Der Welten Lohn – Tatort 1142 #Crimetime Vorschau 01.11.2020 DAS ERSTE 20:15 Uhr #Tatort #Stuttgart #Lannert #Bootz #SWR #Welten #Lohn

Crimetime Vorschau - Titelfoto SWR, Benôit Linder

Schon wieder ein Jubiläum?

„Fünfundzwanzig Fälle sind es, die das Stuttgarter Tatort-Duo um Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) seit seinem ersten Einsatz 2008 auf dem Buckel hat. „Der Welten Lohn“ heißt der neueste Fall aus Süddeutschland, dessen Aufhänger zwar – oh Wunder! – ein Mord ist, der sich jedoch im Laufe der Geschichte mehr zur Psychosozialstudie als zum Krimi mausert: Ausgerechnet ein Mann, der Frau und Kind, Geld und Job verlor, gerät in den Fokus der Kripo. Hat die überhaupt den Richtigen an der Angel?“ (Redaktion Tatort-Fans)

Ich muss heute den eigenen Text etwas kurz halten, obwohl ich die Stuttgarter sehr mag – ich bin aber sehr spät dran mit der Vorschau. Es reicht immerhin noch, um vor der Ausstrahlung des Films eine Gratulation zum 25. Fall zu senden. STOPP! Der 25. Fall war nämlich der letzte, „Du allein„, der gleichzeitig als das Opus major unter den Fällen des aktuellen Stuttgart-Duos gilt (Durchschnittswertung auf der Plattform Tatort-Fundus derzeit 8,3/10, Platz 15 in der Gesamt-Rangliste des Fundus, die derzeit aus 1155 Positionen besteht). Die Meinungen der Tatort-Fans-Redaktion sind für die Nr. 1142 jedoch eher mittelwenigbegeistert bis geradesoangetan, eine 8 bis 9 lese ich jedenfalls nicht heraus. Und was sagen weitere Kritiker*innen?

Christian Buß vom Spiegel titelt: „Manager im Zerstörungsmodus“ und befindet: „Gut gespielt, aber unplausibel zugespitzt“ und vergibt nur 5/10.

Immerhin wird in dem Film „Starman“ von David Bowie gespielt und ich war gestern in einer Bar, in der auch David Bowie verkehrte, als er in Berlin lebte. Wir haben Mädelssachen getrunken und ich habe ein paar Fotos vom Interieur geschossen, vielleicht zeige ich sie mal in der persönlichen Rubrik des Wahlerlinbers. Auf jeden Fall: Das ist doch auch was Schönes, ich freu mich schon wieder richtig auf Tatort, obwohl ich im Moment ein wenig im Filmrezensionen-Vollauslastungsmodus bin. Was nicht heißt, dass ich „Der Welten Lohn“ direkt anschauen kann, wenn er Premiere hat, möglicherweise wird es wieder ein paar Tage dauern, bis eine Rezension im Wahlberliner erscheint.

„Die Stuttgarter Tatort-Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz stoßen auf einen Top-Manager, der unter dubiosen Umständen seinen Job verloren hat und Rache sucht“, heißt es im SWR3-Tatortcheck. Ich finde es immer besonders spannend, wie die Kritiker*innen dort die hauseigenen Produktionen bewerten. „Krieg in der Stuttgarter Automobilbranche“, „Wie weit darf Rache gehen?“ (die Frage stellte sich kürzlich auch ein Leser anlässlich unserer Rezension zu „Fury“ von Fritz Lang) und am Ende heißt es: „Gute Story mit interessanten Wendungen“, während andere Stimmen bisher eher das Spiel als die Handlung heraushoben – was mir ja auch immer wieder passiert, wenn ich Drehbücher von Tatorten alles andere als logisch ausgefeilt empfinde. Trotzdem nur 3/5, die Elche betreffend und vermutlich, damit es nicht nach Heimsender-Protektion ausschaut.

