Gegen den krachenden Schwachsinn – verbietet endlich die Böllerei! #Böllerverbot #Umweltsau @RegBerlin #Silvester #Tempolimit #CDU #FDP

Es ist kein Zufall, dass wir uns aus dem Weihnachts-Miniurlaub mit dem Thema Böller & Feuerwerk an Silvester zurückmelden. Die Angelegeheit bewegt offenbar viele Menschen. Die einen verstehen ein krachendes Silvester als Ausdruck von Freiheit und, in seltenen Fällen von traditionsorientierter Argumentation, als der Geisteraustreibung geschuldet, die anderen sind genervt vom Krach, vom Feinstaub, von der Gefahr, die manchmal auch für Dritte von privater Feuerwerkerei ausgeht.

Wir haben zur Jahreswende 2018/2019 nicht weniger als drei Artikel zur Sache veröffentlicht, mit eindeutiger Haltung. Leider gibt es nicht, wie erhofft, ein generelles Böllerverbot in Berlin schon zum nächsten Jahreswechsel in drei Tagen. Wir werden ein solches Verbot aber weiterhin fordern. Nicht nur, dass nach einer Umfrage 57 Prozent für ein Verbot sind – fast drei Viertel der Befragten veranstalten kein eigenes Silvesterfeuerwerk. Gestern haben wir deshalb diesen Tweet „RT“ und gelikt:

Wer sind eigentlich die Befürworter? Die FDP natürlich, die individuelle Freiheit immer als Aufforderung versteht, gegen andere maximal rücksichtslos sein zu dürfen. Deren Haltung zu einem Silvesterfeuerwerk nicht für alle, sondern durch alle lässt sich leicht mit ihren Ansichten zur Wirtschaft synchronisieren. Auch die CDU lässt es sich nicht nehmen, die Umweltsau raushängen zu lassen. Kein Wunder, dass mit ihr kein Klimastaat zu machen ist.

Die Schwerpunktsetzung der Union liegt auf Hilfe für oben gegen unten und Industrielobbyismus anstatt Achten auf das Wohlergehen der Mehrheit.

Das im Tweet von Union-Watch erwähnte Berlin-Schöneberg ist unser Wohnbezirk und eine der gefährlichsten Böllerzonen von Berlin, hier kommt es zu richtigen Silvester-Straßenschlachten. Wir haben den Irrsinn um die Ecke. Es stimmt: Wer sich richtig bewusst machen will, welchen Zuständen er das Wort redet, sollte sich anschauen, was dort jedes Jahr in der Nacht vom 31.12. zum 1.1. abgeht. Dieses Jahr gibt es immerhin eine Verbotszone, aber wenn sich das so äußert, dass alle Knallbereiten in die umgebenden Anliegerstraßen ausweichen, dann haben wir im Kiez nicht weniger, sondern noch mehr Probleme als bisher.

Wir haben auch mal geschaut, welche Menschen auf Twitter so für das Böllern sind, wie sie sich äußern usw. Wir haben nicht die Zeit, alles durchzukämmen, nur ein paar typische Beispiele, das Niveau betreffend:

Dazu ist anzumerken, dass in unserer Umgebung ohnehin viele Menschen verbotene Polenböller meinen abschießen und damit andere erschrecken zu müssen. Lange vor dem 31.12., an dem Tag rechnet man ja schon damit, nicht erst gegen Mitternacht. Der obige Tweet erhielt, wie man sieht, fast 800 Likes, Zeitpunkt 28.12.2019, 11:45 Uhr.

Natürlich sind die meisten, die sich ein Ende des Silvesterterrors wünschen, eher reflektierte, also mittig bis links denkende Menschen. Aber viele Konservative, Libeale, Dumme oder Rechte sind doch auch Tierhalter. Das lässt besonders tief blicken und wir halten fest: Der tägliche Umgang mit anderen Kreaturen muss nicht zu mehr Empathie führen, sondern kann auch Herrschaftsgelüste befriedigen.

So war das bei uns auch, als wir noch Katzen im Haushalt hatten. Hier noch etwas für die vielen Hundebesitzer*innen, die wir kennen. Auch dies ist ein*e Berliner*in!

NDR Info hat gerade auf Twitter eine Umfrage am Laufen, die ziemlich genau bestätigt, was YouGov bereits herausgefunden hat, derzeit sind gemäß NDR-Abstimmungstool 55,6 Prozent eindeutig für ein Verbot, nur 34,1 Prozent klar dagegen. Wir haben natürlich mitgemacht. Wer bis hierher gelesen hat: Bitte für ein Böllerverbot stimmen!

Hier etwas von der FDP. Klingt eigentlich moderat, bedeutet aber: Jeder darf machen was er will, vor allem, wenn er leider überhaupt nicht daran gewöhnt ist, verantwortungsvoll zu handeln und das Wohl anderer im Blick zu haben.

Aber, siehe weiter oben, auch wenn es hier etwas zivilisiert klingt, von der FDP ist nichts anderes zu erwarten. Wenn man diese Haltung zu Ende denkt, landet man geradewegs in dystopischen Verhältnissen. Wir können uns eine allgemeine Anmerkung nicht verkneifen: Diese vollkommene Fehlinterpretation dessen, was menschliches Zusammenleben bestimmen sollte, nämlich dass eine Minderheit von Rücksichtslosen locker die Mehrheit terrorisieren darf, führt ja auch zu den typischen wirtschaftlichen Kurzschlüssen der FDP. Nur, weil die Mehrheit nicht maximal gierig ist, heißt das nicht, dass man keine Regeln erlassen muss, die einer ausbeuterischen Minderheit das maximale Freidrehen verbieten, damit ein wenig Zivilisation und ein paar Menschenrechte für alle erhalten bleiben.

Die Auswahl oben ist also mehr zufällig und wir haben beim Schnellstöbern sicher nicht die schlimmeren Auslassungen der Pro-Sprengkraft-Fraktion erwischt.

Hier geht’s zu unseren Beiträge aus dem Dezember 2018 und Januar 2019:

Achtung, gefährliches Gefasel – der Schnellkracher (28.12.2018)

Es gibt Straßen in Berlin, die sollte man in Silvester meiden (29.12.2018)

Böllerverbot in Berlin ab Silvester 2019 – nicht (21.01.2019)

Hätte es das überfällige allgemeine Böllerverbot in Berlin gegeben, hätten wir heute nicht wieder Lebenszeit ins Dagegen-Anschreiben investieren müssen. Daran kann man sehen, wie unsere Stadtregierung, die doch immerhin in weiten Teilen linksgrün ist, uns Nerven kostet und wie sie mühsam angeschoben werden muss, anstatt dass sie einfach mal was von alleine macht, aus reiner Vernunft. Siehe auch Wohnungspolitik, Verkehrspolitik etc. Aber darüber schreiben wir ja sowieso andauernd.

Hatten wir schon erwähnt, dass wir auch für ein Tempolimit auf Autobahnen sind? Immer diese Linksgrünen oder Grünlinken! Dieser Bevölkerungsanteil, der so unbequem ist und immer etwas verbessern, der sich um andere Menschen, die Umwelt, die Tiere und das Klima kümmert oder kümmern könnte, wenn die Politik denn mitzöge.

TH

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