Update: Samstag, 2. März 2019: Alle zur #Interkiezionale! / #b0203 / @Potse_Berlin @Potsebleibt @Drugstoreberlin @Syndikat44 @KeineBeute @Liebig34Liebig @Rigaer94 @kiezladen_f54 #syndikatbleibt #potsebleibt #meutereibleibt #liebig34bleibt #wirbleibenalle

2018-11-11 Mieter,kämpft um diese Stadt + zusammen gegen MietenwahnsinnWB-Serie „Mieter, kämpft um diese Stadt!“

Dieses Ereignis war lange vorher angekündigt und heute ist es so weit:

Die Interkiezionale startet von sechs verschiedenen Punkten in drei verschiedenen Bezirken, um gegen die Verdrängung zu protestieren.

Wir haben unseren Veranstaltungshinweis ergänzt und das Neueste von den Initiatoren beigefügt – und ein paar Fehler beseitigt.

Die Autonomen Jugendzentren Potse und Drugstore, die Kiezkneipen Syndikat und Meuterei, die Häuser und verdrängungsbedrohten Projekte Großbeerenstraße 17a, Liebigstraße 34 + Rigaer Straße 94 und Kiezladen Friedel 54, 

die gekündigt wurden, ihre Räume besetzen, im Exil oder mit Zwangsräumungsklagen konfrontiert sind, die von anonymen „Investoren“ und renditegeilen Hipsterkabinen-Anbietern aus der Stadt vertrieben werden sollen,  von der Politik im Stich gelassen werden und von der Stadtgesellschaft dringend Solidarität benötigen,

rufen zur Sterndemonstration am Samstag, 2. März 2019 auf. Der folgende Tweet erklärt die Startpunkte und den Platz für die Abschlusskundgebung:

Hier noch einmal die Karte mit allen Sternen zwecks Orientierung:

Als Text, falls sich die Tweets auf einem Gerät nicht anzeigen lassen:

Schöneberg | 13:00 | Potsdamer Str. 180
Schöneberg | 15:30 | Großbeerenstr. 17a
Neukölln | 15:00 | Weise- / Ecke Herrfurthstr. + Friedelstr. 54 (liegt von dort aus auf dem Weg zum Punkt der Abschlussgebung)
Friedrichshain | 15:30 | Dorfplatz
Kreuzberg | 16:00 | Reichenberger Str. 5

Abschlusskundgebung 17 Uhr, Lausitzer Platz.

Die Adressen, die oben genannt sind, sagen mittlerweile allen etwas, die sich mit der bedrängten Kiezkultur befassen:

  • Potsdamer Straße 180, dort lebten Potse und Drugstore, die selbstverwalteten Jugendzentren mit ihrer einmaligen Mischung aus Jugendarbeit, Lebensraum und Konzertkultur über 40 Jahre lang, bis der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sie nicht mehr unterstützte und die Kündigung ihrer Räume akzeptierte, ohne ihnen adäquaten Ersatz anbieten zu können. Wir haben Potse und Drugstore, die kaum einen Kilometer von unserem Wohnort entfernt sind, eine Artikelreihe gewidmet. Das AJZ-Kollektiv Potse hält seine Räume immer noch besetzt, während das Schwesterkollektiv Drugstore ins Exil ausweichen musste, um seinen Trägerverein nicht zu gefährden. Die neueste Aktion des AJZ Potse war gestern die „Zumauerung“, aber was sich hier so fantasievoll anschaut, ist alles andere als ein Spaß, sondern eine kreative Form von Überlebenskampf.

  • In der Weisestraße im Neuköllner Schillerkiez ist die Kneipe Syndiakt angesiedelt, die u. a. durch die spektakuläre Aufdeckung von Pears Global bekannt wurde, sogar zu deren Zentrale nach London fuhr und von ebenjener Firma bzw. einer der vielen Pears-Briefkastenfirmen mit Räumung bedroht wird. Wir haben u. a. hier berichtet. Zuletzt war das Syndikat zu Gast bei einer BVV-Sitzung des Bezirks Neukölln:

  • Der Dorfplatz in Friedrichshain ist in der Nähe der Liebigstraße 34 und der Rigaer Straße 94:

 

  • Die Kiezkneipe Meuterei befindet sich in der Reichenberger Straße 58, die einer der Startpunkte der heutigen Demo ist:

  • Das Friedel-Kollektiv in Neukölln, dessen Laden schon 2017 gewaltsam geräumt wurde, haben wir ergänzt, ein aktueller Tweet hat uns besonders gut gefallen, denn so ist es:

Die „Interkiezionale“ zeigt wie keine Protestaktion zuvor die Solidarität einer vom Aussterben bedrohten Kiez- und Sozialkultur. Es gibt das oben gezeigte Plakat in Gelb bzw. Gold, in Violett, in Grün und in Weiß für verschiedene Kieze und Projekte und die eingangs gezeigte Version symbolisiert die Vereinigung der Verdrängungsbedrohten.

Wer immer kann, sollte einen der Ausgangspunkte am Samstag ansteuern und mitgehen bis zur Abschlusskundgebung.

TH

SMH 285, 288 / Tag 2019/59, Teil 2, Nachricht 63

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