2019/38 – Demonstrieren gegen das, was ist, was kommen kann, erinnern an das, was geschah und: keine Zwangsräumungen! Friedel54, Syndikat44, Immo-Kongress, DW enteignen // @Wirkommen @Sander11_11a @la_lioness @syndikat44 @DerJochen @DWenteignen @NiklasSchenker // @HeimatNeue @Mieterproteste @SusanneHoppe2 @KiezinAktion @BGemeinwohl @BMieterverein @22Marion_Noiram @Kiez_Web_Team Berlin #Gentrifizierung #Verdrängung #Milieuschutzgebiet #Mieter #Enteignung #Vertreibung #Milieuschutz #Kiezkneipe #Gewerbe #Mieterverein #Vorkaufsrecht #Mietpreisbremse #DWenteignen #Mietendeckel #BerlinerMietendeckel #Neukölln #Kreuzberg #DIELINKE #

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen Mietenwahnsinn

Serie und Dossier „Mieter, kämpft um diese Stadt!“

Heute gibt es unseren zehnten Mietenwahnsinn-Sammler (hier zur Nr. 9 von vorgestern). Wir machen mit Veranstaltungen weiter. 

32.) „Zwangsräumung verhindern“ lädt zur Demo gegen den Kongress „Quo vadis“ der Immobilienbranche:

„* * * * * * * * * * * * * * * * * *
Montag 18.2.2019, 16:30 –17:30 Uhr
Unter den Linden 77 (direkt vor dem Adlon)
10117 Berlin-Mitte, S/U Brandenburger Tor

* * * * * * * * * * * * * * * * * *

Vom 18.2 bis 20.2 treffen sich im Hotel Adlon Banken, Politiker*innen und große Immobilienkonzerne. Ein Ticket für die exklusive Veranstaltung kostet 3000 Euro. So bleiben diese unter sich und können ungestört planen, wie sie die Mieten und damit ihre Profite immer weiter erhöhen können.

Für uns Mieter*innen und kleine Gewerbe bedeutet das noch mehr Zwangsräumungen, mehr Stress, mehr Miete, mehr Ärger. Auf unsere Kosten werden die Reichen immer reicher. Die denken, die könnten alles mit uns machen. Aber wir werden ihnen in die Suppe spucken!'“

Hier geht’s weiter zum kompletten Aufruf.

3.000 Euro für eine solche Veranstaltung kann sich niemand leisten, der sein Geld mit eigener Arbeit verdient, sondern nur, wer andere ausbeutet. Das klingt grob und plakativ, aber auf die Immobilienbranche trifft es auf jeden Fall zu und auf einen groben Klotz, auch wenn er sich noch sehr mit einem edlen Ambiente aufwerten will, gehört ein grober Keil – nicht nur sprachlich.

Die Stadtgestellschaft weiß, was für sie auf dem Spiel steht, denn diejenigen, die sich zu solchen Kongressen einfinden, sind auch diejenigen, die im nächsten Schritt für die Hypergentrifizierung in Berlin sorgen werden. Mittelständler, die sich heute noch sicher in ihren Wohnungen fühlen, sollten sich anschauen, was in den wirklichen Metropolen des Kapitalismus vor sich geht und sich überlegen, ob sie sich wirklich vom Glanz solcher Events blenden lassen wollen.

Und da wir schon bei den Demos sind …

33.) Nochmal ein Hinweis auf diese Aktion gegen Verdrängung am 21.02.2019, die wir in unserem letzten Sammler bereits erwähnt hatten: Das Syndikat zieht vor den Sitz einer Pears-Global-Dependance am Kurfürstendamm!

Hier unser Bericht dazu im vorausgegangenen Mietensammler.

Zum schnell lesen ohne Link klicken müssen hier nochmal der Anfang des gestrigen Abschnitts zum „Syndikat“: „Die Kneipe aus dem Neuköllner Schillerkiez, die zuletzt Schlagzeilen gemacht hat, als sie den Eigentümer ihres Hauses, Pears Global, selbst ermittelt und ihn dann in London besucht hat, wurde trotz aller tollen Aktionen, die sie bisher durchgeführt hat und der großen Solidarität der Stadtgesellschaft mit Räumung bedroht.

Derzeit besetzen die Betreiber des Syndikats ihre Räume, die ihnen zum 31.12.2018 gekündigt wurden. Gegen die Räumung wird am 21. Februar demonstriert: Kudamm 177 (Sitz der zuständigen Pears Global-Einheit), 16 Uhr.“

Und wenn wir schon in Neukölln sind …

34.) Sterben der Kiezkultur in Neukölln – Friedel 54.

Dass wir mal in der Nähe des im untenstehenden Tweet erwähnten Reuterkiezes gewohnt haben, wissen unsere dauerhaften Leser_innen mittlerweile. Wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwohin kommt, weiß man natürlich nicht, was vorher passiert ist und nimmt den Ausgangszustand als gegeben. Aber damals, vor zwölf Jahren, war in der Ecke noch alles voller kleiner Läden und vor allem kleiner Kioske und Kneipen, die wir sehr knuffig fanden. Heute haben sich zwei Initiativen über diese Form der Gentrifizierung ausgetauscht, bitte anklicken und auch die Antworten lesen:

Von der Friedelstraße 54 haben wir mehrfach gehört und ein wenig recherchiert. Der Höhepunkt bzw. Tiefpunkt des Verdrängungsvorgangs fand bereits im Juni 2017 statt, als die Polizei mit 500 (!) Mann anrückte und die Räumung von „Friedel 54“ gewaltsam durchsetzte.

