Quartett in Leipzig – Tatort 458 / Crimetime Vorschau // #Tatort #WDR #MDR #Köln #Leipzig #Sachsen #Ballauf #Ehrlicher #Kain #Schenk #Quartett im #September

Crimetime Vorschau - Titelfoto © MDR / WDR

Quartette im September

Kurz nach dem Wechsel von Kain und Ehrlicher von Dresden nach Leipzig mit dem ersten Einsatz („Einsatz in Leipzig„) und der kompletten Verlegung des Teams ins Kommissariat („Tödliches Verlangen„) kommt es also zur Ost-West-Begegnung. Mit Schimanski, Thanner und den frühen-Nachwende-Ermittlern aus dem Osten Fuchs und Grawe, die in der DDR schon tätig waren gab es das neun Jahre zuvor schon einmal („Unter Brüdern“) und zwölf Jahre nach „Quartett in Leipzig“ noch einmal. Wenn man so will, kann man an den Titeln den Lauf der Geschichte unterschiedlich interpretieren. „Unter Brüdern“ wirkt kurz nach der Verbrüderung logisch und sehr nah, „Quartett in Leipzig“ wesentlich nüchterner, benennt aber immerhin noch den Ort – „Ihr Kinderlein kommet“ und „Kinderland“, die Doppelfolge mit Ballauf, Keppler, Saalfeld und Schenk hingegen versucht Normalität zu suggieren – oder ist es eine Wieder-Entfremdung?

Den Tatort 458 haben wir noch nicht gesehen, es ist der dritte für diese Woche, auf den das zutrifft und wir navigieren aufgrund der parallelen Aufarbeitung der Reihe Polizeiruf unverändert an der Kapazitätsgrenze. Doch erst einmal ein paar Worte zum Krimi:

Bereits der Beginn der Jubiläumsfolge „Quartett in Leipzig“ regt die Lachmuskeln des Fernsehpublikums an: Ballauf und Schenk finden bei einem Toten im Zug ein Handy. Das Opfer, Dr. Karl Kuhn, war im IC nach Köln unterwegs, als er vergiftet wurde. Kommissar Freddy Schenk drückt die Wahlwiederholungstaste des sichergestellten Mobiltelefons und reicht es dann an seinen Kollegen Max weiter. Am anderen Ende der Leitung klingelt das Handy – ebenfalls das eines Toten! Am Tatort in Leipzig steht neben dem zweiten Opfer Hauptkommissar Bruno Ehrlicher, der das Gespräch prompt annimmt. Nun versuchen beide Fahnder am Telefon, den unbekannten Gesprächspartner zu bluffen und dessen Identität zu ermitteln. Schließlich geben sich beide Kommissare zu erkennen, heißt es auf der Plattform Tatort Fans.

Das klingt ja beinahe gefährlich lustig. Mit dem Jubiläum ist dieses Mal aber nicht der Fall gemeint, wie die unspektakuläre Nr. 458 belegt, sondern es geht um 30 Jahre Tatort. Kaum zu glauben, dass nächstes Jahr das ganze große Jubiläum gefeiert wird – der Tatort wird 50. Eigentlich würden wir auch gerne die 100 noch miterleben, aber gleich zwei Gründe sprechene nach aktuellem Stand der Dinge dagegen. Der wichtigere: Wir glauben nicht, dass die Reihe in 50 Jahre noch existieren wird, bei aller Liebe, mit der wir uns diesem Format widmen.

Wir werden den Film also aufzeichnen und demnächst unseren Leser*innen mitteilen, ob wir ihn so gut finden, wie er angesichts von vier versierten Ermittlern sein sollte.

TH

Handlung

Im romantischen Rosenthal – mitten in Leipzig – wird Dr. Maik Frei tot aufgefunden. Der „Alte Herr“ der Burschenschaft Votania wurde hinterrücks erschlagen. Während die Leipziger Hauptkommissare Ehrlicher und Kain mit den Untersuchungen am Tatort beginnen, übernehmen die Kölner Hauptkommissare Ballauf und Schenk einen Mordfall im Burschenschaftsmilieu: Am Hauptbahnhof der Rhein-Metropole wird im Intercity aus Leipzig die Leiche von Dr. Karl Kuhn, ebenfalls „Alter Herr“ der Votania, gefunden.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergibt bei ihm eine Codein-Vergiftung. Schnell stellt sich heraus, dass die beiden Toten kurz vor ihrem Ableben über ihre Mobiltelefone miteinander gesprochen haben. So kommen die beiden Kommissar-Duos zum erstem Mal in Kontakt. Rasch ist man sich einig: Jeder bleibt besser in seinem Revier. Als Ballauf jedoch erfährt, dass Karl Kuhn Leipzig für einen geheimnisvollen Besuch bei seinem Bruder in Köln verließ, überzeugt er seinen Kollegen Schenk, inkognito in der sächsischen Messemetropole zu ermitteln.

Alle Spuren deuten auf das dortige Burschenschaftshaus der Votania, wo Ehrlicher und Kain bereits mit ihren Nachforschungen begonnen haben. Die beiden sind wenig begeistert vom Überraschungsbesuch aus Köln. Doch schließlich ziehen alle an einem Strang. Ihre Ermittlungen führen sie zum Vorstand der Burschenschaft, Professor Kleist. Der anerkannte Lungenspezialist mit eigener Klinik kümmert sich engagiert um die Studenten seiner Vereinigung. Die Kommissare finden heraus, dass beide Mordopfer bei ihm angestellt waren. Frei arbeitete an einer wissenschaftlichen Studie und Kuhn als Assistenzarzt. Und beide hatten offensichtlich besondere Beziehungen zu Kleists hübscher Tochter Claudia, obwohl diese – nur auf Betreiben des Vaters – mit Kleists Juniorpartner Professor Hauke verlobt ist. Ihre Affären sind ein offenes Geheimnis unter den Burschenschaftlern.

Zu offensichtlich, als dass Eifersucht als Mordmotiv in Frage käme. Die Kommissare nehmen den Arbeitsplatz der Toten genauer unter die Lupe.

Besetzung und Stab

Kommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Kommissar Kain – Bernd Michael Lade
Kommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Kommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Walter – Walter Nickel
Ricardo Kleist – Matthias Koeberlin
Frederike – Annekathrin Bürger
Professor Kleist – Vadim Glowna
Manuel – Fabian Busch
Claudia Kleist – Theresa Hübchen
Professor Hauke – Max Herbrechter
Böhme – Dirk Martens

Regie – Kaspar Heidelbach
Kamera – Daniel Koppelkamm
Buch – Hans-Werner Honert, Fred Breinersdorfer u. Wolfgang Panzer
Musik – Arno Steffen

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