„Geschichten wie diese gehen immer wieder durch die Medien: Ein deutsches Unternehmen wird in den USA angeklagt, weil es irgendwo auf der Welt bestochen hat. In „Der Welten Lohn“ (SWR), einem „Tatort“ aus Stuttgart, verlangt ein nach drei Jahren aus der US-Haft entlassener Manager Wiedergutmachung von seinem früheren Arbeitgeber“, leitet Tilmann P.  Gangloff auf Tittelbach-TV seine Rezension ein und kommt am Ende auf 4/6, eine durchaus übliche Bewertung dieser renommierten Spezialpublikation für die Bewertung von TV-Filmen.

Stimmen, die auf „Gut gespielt, aber Handlung nicht so dolle konstruiert oder weniger spannend“ hinauslaufen, habe ich im Schnellüberblick noch mehr gesehen. Abwarten und noch einen Kaffee trinken. Immerhin kriegen wir die Vorschau noch raus, bevor der Film beginnt.

TH

Handlung

Als die Personalchefin eines Stuttgarter Unternehmens tot im Wald gefunden wird, beginnen die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz ihre Ermittlungen in der Firma. Keine besonderen Vorkommnisse, bekommen sie zu hören – dabei verschweigt Vorstandschef Joachim Bässler seinen Konflikt mit dem ehemaligen Mitarbeiter Oliver Manlik.

Über drei Jahre lang saß der als Bauernopfer der Firma wegen Korruption in den USA im Gefängnis. Nun ist er wieder im Land und will sein Leben zurück. Das Private liegt in Trümmern, seine Frau Caroline hat jegliches Vertrauen zu ihm verloren und auch der Sohn weicht ihm aus. Wenigstens bei der Firma will Oliver Manlik etwas erreichen. Wiederanstellung und Entschädigung für die Haftzeit sind für ihn das Mindeste. Bässlers konsequente, auf Effizienz getrimmte Zurückweisung stachelt seine Rachegefühle immer weiter an. Als ein Sprengstoffattentat auf den Wagen des Vorstandschefs verübt wird, ist der überzeugt, dass Manlik der Täter ist.

Plötzlich kommt es ihm gelegen, dass Manlik für die Kommissare als Hauptverdächtiger im Fall der Personalchefin gilt. Allerdings – Beweise dafür haben Thorsten Lannert und Sebastian Bootz dafür noch nicht gefunden. Aber es ist ihnen klar, dass sie eine Eskalation des Kampfs zwischen dem immer verzweifelteren Oliver Manlik und dem von wenig Skrupeln belasteten Joachim Bässler verhindern müssen.

Eigenwerbung der ARD

Drehbuchautor Boris Dennulat und Regisseur Gerd Schneider verwickeln die Stuttgarter Kommissare in einen immer weiter eskalierenden Fight zwischen einem Firmenchef, dessen Wertesystem sich ganz am geschäftlichen Erfolg ausgerichtet hat, und einem ehemaligen Mitarbeiter, der nicht damit rechnete, dass sich dieses Wertesystem gegen ihn richten würde. Barnaby Metschurat spielt diesen Gescheiterten zwischen selbstzerstörerischer Implosion und verzweifelter Explosion, die sich an Stephan Schads glaubwürdiger Mischung aus kühler Hitzigkeit bricht. 

Besetzung und Stab

Thorsten Lannert Richy Müller
Sebastian Bootz Felix Klare
Dr. Vogt Jürgen Hartmann
Oliver Manlik Barnaby Metschurat
Caroline Manlik Isabelle Barth
Joachim Bässler Stephan Schad
Sicherheitschef Neumann Andreas Klaue
Miriam Mätzler KTU Diana Marie Müller
Nesrin Cil Hicran Demir
Justus Manlik Elias Reinhard-Sanchez
Lennox Len Krause
Diana Geddert Anni Nagel
Musik: Gary Marlowe
Kamera: Cornelia Janssen
Buch: Boris Dennulat
Regie: Gerd Schneider

 

 

 

 

 

 

 

 

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