Charité (Fernsehserie, D 2017/2018) „Unsere Ärzte, unsere Schwestern“ – Filmfest B 4

2018-09-14 Filmfest B

Titelfoto © ARD / Julie Vrabelova / Montage Jülisch

Filmfest B 4

Michael Dell schreibt über die zweite Staffel der Fernsehserie „Charité“, die von der ARD und von Ufa Fiction produziert wurde. 

Nun befindet sich die Charité bekanntlich in unser Wahlstadt Berlin und ist heute ein großer Klinikkomplex, das reicht allemal, um im Wahlberliner zumindest eine Erwähnung zu platzieren.

„Klischeehafte Aufhübschung der Geschichte: Die Fortsetzung der ARD-Serie „Charité“ inszeniert die Klinik als Hort des Widerstands gegen Hitler.“

So beginnt Michael Dell und lässt insgesamt kaum ein gutes Haar an der Serie. Wie zuvor Ulrich Behrens ist Michael Dell eine Qualitätsempfehlung von uns, wir kennen ihn vor allem als Tatort-Rezensent und mit dem Format kennen wir uns mittlerweile gut genug aus, um auch einen Blick für diejenigen zu haben, die darüber schreiben.

In der ZEIT können Sie nachlesen, warum Michael Dell von „Charité“, Staffel 2, nicht allzu viel hält.

Und hier ein kurzer Überblick über beide Staffeln – für uns liest es sich, als sei die erste Staffel weniger in Verdacht gewesen, sich Kritik in der Form auszusetzen, wie Michael Dell sie für die zweite geäußert hat – und ob es einen Unterschied gemacht hat, dass mit Söhnke Wortmann einer der bekanntesten deutschen Regisseure für die ersten sechs Folgen verantwortlich war – vielleicht werden wir uns irgendwann beide Staffeln anschauen und ein eigenes Urteil bilden.

Ein wenig zur Einordnug in „Filmfest B“ und den Neuigkeiten und Besonderheiten im Rahmen des Wahlberliner-Portfolios:

Mit der vierten Rezension innerhalb der Reihe „Filmfest B“ war es tricky. Denn es handelt sich um eine Serie fürs Fernsehen, nicht um einen Kinofilm. Das hatten wir bisher noch nicht – fast. 

Unsere eigene Rezensionsserie zu „Babylon Berlin“ konnten wir in „Crimetime“ einordnen (Nr. 200/1 bis 200/16) bzw. sind dabei, weil es sich um einen ein Fortsetzungskrimi handelt. Nun schreibt Michael Dell zwar, es fehlt nur noch das Krimi-Element, dann hätten wir etwas besonders Typisches, aber „Charité“ ist eben kein Krimi. Die wenigen (Einzel-) Fernsehfilme, die wir bisher besprochen haben, wurden in beim alten Wahlberliner unter „FilmAnthologie“ rubriziert, die Rubrik heißt nun „Filmfest“. Wir machen mal einen großen Sprung und ordnen eine Fernsehserie, die keine Krimi-Serie ist, nun unter „Filmfest B“, sonst müssten wir eine weitere Rubrik eröffnen, eigens für Fernseharbeiten und Fremdrezensionen.

Mit „Filmfest B 4“ kommt es zu einer weiteren Neuigkeit. Erstmals überhaupt, nach knapp zehn Jahren Tätigkeit, veröffentlichen wir einen Beitrag zu einem Film bzw. einer Serie, die wir nicht gesehen haben. Das aber in Zukunft häufiger vorkommen, weil wir uns z. B. auch neuere Kinofilme nicht durch die Bank anschauen können und außerdem davon Abstand nehmen, mit Netflix und anderen Anbietern dieser Art zusätzliche Online-Versuchungen aufzubauen, deren Nutzung Zeitaufwand bedeutet.

Wir verlassen uns darauf, dass das Beste oder Wichtigste sowieso etwas später auf anderen Kanälen zu sehen ist – wie bei PayTV-Produktionen und Kinofilmen üblich. Aber „Charité“ ist ja wieder einmal eine wichtige Serie, weil sie ein Stück deutscher Geschichte aufbereitet und wir wollen nicht bis zu einer Wiederholung, für die wir dann auch mal Zeit haben, warten, bis wir unseren Lesern eine lesenswerte Kritik empfehlen können.

Daher verweisen wir auf Michael Dells Beitrag in der ZEIT.

Und hier ein kurzer Überblick über beide Staffeln – für uns liest es sich, als sei die erste Staffel weniger in Verdacht gewesen, sich Kritik in der Form auszusetzen, wie Michael Dell sie für die zweite geäußert hat – und ob es einen Unterschied gemacht hat, dass mit Söhnke Wortmann einer der bekanntesten deutschen Regisseure für die ersten sechs Folgen verantwortlich war – vielleicht werden wir uns irgendwann beide Staffeln anschauen und uns ein eigenes Urteil bilden.

TH

Bisherige Beiträge aus der Rubrik „Filmfest B“

Die Spur des Fremden (USA 1946) (Filmfest B 3)
Tod auf dem Nil (UK 1978) (Filmfest B 2)
Blue Velvet (USA 1986) (Filmfest B 1)

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