Haben wir schon erwähnt, dass wir fordern: Keine Zwangsräumungen mehr?!

„Im Oktober 2016 kaufte die luxemburgische Firma Pinehill s.a.r.l. das Gebäude – und klagte wie bereits der vorherige Eigentümer ebenfalls auf Räumung“, kann  man hier nachlesen und auch über „das Ende eines Traums“. Wir hatten zuletzt über die „Lause“ und deren Verkauf an eine Luxemburger Firma berichtet.

Wir können gut verstehen, dass seitens der Politik Forderungen aufkamen, ausländische Investoren aus der Stadt rauszuhalten, vor allem diese anonymen Firmen aus Steuervermeidungsländern.

Aber was ist dann mit Deutsche Wohnen und ähnlichen Konsorten? Selbst wenn man aber Gebäude wie die Friedelstraße 54 rekommunalisieren könnte – die Schäden sind nicht mehr zu reparieren, welche die Verdrängungsmentalität gewissenloser Eigentümer bereits angerichtet hat. Man könnte höchtens weitere Fälle verhindern und versuchen, stellenweise für eine Revitalisierung der Kiezkultur zu sorgen, indem man nicht-kommerzielle Projekte in (re-) kommunalisierten Häusern fördert.

Und jetzt kam das hier rein, offenbar liefert der Tagesspiegel seine „Leute“-Spalte auch gerne häppchenweise ab.

Man soll nicht schadenfroh sein, wenn man selbst schon selbstständig war oder es noch ist, aber wer in einer Kiezlage ,die keine Lauflage ist, keine Ausgehzone, 19 Euro/m² Miete zahlt, ist selbst schuld. Und was Stadtrat Jochen Biedermann angemerkt hat, kennen wir aus unserem eigenen Kiez und auch aus dem persönlichen Umfeld, auch wenn’s schon etwas zurückliegt: Gastronomie kann hohe Mieten zahlen, wenn sie gut läuft, aber auch schnell an zu hohen Mieten scheitern, wenn es mal ruckelt.

Im Akazienkiez musste neulich ein uns bekanntes, ambitioniertes Restaurant aufgeben, weil die Umsätze nach dem Start nicht schnell genug hochgefahren werden konnten, um die mittlerweile in der Ecke hohen Ladenmieten erwirtschaften zu können. Kettenläden-Konzerne, die gesichtslose Langweiler-Geschäfte einrichten, haben das Problem nicht, weil sie die eine oder andere schlecht laufende Filiale immer für eine Zeit durchziehen können. Ein Konzern betreibt genug rentable Läden, die es ermöglichen, eine längere Durststrecke an einem bestimmten Standort so lange auszugleichen, bis die traditionelle, kapitalmäßig nicht so dick gepolsterte Konkurrenz aufgeben muss, die z. B. preislich nicht mithalten kann.

Und weil wir heute ohnehin schon auf Enteignungskurs sind und uns Vorgänge wie die oben beschriebenen in Neukölln nicht gerade davon abbringen (oder in Kreuzberg, betreffender vorausgehender Beitrag) …

35.) Nochmal der Hinweis auf diese wichtige Veranstaltung:

Auch diese haben wir schon zweimal in Tagessammlern erwähnt, in einem Einzelbeitrag ausführlicher hier.

Verkürzt:

„Was tun gegen Mietenwahnsinn und Wohnungsnot?“ Diskussion mit Rouzbeh Taheri (Deutsche Wohnen & co. enteignen), Caren Lay (DIE LINKE, Bundestag) und Niklas Schenker (DIE LINKE Charlottenburg-Wilmersdorff).

Dienstag, 12. Februar 2019, 19 Uhr in der Aula des Gottfried-Keller-Gymnasiums, Olbersstraße 38, 10589 Berlin.

2019-07-27dielinkech27burgwilmersdorfrouzbehtaheridwenteignenveranstaltungdiskussion

TH

SMH 255, 256; Medienspiegel 250

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

Gentrification Blog

Nachrichten zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und Mieter/innenkämpfen

- Sascha Iwanows Welt -

Wir können die Gegenwart nur verstehen, wenn wir die Vergangenheit studiert haben, die in einer Klassengesellschaft vorhandenen Gesetzmäßigkeiten kennen und unser Handeln darauf ausrichten. Um die Zukunft gestalten zu können, muss man also die Vergangenheit und die Gegenwart kennen!

AutismusJournal

Perspektiven und Reflexionen

Carolin Schnelle

Jungjournalistin

thomas post

Alternativen

Telepolis

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

ScienceFiles

Kritische Sozialwissenschaften

Zusammen gegen #Mietenwahnsinn

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

KuBra Consult

Acta, non verba

Nachrichten: ZEIT ONLINE Newsfeed

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Meike K.-Fehrmann (Autorin)

Frieda - Ein Demenz-Krimi / Warum Herr Hagebeck sterben muss / Kakerlaken-Schach / Die Rache stirbt zuletzt

SPIEGEL ONLINE - Politik

Das Netzmagazin von Thomas Hocke

Testkammer

Testen macht süchtig: Filme, Spiele, Bücher etc. im Fokus

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Film is a disease. When it infects your bloodstream, it takes over as the number one hormone. As with heroin, the antidote to film is more film.“

SPD erneuern

Unfrisierte Gedanken zur Wiedergewinnung von Relevanz

Ein Parteibuch

Noch ein Parteibuch

Jan Josef Liefers

Die offizielle Fanseite

%d Bloggern gefällt das: