Terminator: Genysis (Terminator Genisys, USA 2015) | 5 Empfehlungen | #Filmfest 447

Filmfest 447 Empfehlungen

Terminator: Genisys (Originaltitel: Terminator Genisys) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Alan Taylor, der am 1. Juli 2015 in den Vereinigten Staaten in die Kinos kam und am 9. Juli 2015 im deutschsprachigen Raum angelaufen ist. Die Weltpremiere von Terminator: Genisys fand bereits am 21. Juni 2015 in Berlin statt.[4][5] Die Handlung des fünften Teils der Terminator-Reihe spielt in verschiedenen Zeiträumen zwischen 1984 und 2029. Die geschichtlichen Ereignisse und somit die gesamte Rahmenhandlung des Terminator-Universums laufen jedoch – beginnend mit einer Zeitreise ins Jahr 1973, von der in keinem bisherigen Film die Rede war – anders ab als in den Vorgängerfilmen. Terminator: Genisys bietet somit eine alternative Zeitlinie zu den Handlungen in Terminator (1984), Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991), Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003) und Terminator: Die Erlösung (2009).

Wie zuvor auch schon der vierte Teil der Terminator-Reihe, war Terminator: Genisys als Reboot und Auftakt einer neuen Trilogie geplant.[6]

„Mit der Terminator-Reihe, neuzeitlich ‚Franchise‘, haben wir uns bisher nicht beschäftigt.“, schrieb ich in der Einleitung zu „T1“ und vielfältige Gründe dafür ins Feld geführt, aber wenigstens tun wir es jetzt erst einmal in Form von Empfehlungsrezensionen, außerdem trifft das auch auf viele andere „Franchises“ (derzeit noch) zu.

Nach dem großen Erfolg von „T2“ war es erstaunlich, dass es nicht weniger als zwölf Jahre gedauert hatte, bis „T3“ herauskam. Mittlerweile unterteilen wir die Zeitalter nach „vor Corona“ und „mit Corona“, vielleicht wird es auch ein „nach Corona“ geben. Aber mit dem 11. September 2001 wurde nach herrschender Ansicht ebenfalls eine neue Ära eingeläutet, die sich auch auf das Kino auswirkte: Es wurde düsterer und (noch) martialischer. Die Handlung von „T 3“ entspricht diesem Schema. Allerdings konnte er nicht mehr an den Erfolg und vor allem den Ruhm anknüpfen, den „T 1“ und „T 2“ eingefahren hatten, die wir beide in unser Konzept „Top 250 der IMDb aller Zeiten“ eingegliedert haben. Auch „T 4“ ist davon weit entfernt und liegt mit einer Durchschnittswertung von 6,5/10 nur knapp besser als „T 3“ (6,3/10), Stand April 2021. Die Kritiken zu „T 3“ und „T 4“ sind differenziert, aber wie schaut es nun mit „T 5“ aus, der zum ersten Mal seit dem „Original“ keine offizielle Nummer im Titel trägt?

Das weltweite Einspielergebnis betrug rund 440 Mio. US-Dollar.[22] Terminator: Genisys wurde damit zum ersten US-amerikanischen Film, der weltweit über 400 Millionen US-Dollar einspielte, in den USA und Kanada selbst jedoch weniger als 100 Millionen Dollar.[23] Außerdem ist Terminator: Genisys damit nach Terminator 2 – Tag der Abrechnung im Hinblick auf das weltweite Einspielergebnis der zweiterfolgreichste Film der Reihe.

Wobei „der zweiterfolgreichste“ möglicherweise die Geldentwertung nicht berücksichtigt. Mittlerweile liegen die Erwartungen für einen Blockbuster dieser Art hoch und daher ist es verständlich, dass man zunächst nicht wusste, wie es nach „T 5“ weitergehen sollte.

Kritiken (1)

Der erste Film des Terminator-Franchises, der nach zwölfjähriger Pause wieder mit Schwarzenegger besetzt wurde, konnte die Kritiker nicht überzeugen wie einst Terminator (1984) oder Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991). Er wurde mit stark gemischten Gefühlen aufgenommen, ähnlich wie Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003) oder Terminator: Die Erlösung (2009). Trotz einer niedrigen FSK-Einstufung[27] (zweites Mal PG-13 in den Vereinigten Staaten[28]) und der Konzeption als Sommer-Blockbuster[29][30] konnte sich der Film in den Vereinigten Staaten mit einem Einspielergebnis von 27,3 Millionen US-Dollar in den drei Tagen nach seinem Kinostart zwar gegen Magic Mike XXL durchsetzen, lag jedoch knapp hinter Jurassic World und Alles steht Kopf, die bereits in den Vorwochen das Ranking anführten.[31][20]

