Hoffnung durch Impfung +++ Gibt es vielleicht kein #Covid19? +++ #Covidioten und #Klimaleugner | #Corona Lage | #Impfung #Vaccination #Covid–19 #Neuinfektionen #b0105 #ffm0105

Frontpage | Corona Lage | Sinkende Inzidenz, Existenz

Derzeit überbieten die Medien einander und sich selbst mit guten Nachrichten, während wir vor wenigen Tagen noch darauf hingewiesen haben, dass es gerade zu einer der höchsten Neuinfektionsraten mit Covid19 in Deutschland während des laufenden Jahres gekommen war. Was denn nun?

Beides stimmt. Trotz hoher Fallzahlen an einzelnen Tagen sinkt die 7-Tage-Inzidenz. Endlich, möchte man hinzufügen. Und die Todesfallzahlen, so inakzeptabel hoch sie auch sind, haben in der dritten Welle bisher nicht die Werte erreicht, die vor einem halben Jahr auf dem Gipfelpunkt der zweiten Welle zu beklagen waren (damals bis zu ca. 1000 Todesfälle pro Tag, in der dritten Welle lagen die höchsten Zahlen pro Tag bei etwa 350 Fällen). So weit, so schlecht, aber es könnte nun tatsächlich bald besser werden, denn in den vergangenen sieben Tagen wurden vier Millionen Menschen in Deutschland geimpft, mit Abstand mehr als je zuvor, am 30. April wurde sogar die Zahl von einer Million Impfungen an einem Tag überschritten.

Trotzdem können wir die Gesamtlage nicht einfach als großartig bezeichnen, nur, weil die Medien sich entschlossen haben, Hoffnung zu verbreiten: Über 20.000 Neuinfektionen und 160 Todesfälle am gestrigen Tag in Deutschland. Weltweit immer noch um 900.000 Neuinfektionen täglich, vor allem wegen des Dramas, das sich derzeit in Indien abspielt (bis zu 400.000 neue Fälle pro Tag).

Vielleicht ist das Versprechen aber noch einzuhalten, dass bis zum Ende des Sommers alle ein Impfangebot erhalten werden. Bei diesem Tempo, wenn es aufrechterhalten werden kann, ergibt es erstmals auch Sinn, Geimpften Freiheitsrechte zurückzugeben, vor einigen Tagen hatten wir uns noch dahingehend geäußert, dass bis dahin zumindest alle ein Angebot für die erste Impfung erhalten haben sollten. Wenn aber auch die Zweitimpfungen jetzt richtig Fahrt aufnehmen, kann man ab Juni oder Juli über eine personenbezogene Lockerung nachdenken. Vielleicht haben wir alle großes Glück, weil in diesem Jahr Bundestagswahl ist und man sich regierungsseitig nun doch entschlossen hat, sich etwas mehr anzustrengen und nach sinnvollen Regelungen zu suchen.

Die Fails, die insbesondere durch den laschen Umgang mit der Pandemie im Herbst 2020 entstanden sind, sollten wir aber nicht vergessen und auch im Stadium der nun schon einsetzen Pandemie-Ende-Euphorie weiterhin darauf hinweisen, dass es zu weniger dramatischen Einschränkungen und Schäden gekommen wäre, wenn die Politik konsequenter im Sinne der Gesundheit und der Menschen gehandelt hätte.

Psychologisch ist die Lage verständlich: Was interessiert mich, was gestern war, Hauptsache, meine Welt wird endlich wieder schrittweise normal. „Hurra, wir leben noch!“, das galt wohl seit den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nie so sehr wie jetzt. Eine Aufarbeitung der über viele Monate hinweg miserablen Corona-Politik, sie sich schon in ersten Problemen im Frühjahr 2020 andeutete (zeitweise keine Masken und Schutzkleidung erhältlich), wird es trotzdem geben müssen.

