#dd1512 #e1512 Zwei Aufrufe für eine gemeinsame Sache, #Dresden und #Erfurt! #FCKNZS @dd_nazifrei @hopedresden #nichtmituns + @Unteilbar_ #unteilbar! #Dammbruch #Thueringen #Thüringen #kemmerich #noafd

Derzeit haben wir fast täglich Aufrufe weiterzuleiten, sie beginnen in der Regel so: ALLE BITTE zur DEMO …

Wir hatten uns bereits auf den Aufruf für Erfurt am 15.12. eingerichtet – und erst etwas später mitbekommen, dass an diesem Tag auch in Dresden gegen Nazis demonstriert werden muss.

Wir kennen diesen Mangel an Koordinierung zwar aus Berlin, wenn es um verschiedene Aktionen in der Mieterszene geht, meist wird dann eine Art Kombinationslösung gefunden – aber das ist etwas leichter, wenn sich alles innerhalb der Stadt abspielt. Wir gehen davon aus, es dabei bleibt, dass in Dresden am 15.02. gegen einen Nazi-Aufmarsch demonstriert wird. Der Termin lässt sich nicht verschieben, denn er ist als Gegenaktion zu dieser „Gedenkveranstaltung“ geplant, die um 14 Uhr an einem aus naheliegenden Gründen noch nicht genannten Ort beginnt.

Der Grund für den Aufmarsch von Nazis in Dresden ist hingegen die Bombardierung der Stadt vor 75 Jahren (am 13.02.1945) durch britisch-amerikanische Verbände. Wir halten dazu an dieser Stelle fest:

Ohne den Krieg, den Nazi-Deutschland 1939 entfacht hat, wäre #dd1302 nicht geschehen. Jene Ursache hat alles, was sich danach ereignete, ist unverrückbar der Ausgangspunkt aller Betrachtungen.

Die Frage, ob man nicht auch am 16. in Erfurt gegen die Geschehnisse vom 5. Februar protestieren könnte, als die AfD, die CDU und die FDP in Thüringen einen Ministerpräsidenten von der FDP wählten, können wir nicht beantworten. Die kurzfristige Umstellung einer bundesweiten Kampagne dürfte jedenfalls nicht einfach sein.

Beide Aufrufe verwenden dasselbe Hashtag #nichtmituns, das bereits in der vergangenen Woche zur Ankündigung von Demos in Berlin verwendet wurde. Wir haben über „Thüringen“ mehrfach berichtet, ebenso über die Spontandemo am 05.02. und über die Samstagsdemo am 08.02.

Dass so viel Anlass besteht, gegen Rechts auf die Straße zu gehen, sagt uns einiges. Vermutlich war #dd1502 schon geplant, bevor sich „Thüringen“ ereignet hat und die jetzige Überschneidung symbolisiert einen verhängnisvollen Zusammenhang zwischen deutscher Vergangenheit und deutscher Gegenwart: Wie die Demokratie durch Fortwirken alter und das Entstehen neuer rechter Narrative wieder in Gefahr gerät und die Kräfte, die sich ihrer Erhaltung verpflichtet fühlen, wegen der Ereignisdichte kaum noch an einem Ort konzentriert werden können.

Wir wollen auf aktuellem Stand keine Empfehlung abgeben, ob man an #dd1502 oder #e1502 teilnehmen sollte, sondern hoffen, dass es noch zu einer Änderung kommt, die den Besuch beider Veranstaltungen ermöglicht. Wir posten beide Aufrufe und, falls eine Verlegung stattfindet, ein Update.

Wir zeigen das Plakat vom Bündnis „Unteilbar“ für Erfurt sowie im Anschluss das Plakat für die Aktionswoche in Dresden vom 13. bis 15.02. nur in diesem Beitrag, danach einen Tweet von „Leipzig nimmt Platz“, der auf die Terminkollision hinweist. Als Titelbild verwenden wir unser neutrales Logo „Aufruf – Aktion“.

TH

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