Jan Küveler urteilte in der Welt am Sonntag:[32]

„Denn auf den Quatsch danach, mit Paralleluniversen und Schulbussen, die unentschlossen an der Golden Gate Bridge hängen wie halb gare Filmideen, hat nun wirklich keiner gewartet. Das Skript ist dermaßen blöde, dass man sich auf den Moment freut, wenn die böse künstliche Intelligenz Skynet die Macht übernimmt und die Menschheit ausrottet.“

In der Wochenzeitung Die Zeit schrieb Oliver Kaever:[33]

Terminator 2 – Tag der Abrechnung war 1991 mehr als perfektes Popcorn-Kino. Der Film wurde Teil des popkulturellen Diskurses. Wer mitreden wollte, musste ihn gesehen haben. Von einer solchen Signifikanz ist der nunmehr fünfte Aufguss von James Camerons 1984er-Original Welten entfernt. Die Verwertungslogik hat das Material zu einer Geldmaschine umgerüstet. […] Auch Terminator: Genisys wird Geld einspielen, viel Geld. Relevanz aber oder gar Spaß und gute Unterhaltung stellt diese Maschine nicht her.“

In der Filmzeitschrift epd Film schrieb Kai Mihm:[34]

„Wo James Cameron in den Originalfilmen mit ein paar Kniffen existentialistische Funken schlug, verrennt der neue Film sich in einer Geschichte, deren betonte Cleverness auf Dauer nur überkompliziert wirkt. Anstatt die ganze Luftnummer in lustvoll-spielerischer Manier zu überdrehen, erstarrt der Film in einer pseudowissenschaftlichen Plausibilitätshuberei […] Umgekehrt stößt Regisseur Alan Taylor schnell an seine Grenzen wenn es um visuelles Erzählen geht. Auf ikonographische Bilder oder auch nur eine gewisse Eleganz wartet man vergeblich. Einmal mehr erweisen die 3D-Bilder sich als zusätzliches Handicap, mit ihrer suppigen Textur, der mangelnden Tiefenschärfe und den enervierenden Halo-Effekten. […] So gesehen funktioniert »Terminator: Genisys« vor allem auf einer Metaebene sehr gut: Als Erinnerung daran, welch meisterhafter Regisseur James Cameron war und was für visionslose Auftragsfilmer ihn nun beerben sollen.“

Das klingt geradezu vernichtend, deswegen erholen wir uns kurz mit einem Abstecher in die Internet Movie Database und schauen uns an, was das Publikum dort meint. 6,3/10, wie schon bei „T 3“. Das wirkt nun langsam, als sei der flügellahme Phoenix ab ebenjenem dritten Teil nicht mehr in der Lage, sich wieder zu erheben. Wir bleiben in der IMDb und recherchieren dort noch ein wenig nach Stimmen:

Filmstarts.de in Person von Christoph Petersen konstatiert am Ende einer ausführlichen Besprechung:

Fazit: Solange sich Regisseur Alan Taylor vor James Camerons Originalen verbeugt, macht „Terminator: Genisys“ echt Laune. Aber sobald er auf eigenen Beinen zu verstehen versucht, fällt er leider ziemlich schnell auf die Nase.

Ersteres soll der Film vor allem in der ersten Dreiviertelstunde getan haben und auch in dieser Kritik wird bemängel, dass die Figuren irgendwann fast nur noch damit beschäftigt sind, die Handlung zu erklären. Wenigstens einen Tick positiver sieht es Björn Schneider bei Spielfilm.de:

Fazit: Famose Action, konsequent düsterer Look und ein bestens aufgelegter Schwarzenegger. „Terminator: Gensisys“ hätte ein Blockbuster-Highlight 2015 werden können – wenn bloß die unnötig verkomplizierte Story und das allzu verschachtelte, wirre Drehbuch nicht wären.

Offenbar ist mit der Handlung aber niemand zufrieden und ich habe heute keine Zeit, darüber nachzudenken, ob das ein allgemeiner Trend sein könnte, dass man alles unnötig verkompliziert. Menschen neigen jedenfalls auch in technisch-organisatorischen Dingen dazu, es immer schwieriger anstatt einfacher zu machen, aller gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz.

(1) und kursiv: (zitiert nach) Wikipedia

Regie Alan Taylor
Drehbuch Laeta Kalogridis,
Patrick Lussier
Produktion David Ellison,
Dana Goldberg
Musik Lorne Balfe[3]
Kamera Kramer Morgenthau
Schnitt Roger Barton
Besetzung

 

 

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