2020, die ersten 7 Monate: Spitze, Corona, Jubiläen, neue Wege und Nachdenken über die Menschen #Wahlberliner #DerWahlberliner #Corona #Covid19

In eigener Sache 03/2020

Es ist einige Zeit her, liebe Leser*innen, dass wir uns in eigener Sache zu Wort gemeldet haben – zuletzt zum Start der Timeline Housing im April.

2020-08-03 FireShot Capture 148 - Statistiken und Einsichten ‹ Der Wahlberliner — WordPress.com - wordpress.comJetzt ist es an der Zeit für eine Zwischenbilanz. Das erste Halbjahr 2020 war ein gutes, mit einer absoluten Spitze bei den Zugriffen im Februar.

Dies steht auf der Habenseite. Der anschließende „Corona-Einbruch“ war durch die vorläufige, überwiegend durch die Anforderungen der Pandemie erzwungene Einstellung der Event-Berichterstattung sowie durch den internen Lockdown des Wahlberliners Ende Februar mit Auswirkungen auf die Folgemonate „provoziert“.

Im Juli, nach deutlichen Erholungstendenzen im Mai und Juni, erhielt der Wahlberliner weniger Zugriffe, weil wir bezüglich der politischen Beiträge fast komplett pausierten.

Umso schöner, dass der „Grundumsatz“ ausreichte, um uns weiter zu motivieren. Lohn  ist zudem manchmal die Arbeit selbst, die uns in den letzten Tagen einige Jubiläen beschert hat und in nächster Zeit bringen wird:

  • Vor wenigen Tagen haben wir die Zahl von 2.500 publizierten Artikeln überschritten und dazu  25 Monate und 12 Tage gebraucht. Zum Vergleich: Der „erste“ Wahlberliner brachte in 5 Jahren und 8 Monaten ca. 1.500 Beiträge hervor, ohne dass wir seinerzeit den Eindruck hatten, in unserer Freizeit unterbeschäftigt zu sein.
  • Im „zweiten“ oder „neuen“ Wahlberliner sind die Artikel außerdem im Durchschnitt länger – wir stellen das hier aber nicht mit Zahlen heraus, weil die Timelines, die wir derzeit zu den Themen Corona und Housing führen, und deren jeweils aktuelle Ausgaben auch bereits veröffentlichte Artikel enthalten, die tatsächlich verfasste Zeichen- und Wörterzahl nach oben verfälschen.
  • Das Flaggschiff unter unseren Rubriken ist „Crimetime“, die Rezensionen zu den Reihen Tatort und Polizeiruf sowie einige Specials, etwa zu „Babylon Berlin“. Gestern haben wir den 750. Beitrag in „Crimetime“ publiziert – knapp 30 Prozent aller Veröffentlichungen sind also dieser Rubrik gewidmet.
  • Die Zählung unserer Berichte zur Corona-Pandemie steht derzeit bei 72 und etwas sagt uns, dass wir bald wieder mehr dazu schreiben werden oder werden müssen als im Juli – und noch im August 2020 auf 75 Beiträge kommen sollten.
  • Die Rubriken „Filmfest“ und „Timeline Housing“ werden in den nächsten Tagen die Zahl von 50 veröffentlichten Artikeln erreichen. Bezüglich „Filmfest“ weist das einen klaren Planungsrückstand aus, aber wir sind wieder dran, das ist uns wichtig. Um auf diesem Gebiet endlich weiterzukommen, haben wir den „Reigen“ eingestellt, der immer den Bezug von der jeweils aktuellen Rezension zur vorherigen erfordert hat.
  • Für einige Beitragskategorien erstellen wir keine Zählung, außerdem gab es zum Jahreswechsel 2019 / 2020 eine Umstellung von Features auf Themen (so kann z. B. das Format „Kommentar“  nun in verschiedenen Themenbereichen auftauchen, die in Form von Logos die Gestaltung der Beiträge bestimmen wie z. B. „Gefahr / Demokratie“,  „Corona / Lage“ oder „Mieterpost“).
  • Wir beschäftigen uns mit der Idee,  die Rubriken „Musikwelt“ und Lesewelt“ wieder zu fördern und darin persönlicher zu werden als in den übrigen Beitragsklassen – wobei wir, aufmerksame Leser*innen werden es bemerkt haben, im Rahmen unserer Meinungsdarstellung die eine oder andere Information über uns preisgeben. Bedingung für die Aktivierung oder Reaktivierung weiterer Kategorien: Kein zu hoher Aufwand, dafür häufig Verlinkung zu anderen Publikationen oder Einbindung von Videos und Audiodateien.
  • Eine stilistische Umstellung betrifft derzeit in erster Linie „Crimetime“ und „Filmfest“. Neue Rezensionen schreiben wir in der ersten Person Singular, nicht mehr im „wir“. Der Wahlberliner wird immer ein Meinungsmedium bleiben, aber wir überlegen auch, bei der politischen Berichterstattung allgemeine Kommentierung und dezidierte persönliche Meinung des Autors ebenfalls dadurch unterscheidbarer zu machen, dass Letztere im „ich“ verfasst wird. Das soll auch ein Statement sein: Wessen Namen oder Kürzel unter einem Artikel zu finden ist, steht als derjenige dazu, der den Inhalt verantwortet hat und seine Ansichten, besonders in der politischen Diskussion, jederzeit zu vertreten bereit ist. Wir werden das in den nächsten Tagen texten … sorry, testen.

Worüber wir immer nachdenken, ist also die Weiterentwicklung des Wahlberliners – aber in letzter Zeit kommen immer mehr Aspekte hinzu, die uns daran zweifeln lassen, ob es Sinn ergibt, sich noch für irgendjemanden in irgendeiner Form politisch einzusetzen. Vielleicht ist es auch unsere Wahrnehmung, dass uns immer weitere „Kreise“ wegbrechen, die auf die eine oder andere Weise so abdrehen, dass wir uns distanzieren und uns auf die offenbar immer weniger werdenden Menschen mit klarem Verstand, mit Augenmaß und der Fähigkeit zur Selbstreflexion zurückziehen müssen. In nächster Zeit werden wir wieder mehr politisch schreiben und dabei über das, was wir mittlerweile tagtäglich an Verrücktheiten sehen, kein Blatt vor den Mund nehmen, auch wenn wir dadurch quer zu allen anderen liegen und „Freunde“ aus verschiedenen Milieus und Clustern verlieren sollten.  Aber so geht’s nicht weiter, Leute, wenn wir uns als etwas, das man noch gerade so als Zivilisation bezeichnen kann, auf diesem Planeten bewahren wollen.

Thomas Hocke, Berlin, 3. August 2020

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