der ZIA am liebsten von der politischen Teilhabe ausschließen möchten. Das sind wir, diejenigen, die versuchen, diesen Laden auf die eine oder andere Weise zusammenzuhalten.

Wir hingegen wollen DIESE Gesichter nicht in unserer Stadt sehen und verlinken daher nur den Tweet, auf den wir uns beziehen, anstatt ihn zu zeigen – damit unsere Stimmung nicht durch Fotos noch schlechter wird, als sie gerade eh ist. Aber ein Absatz zu dieser typischen Frechheit von gestern musste an dieser Stelle sein, weil die Wut sich nur noch bremsen lässt, wenn wir wenigstens ein bisschen was davon wegschreiben können. Ach ja, wer prunkt denn da auf der Startseite? Alles klar?

Puh. Runterkommen. Weitermachen.

56.) Die Elsenstraße 75 kann man auf Twitter finden und wir notieren, dass für sie das Vorkaufsrecht, das der Bezirk zugunsten einer städtischen Wohnungsgesellschaft ausüben kann, bis Anfang April 2019 gezogen werden muss.

Dies ist der neueste Tweet der „Else 75 bleibt“ von gestern:

Wir hatten eine Nachricht im Kopf, dass mit den beiden städtischen Gesellschaften Degewo und Stadt und Land als „Dritten“ verhandelt wird, welche das Haus oder die Häuser kaufen könnten, jetzt haben wir auch auch die Quelle wiedergefunden, es handelt sich um eine Antwort innerhalb des im Anschluss eingebetteten Tweets:

2019-09-10 Elsenstraße 75 Stadt und Land und Gewobag

Von Stadtrat Jochen Biedermann werden wir nächste Woche mehr erfahren – wobei es sich hier liest, als wenn nach der Elsenstraße 75 wieder ein weiteres Haus betroffen sein wird. Bitte, bitte nicht!

57.) Die Friedelstraße konnten wir durch die Angabe von der ElWe auf Facebook ausfindig machen. Die Initiative schreibt:

„Unser Haus, unser Viertel, unsere Stadt sind uns wichtig. Wir mischen uns ein. Und kämpfen gegen die Verdrängung aus unserem Zuhause.“

Ein weiterer Post deutet darauf hin, dass die Frist für die Ausübung des Vorkaufsrechts hier schon Anfang März endet.

Nun ein Foto von diesem Eckhaus in einer berühmten Straße – berühmt deshalb, weil der  linke Kiezladen „Friedel 54“ für viele Schlagzeilen gesorgt hat und dann doch weichen musste. Läden haben keinen Milieuschutz, daher hoffen wir für die Bewohner_innen der Friedelstraße 7 darauf, dass es ihnen besser ergehen wird!

Die Friedel 7 schreibt in einem weiteren Post, sie ist heute auch bei der Dieffe29 in Kreuzberg – wir hoffen, es macht Spaß dort, diese Initiative ist wirklich ein Hammer.

58.) Die Fuldastraße 7 findet man bisher ebenfalls auf Facebook, danke wieder an die ElWe für die Angabe des Links und sie äußert sich so:

„Im Januar 2019 wurde auch unser Haus verkauft. Wir wollen nicht verdrängt werden und fordern den Bezirk Neukölln auf, von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen“, steht dort seit am Freitag zu lesen. Und diesen Facebook-Post, ebenfalls von vorgestern:

Wenn das Haus nicht per Vorkaufsrecht gerettet wird, wird in ihm vermutlich bald nur noch Spießisch gesprochen werden.

Wollt ihr das so, Politiker_innen?

Wir müssen gestehen, das war nicht einfach – ohne starke Emotionen bis zum Ende eines Beitrags zu kommen, in dem schon wieder neue Verdrängungsfälle zu vermelden sind. Das kriegen wir nicht mehr so hin.

Gerade deswegen ist diese Meldung vielleicht auch etwas dröge geworden. Doch lieber,  als dass weitere, schillernde, alles sehr farbig ausmalende Infos eingehen, die wir für eine weitere Beschreibung der Häuser und ihrer Mieter_innen bzw. von deren Schicksalen verwenden können, wäre es uns, nächste Woche würde Baustadtrat Jochen Biedermann verkünden, die Verhandlungen sind alle erfolgreich gewesen und wer als kommunale Wohnungsgesellschaft für 214 Millionen Euro Häuser per Vorkaufsrecht erworben hat, der hatte doch nun kein Problem damit, sich für die Rettung einiger weiterer von Gentrifizierung bedrohter Mieter_innen in Neukölln zu engagieren!

TH

SMH 283

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