#HWO – Eine Offensive von #DerWahlberliner

Das Kürzel „HWO“ hat für uns eine sehr alte Bedeutung, aber für den Wahlberliner bekommt es jetzt eine weitere: Herbst-Winter-Offensive. Wir werden in den nächsten Monaten mehr Tempo entwickeln. Da wir nicht selbst unendlich viel schreiben können, wird das vor allem durch die Zusammenfassung und Übernahme von Beiträgen geschehen. Damit dies möglich wird und andere Verfahren eingerichtet und beschleunigt werden können, bedarf es einer wichtigen Änderung, die wir im unteren Teil dieses Beitrags beschreiben.

  • Wir werden in der HWO unter anderem die Systemfrage, besonders von unter Einbeziehung ökologischer Aspekte, deutlicher herausheben als bisher und sie immer wieder in den Kontext unserer täglichen Kämpfe in Berlin stellen. Dafür werden wir unsere Features und Beitragsrubriken weiter auffächern. Wir wollen verstärkt kenntlich machen, dass wir jenseits aller Detailfragen zu politischen Vorgängen auf verschiedenen Ebenen, insbesonderer aber in unser Stat, der Ansicht sind, dass ein grundsätzlicher Wandel unabdingbare Voraussetzung für die Überlebensfähigkeit unserer Zivilisation ist. Wir werden dabei radikal sein: Wir werden versuchen, zur Wurzel zu gelangen und Scheinlösungen für die drängenden Probleme so zu nennen, auch wenn es ungemütlich klingen könnte.
  • Wir werden Beiträge vorstellen und kommentieren, die uns gefallen – mehr als bisher. Immer wieder finden wir neue Publikationen, deren Beiträge des Lesens und der Verbreitung wert sind. Wir werden die frei zugänglichen Ergebnisse von investigativem Journalismus häufiger verwenden. Wir werden die eine oder andere Frage stellen.
  • Wir werden die Politik noch mehr beobachten und sie mehr fordern. Aber wir werden auch die Stadtgesellschaft adressieren, wenn wir den Eindruck haben, die mannigfache Infiltration seitens der Kapitallobbys zeigt zu viel Wirkung und bestimmte Maßnahmen tragen eher zur Spaltung und zum Exklusivitätsdenken bei als zum gemeinsamen Kampf. Wir werden dabei sachlich bleiben und uns genau anschauen, mit welchen Mitteln diejenigen arbeiten, die versuchen, uns und andere zu beeinflussen und ob die Politik Versprechen wenigstens versucht einzuhalten oder ob sie weiterhin im Beschwichtigungs- und Weiter-So-Modus verbleibt.
  • Wir werden vermehrt Beispiele von Begrenztheit, aber auch von Manipulation und Übergriffigkeit auf verschiedenen Stufen rezensieren, vor allem solche, die wir in den sozialen Medien finden. Wir machen jeden Tag erstaunliche Entdeckungen in den Räumen jener Netzwerke, aber wir und wir entwickeln nach einigem Zuschauen nun Tools und Vorgehensweisen, um Manipulationen, um Propaganda zu dokumentieren und die Vermischung von Fakten und Spekulation inhaltlich und sprachlich zu untersuchen und so aufzubereiten, dass unsere Leser*innen einen guten Überblick darüber bekommen, ob bestimmte, auffällig offensiv vorgehende Teilnehmer am Diskurs ernsthaft in den Dialog treten und Kompromisse z. B. in der Wohnungsfrage und bei allen sozialen Belangen suchen wollen oder mit ihren Propagandamodulen, die wie Pilze aus dem Boden schießen, ganz andere Ziele verfolgen. Wir tun das nicht, weil wir unseren Leser*innen analytisch weniger zutrauen, als uns selbst, es ist eher als Service gedacht. Einen Test haben wir bereits durchgeführt.

Um die Herbst-Winter-Offensive durchführen zu können, müssen wir eine Regelung ändern, die bisher besagt, dass an keinem Tag schlussendlich weniger als drei neue Beiträge veröffentlicht werden sollen. In den letzten Monaten ist uns das nicht gelungen, daraus resultiert ein Defizit, das mittlerweile bis zum 4. August 2019 zurückreicht. Dieses Defizit rückwirkend auszugleichen, war unser bisher neben der Sicherung des aktuellen Outputs gleichrangiges Ziel – mit der Konsequenz, dass wir in weiten Bereichen keine „Fremdbeiträge“ mehr empfehlen oder kommentieren konnten, die nach dem aktuellen Datum des letzten ausgeglichenen Tages veröffentlicht wurden.

Das bedeutet aufgrund eines Zeitraums von nunmehr 72 Tagen zurück bis zur letzten vollständigen Erfüllung der Mindest-Beitragsanforderungen eine weitgehende Blockade besonders im Empfehlungs- und Kommentierungsbereich bezüglich der Beiträge anderer Autor*innen, die noch verwertbaren Beiträge sind hingegen oft grundsätzlicherer Natur, unterliegen keinen erhöhten Aktualitätsanforderungen, erfordern jedoch überdurchschnittlich viel Recherche und Vertiefung.

Wir geben das Ziel des strukturellen Ausgleichs nicht komplett auf, ändern aber die Prioritäten und setzen den 6. Oktober 2019 als Datum für einen kurzfristig vorzunehmenden Ausgleich an. Wie bisher bereits bei der Rubrik „Filmfest“ schließen wir ältere Lücken nur noch nachrangig – wenn alle aktuellen Anforderungen erfüllt sind. Wir setzen damit erst einmal Ressourcen fürs Hier und Jetzt, für aktuelle Themen und Artikel, frei. Die Auflistung aller bisherigen Beiträge im Empfehlungs- und Besprechungsbereich müssen wir aufgrund der nun erst einmal verbleibenden Lücke einstellen, sie bleibt einer Revision und erneuten Redaktion von älteren Artikeln vorbehalten, die nach Abschluss der Archivierung des „ersten“ Wahlberliners (2011 bis 2016) erfolgen soll.

ine Ausnahme stellt wieder einmal das Feature „Crimetime“ dar. Hier ist es uns bisher gelungen, keine Lücken aufkommen zu lassen, ,daher ist dort nach nunmehr 473 Beiträgen immer noch Nummerierung „intakt“.

Die Herbst-Winter-Offensive wird kürzere Reaktionszeiten und eine erhöhte Frequenz bei der Bearbeitung aktueller Themen erfordern, als wir sie zuletzt realisieren konnten. Dieser Erkenntnis folgen wir durch die heute vorgenommenen Regeländerung. Angesichts aktueller Entwicklungen müssen wir den Aktions-, also Publikationspielraum für den Wahlberliner erweitern und die Verfolgung von Prinzipien einschränken, die eher internen Zielvorgaben gewidmet sind, als dass sie Relevanz für unsere Leser*innen hätten. Unsere Leser*innen sollten wir aber stets vorrangig im Blick haben. Wir hoffen, dass wir diesem allen anderen übergeordnete Prinzipien mit der beschriebenen Änderung wieder seinen Platz im Zentrum unserer Überlegungen eingeräumt zu haben.

Thomas Hocke, Berlin, 15.10.2019

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