Und wenn es nun gar kein Corona gibt? Wir werden im Rahmen unserer Berichterstattung künftig immer wieder auf das eingehen, was sich während der Pandemie an teilweise abseitigen Meinungen und Verhaltensweisen gezeigt hat, denn auch dies dürfen wir nicht ad acta legen: Wie viele Menschen sich als nicht krisenfest erwiesen haben, wie das alles sich auf das Gesamtbild ausgewirkt hat, das unsere Gesellschaft in dieser schwierigen Zeit abgegeben hat und was es für die Bewältigung künftiger Situationen dieser Art zu bedeuten hat. Um es kurz anzureißen: Diejenigen, die sich nicht der Situation gemäß verhalten wollten, sind selbst schuld daran, dass es künftig striktere Regeln geben könnte, dann dürfen sie wieder „Diktatur“ schreien und wir werden sie wieder dafür verfluchen, dass man mit Hinweis auf ihr Verhalten die freiheitsbeschränkenden Elemente im Normengerüst weiter stärken wird. Es gibt schon lange beunruhigende Tendenzen in dieser Richtung, aber wo waren diejenigen, die jetzt als Covidioten herumlaufen, vor der Pandemie? Es geht nicht darum, die Regierung nicht kritisieren zu dürfen, das tun wir sehr häufig, aber darum, wie man sich draußen verhält und dadurch anderen Menschen gegenüber respektvoll oder eben rücksichtslos handelt.

Wegen der Desinformationen, die kursieren, hier ein Faktenchek, der auf der obersten Ebene ansetzt, nämlich auf der Ebene „existiert Covid19 überhaupt?“.

Kettenbrief leugnet Existenz des Coronavirus und kursiert seit Monaten (correctiv.org)

Stimmen werden laut, die das, was sich in der Corona-Krise zeigte, auf die weltumspannende Klimakrise und die Leugner des Klimawandels übertragen. In der Tat sind es teilweise Menschen, auch Politiker, aus derselben Ecke, die sich heftig gegen die Tatsachen wehren. Mit anderen Worten, aus der rechten Ecke. Die AfD war schon mit dem Leugnen des Klimawandels zugange, da gab es Covid 19 noch nicht. Selbstverständlich lässt sich daraus ein Muster ableiten, das bis weit in konservative und neoliberale Kreise reicht: Alles, was mein Ego nicht wahrhaben will, existiert nicht. Deswegen werden sowohl in der Pandemie als auch mit dem Klimawandel alle Menschen belastet werden, die nichts dafür können, die Tatsachen akzeptieren und sich entsprechend verhalten. Das ist nach allem, was sich zum Glück ebenfalls in der Pandemie gezeigt hat, die Mehrheit der Menschen. Diese Mehrheit muss sich endlich durchsetzen gegen die Verweigerer von Solidarität und Realität, sonst werden wir auf diesem Planeten nicht mehr lange zugegen sein. Am Ende der Pandemie und wenn es nicht durch Mutationen zu neuen Wellen kommt, werden wir in Deutschland wohl etwa 100.000 Corona-Tote zu beklagen haben, gegenwärtig sind es ca. 84.000, die Marke von 1000 Toten pro eine Million Einwohner wurde jetzt überschritten. Damit zählt Deutschland relativ zur Bevölkerungsgröße zu den Ländern mit hohen Corona-Verlusten.

Andere größere europäische Länder weisen ähnliche Zahlen auf. Wenn uns das keine Lehre ist, wie man sich in einer Situation wie dieser angemessen verhält und sich und andere nicht unnötig gefährdet, dann wird auch der apokalyptische Klimawandel die Hartgesottenen unter den Egomanen nicht beeindrucken. Diese gewissenlose Minderheit darf aber nicht das Handeln der Politik bestimmen und nicht unser aller Leben. Deswegen gibt es keine sinnlosen Verbote, sondern nur sinnvolle Regulierungen, die mit etwas Glück den Klimawandel noch so einbremsen, dass es für die meisten Menschen noch einmal gerade gutgeht und das Leben vielerorts erträglich bleibt. Zahlreiche Menschen werden trotzdem ihre Heimat verlassen müssen, weil sie zu trocken geworden ist oder unter Wasser steht, darauf werden wir uns einzurichten haben: Auf Geflüchtete, die wegen des Klimawandels zu uns kommen. Und wie bei Menschen, die aus Kriegsgebieten flüchten, in denen auch der Westen seine Finger im Spiel hat, tragen wir selbst wegen unserer nicht klima- und umweltgerechten Lebensweise eine Mitverantwortung dafür, dass es so kommen wird. Auch der Zusammenhang zwischen der aktuellen Pandemie und unserem Umweltverhalten wird mittlerweile hergestellt, dazu äußern wir uns noch an anderer Stelle.

TH

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